#232: Nebelverhangene Berge an der Seceda in Südtirol

Endlich war es so weit – heute stand eine Wanderung zur Seceda in Südtirol auf dem Plan, einem der spektakulärsten Aussichtspunkte der Dolomiten. Schon so oft hatte ich die beeindruckenden Fotos der Geislerspitzen gesehen, die sich dort oben majestätisch in den Himmel recken. Nun wollten wir diesen Anblick endlich selbst erleben. Unser Plan: ganz entspannt mit der ersten Seilbahn nach oben, bevor die großen Besuchermengen eintreffen. Denn eines ist sicher – hier oben wird es schnell trubelig und wir wollten die magische Morgenstimmung unbedingt in Ruhe genießen.

Vor der Seilbahn hatte sich schon kurz vor der Öffnung eine ganze Traube an Menschen versammelt. Kein Wunder, schließlich wollen alle dieses eine, weltbekannte Fotomotiv mit eigenen Augen sehen. Ich bin ja eigentlich der Typ, der am liebsten loszieht, wenn die meisten noch schlafen oder gemütlich beim Frühstück sitzen. Doch wenn man auf die Seilbahn angewiesen ist, bleibt einem nichts anderes übrig, als sich dem Trubel anzuschließen. Also hieß es: Augen zu und durch. Hauptsache, bald oben auf der Seceda.

Der erste Eindruck: Wie sie sehen, sehen Sie nichts – mit der Seilbahn zur Seceda

Die Fahrt nach oben begann erst mal ganz entspannt. Mit einer kleinen Gondel ging es gemütlich die ersten Höhenmeter hinauf. Auf halber Strecke sammelten sich erneut die Menschen und weiter ging es in einer größeren Gondel für alle bis ganz nach oben. Doch schon bald wurde uns klar: Wir würden erstmal nicht viel sehen – wir fuhren direkt in die Wolken hinein. Verdammt, so hatte ich mir das definitiv nicht vorgestellt!

Also, was macht man, wenn die Aussicht erstmal im Nebel verschwindet? Richtig: Man macht das Beste draus! Wir haben uns in einer gemütlichen Alm eingekuschelt, eine richtig deftige Brotzeitplatte bestellt, dazu einen Aperol – und einfach diesen kulinarischen Morgen in vollen Zügen genossen, während draußen Nieselregen und Wind tobten. Ganz ehrlich, der Tag hätte schlimmer starten können. Nach etwa einer Stunde hatte das Universum dann ein Einsehen. Der Nebel begann sich langsam zu lichten und ein erster Blick auf umliegende Landschaft offenbarte sich.

Was kann man auf der Seceda machen?

  • Rundwanderungen & Spaziergänge: Die Seceda ist eines der bekanntesten Wanderziele in den Grödner Dolomiten und bietet unzählige Routen für jede Konditionsstufe. Von gemütlichen Spaziergängen über blühende Almwiesen bis hin zu aussichtsreichen Höhenwanderungen – hier findet jeder seine perfekte Tour. Besonders beliebt ist der Panoramaweg zur Fermeda-Türme-Aussicht, wo sich das markante Felsmassiv imposant vor dem Himmel erhebt. Der Blick reicht über das Geisler-Massiv, den Langkofel und bis zur Marmolata.
  • Kletterabenteuer & Bergsteigen: Für Kletterfreunde gibt es in der Umgebung zahlreiche Routen und Klettersteige im Naturpark Puez-Geisler. Anspruchsvollere Touren führen auf die Gipfel der Geislerspitzen oder in das Hochplateau oberhalb von St. Ulrich.
  • Radfahren und Mountainbiken: Auch Radfahrer kommen voll auf ihre Kosten: Zahlreiche Trails führen rund um die Seceda, durch Wälder und über Almwiesen. Mit dem E-Bike lassen sich sogar längere Touren bis ins Villnösstal oder zur Raschötz-Alm problemlos bewältigen.
  • Kulinarische Hüttenrast und Aussicht genießen: Nach einem erlebnisreichen Tag laden urige Berghütten und Almen zur Einkehr ein. Hier genießt man Südtiroler Klassiker wie Knödeltris, Speckbrettl oder hausgemachten Kaiserschmarrn – stets mit einem atemberaubenden Panoramablick über die Dolomiten.

Doch an diesem Tag wollte der Himmel einfach nicht so richtig aufklaren. Die spektakuläre Aussicht blieb uns leider verborgen. Aber hey, ein bisschen Abenteuer lässt man sich ja nicht entgehen. Also schnürte ich die Wanderstiefel nochmal fest und machte mich auf zu einer kleinen Runde Richtung Pieralongia-Hütte. Denise konnte an diesem Tag nicht so gut zu Fuß mithalten, also blieb sie zusammen mit Murphy gemütlich in der Alm und genoss von dort aus entspannt den Blick über die nebelverhangenen Berge. So hatte jeder seinen kleinen Moment. Action für mich, Entspannung für die beiden.

Gut zu wissen

  • Lage: Südtirol, Dolomiten, im Grödental, oberhalb des Ortes St. Ulrich im Naturpark Puez-Geisler, Italien
  • Beste Jahreszeit: Frühling bis Herbst – besonders schön im Mai und Juni, wenn die Almwiesen blühen.
  • Anreise: Mit dem Auto erreicht man die Seceda am besten über die Brennerautobahn (A22). Von der Ausfahrt Klausen/Gröden folgt man der SS242 ins Grödental bis nach St. Ulrich.
  • Parkplatz: 46°34’36.3″N 11°40’31.2″E

Auch wenn die Seceda in Südtirol an diesem Morgen ihr spektakuläres Panorama noch im Nebel versteckte, war es ein unvergesslicher Start in den Tag – voller Genuss, Abenteuer und kleinen Überraschungen. Wer die Dolomiten liebt, weiß: Manchmal sind es genau diese unerwarteten Momente, die eine Reise besonders machen. Wenn ihr keine meiner Abenteuer in den Bergen und allen anderen Ecken der Welt verpassen wollt, abonniert doch gern meinen Blog. So bleibt ihr immer auf dem Laufenden über neue Touren, Tipps und persönliche Geschichten.

Presets, Kalender 2026 und Wandbilder gibt’s hier:

5 Kommentare

  1. Pingback:„Nebelverhangene Berge an der Seceda in Südtirol“/ „Wanderblende‘ – Brücke 13 LEIT-SÄTZE

  2. Ich habe es wieder bei mir angezeigt.

  3. Die Fotos machen Lust sich dort mal ausführlicher umzuschauen

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