#99: Über die Heilige Stiege zum Carolafelsen

Endlich mal wieder eine gemütliche Übernachtung in der Sächsischen Schweiz. Ich traf mich mit Stefi kurz vor Leipzig auf einem Rastplatz, um mit ihr gemeinsam nach Sachsen zu fahren. Wie so oft, gab es auf dem Verbindungsstück von der A14 zur A4 einen ekelhaften Stau (+1 Stunde), den wir diesmal umfahren wollten. Das dachte sich scheinbar jeder, denn bereits auf der Abfahrt kam es zu einem weiteren Stau. Laut Google Maps sollte dieser Weg trotzdem schneller sein. Das fängt ja schon mal gut an, dachte ich mir.

Ankunft in Schmilka:

Nach über 2,5 Stunden Autofahrt, kamen wir endlich in Schmilka an, packten unsere Sachen und bestritten den Weg nach oben zum Carolafelsen. Gerade die ersten 300 Meter sind so eklig, dass sogar Stefi fluchte (und das ist echt selten). Es geht einfach nur eine steile Straße nach oben. Aber wenn das Stück geschafft ist, wird’s besser, das kann ich euch versprechen.

Die Heilige Stiege:

Auf uns warteten Stufen über Stufen. Bisher habe ich um die Heilige Stiege immer einen großen Bogen gemacht, weil ich dachte, da gibt’s nur Stiegen. Und ich hasse diese Stiegen. Im Internet fand ich dann heraus, dass es nur Stufen sind, perfekt. Mit der Kamera in der Hand, verging auch die Zeit wie im Flug.

Eigentlich erhofften wir uns einen spektakulären Sonnenuntergang. Es regnete den ganzen Tag in Strömen und abends sollte es dann etwas aufklaren. Auf dem Weg nach oben kam bereits immer wieder Klärchen zum Vorschein, sodass wir guter Dinge waren.

Das letzte Stückchen, bevor es direkt auf den Carolafelsen geht, fand ich besonders beeindruckend. Die riesigen Gesteinsbrocken, der quer liegende Baum, das Grün… es passte einfach alles perfekt zusammen.

Auf dem Carolafelsen:

Nach knapp 2 Stunden kamen wir oben an, voller Vorfreude, was uns wohl erwartet. Ich war zwar schon mal hier, aber noch nie zum Sonnenuntergang. Tja und was soll ich euch sagen… das mit dem Sonnenuntergang verlief diesmal irgendwie unerwartet.

Zuerst nieselte es leicht und nach ca. 15 Minuten fing es ordentlich an zu regnen… Ist ja nicht so, dass ich mich nicht über Regen freue, aber wenn ich mich auf einen Sonnenuntergang einstelle, dann hab ich schon gern Sonne. Außerdem wurde es mächtig kalt, wenn man bei Wind und Wetter auf einem Felsen steht und die Hoffnung nicht verlieren will. Aber egal, denn der Vorteil war, dass wir komplett alleine auf dem Felsen waren. Und das ist nicht mal bei schlechtem Wetter eine Selbstverständlichkeit.

Wir hofften bis zum bitteren Ende, dass die Sonne vielleicht doch nochmal irgendwo durch die Wolken bricht, hatten an diesem Tag aber kein Glück. Dafür konnten wir bis zum Eintritt der Dunkelheit die Aussicht für uns alleine genießen. Vielleicht klappt es beim nächsten Mal. Ein goldener Herbsttag würde sich für die Aussicht auch sehr gut eignen, mal sehen, was die Jahreszeit schönes bringt.

Ich hoffe, euch hat der kleine Ausflug gefallen. Auch wenn es mit dem Sonnenuntergang nicht so recht klappen wollte, war der Sonnenaufgang am nächsten Tag umso schöner. Aber dazu im nächsten Beitrag mehr. Wenn ihr mich dabei begleiten wollt, lasst mir gern ein Abo da.

12 Kommentare zu „#99: Über die Heilige Stiege zum Carolafelsen“

  1. Ein mutiger Aufstieg, aber vor allem sehr clever, dass man Kälte, Wind und Regen bis zum bitteren Ende trotzt. Kein goldener Sonnenuntergang, aber trotzdem sehr schöne Aussichten. Sie wurden dir geschenkt. Es muss schön sein, wenn man dort den Sonnenuntergang beobachten kann. Viel Glück beim nächsten Mal… das wird wieder Treppensteigen sein.
    Viele Grüße,
    Rudi

    Gefällt 1 Person

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