#100: Oh du schöner Wehlgrund

Alter Schwede… Da ist er, der offiziell 100. Blogbeitrag und gleichzeitig darf ich den 400. Abonnenten begrüßen. Leute, ein riesiges DANKE an jeden Einzelnen. Wahnsinn, wie sich alles in 3 Jahren entwickelt hat. Lasst uns (gedanklich) auf die nächsten 100 Beträge anstoßen. Die nächsten 4 sind jedenfalls schon in Bearbeitung. Nun wünsche ich euch aber erstmal viel Spaß beim Jubiläumbeitrag:

Der Sonnenuntergang auf dem Carolafelsen am Vortag war nicht wirklich spektakulär. Gut, der Nebel war da, aber die Sonne blieb leider aus. Also versuchten wir unser Glück am nächsten Morgen in der Nähe der Bastei. Der Tag begann damit, dass ich ordentlich verpennt habe. Blöd, wenn man den falschen Wecker stellt. Ganze 10 min. vor der geplanten Abfahrt wurde ich wach… Prima, Stress am Morgen ist ja voll mein Ding. Also fix Zähneputzen, anziehen und los. Ich weiß nicht wie, aber ich habe es trotzdem (fast) pünktlich geschafft. Die Bemme gibt’s dann halt auf dem Weg.

Unterwegs zur Bastei:

Der Morgen sah ganz gut aus. Über der Elbe hing Nebel und unsere Hoffnung, dass der Sonnenaufgang spektakulär wird, wuchs mit jedem Kilometer. Wir stellten die Autos auf dem Parkplatz an der Bastei ab und liefen zu unserem ersten Spot. Doch als wir dort ankamen, sah ich genau das: ______. Nichts, nada, niente. Der Nebel war überall, sodass die Aussicht für den Allerwertesten war.

Der Wehlgrund:

30 Minuten saß ich auf dem Felsen, genoss mein Frühstück und wartete darauf, dass es hell wird und sich der Nebel etwas verzieht. Nach dem gestrigen Tag war ich nicht überzeugt, dass das noch was wird, aber Stefi war sich sicher, diesmal muss klappen. Tatsächlich begann sich das Nebelfeld kurz vor Sonnenaufgang zu verändern. Hier und da wurde eine Lücke frei, sodass ich mir meine Kamera schnappte und die ersten Motive ablichtete.

Auf der Suche nach der richtigen Perspektive wechselte ich den Standort, was sich schwieriger erwies, als ich in meiner Erinnerung hatte. Ich wusste, dass es nicht einfach war, dort hochzuklettern. Den Rest schien mein Hirn ausgeblendet zu haben. Drei Kreuze, dass mich dabei keiner beobachten konnte. Stellt euch ’nen einhändigen Affen vor, der versucht, an einer glatten Wand hochzukraxeln und ihr bekommt ein ungefähres Bild, wie ich ausgesehen haben muss. Würde ich noch bei meinen Eltern wohnen, hätte sich Mutti bedankt, wie ich nach Hause komme. Wie Schweinchen…

Doch einmal geschafft, wird man mit einer tollen Aussicht belohnt. Der Lilienstein war hinter dem Fünffingerfelsen komplett vom Nebel umgeben und sah unglaublich aus. Irgendwie erwische ich die Stimmung immer nur dann, wenn ich nicht auf dem Lilienstein stehe. Dabei warte ich nur darauf, dass ich Licht und Nebel dort oben habe. Beim letzten Mal war das Licht da, aber der Nebel nicht.

Aber so richtig hübsch wurde es erst später an der Wehlnadel. Die Sonne war anfangs noch etwas zaghaft, aber im Laufe des Morgens strahlte sie mit voller Kraft die Basteibrücke an. Im Tal hing noch der Nebel zwischen den Bäumen… Was für ein magischer Moment.

Ich hätte dort ewig verweilen können, um den Nebel und das Licht-Schatten-Spiel zu beobachten. Aber ich wollte nicht allzu spät auf der Autobahn sein. Es waren immer noch Ferien und bedingt durch die vielen Baustellen, eine enorme Staugefahr. Also packten wir unsere Sachen, genossen nochmal die Aussicht und die Ruhe, bevor es zurück zum Alltag ging.

Tja und so schnell ist die kleine Auszeit vorbei. Beim nächsten Mal gibt’s einen kurzen aber schönen Abstecher in den Harz. Mich zog es zum Freitag direkt nach der Arbeit in die Natur. Keine Wanderung, nur ein Spot, nasse Füße und tolle Bilder. Ihr dürft gespannt sein. Lasst mir gern ein Abo da, wenn ihr das nicht verpassen wollt.

20 Kommentare zu „#100: Oh du schöner Wehlgrund“

  1. Glückwunsch und danke für 100 Wandertipps mit faszinierenden Bildern. Wie machst DU das nur immer mit dem Wetter? Neulich hast Du geschrieben, es war kein schönes Wetter. Ich finde, bei Dir ist der Begriff anders belegt als bei den meisten Menschen. Viel Nebel und Wolken, vielleicht ein bisschen Regen, ab und zu darf auch einmal die Sonne rausspitzen. Blauer Himmel ohne eine Wolke ist eh langweilig, da bin ich Deiner Meinung.
    Viel Freude weiterhin in der Natur und mit dem Fotografieren. Ich freue ich erst einmal auf die nächsten Bilder im nächsten Bericht.
    Viele Grüße aus der Basilikata (mit furchtbar langweiligem Wetter, keine Wolke am blauen Himmel)

    Gefällt 1 Person

    1. Ich danke dir 🥰 Solange Nebel dabei ist, ist es eigentlich immer schön 🥰 Ich studiere tagelang Wetterberichte und ein bisschen Glück gehört auch immer dazu 😊 Hier bei uns wirds wohl die nächsten Tage auch langweilig, aber das ist egal, auf mich warte Sonntag eine Lost Place Tour, ich bin gespannt 🤩

      Gefällt 1 Person

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