#220: Kurzurlaub im Luchs Quartier Hahnenklee

Anzeige || Am Wochenende ging es für mich raus aus dem Alltag und rein in die Natur – genauer gesagt auf einen Kurzurlaub ins brandneue Luchs Quartier in Hahnenklee. Zwei Nächte durfte ich dort verbringen, ein bisschen die Seele baumeln lassen und natürlich die Umgebung erkunden. Das Luchs Quartier ist eigentlich ein Seminarhotel – aber keine Sorge, es fühlt sich null nach „Flipchart und Pflichtprogramm“ an. Auch als Urlaubsgast ist man hier mehr als willkommen. Mein Zimmer war ein absoluter Volltreffer – mit Blick direkt in den Wald – besser kann man nicht in den Tag starten.

Der Harz hat mich übrigens mit seiner ganz eigenen Wetter-Show begrüßt: Sonne, Wolkenbruch, Sonne, Wolkenbruch – in Dauerschleife. Aber hey, das gehört einfach dazu. Und so hatte ich genügend Zeit, die stylische Einrichtung vom Hotel zu fotografieren – die ist wirklich richtig hübsch gemacht, mit vielen liebevollen Details.

Naturidylle im Hühnertal

Nachmittags ging es direkt raus ins Grüne – eine kleine Runde durchs Hühnertal, herrlich ruhig und genau das richtige Maß an Bewegung nach der Anreise. Das Waldstück liegt direkt hinter dem Hotel, sodass man das Auto keinen Zentimeter bewegen muss, wenn man nicht will. Anschließend wurde es kulinarisch: Catharina vom Luchs Quartier zauberte ein leckeres Dinner für alle zum Abendbrot, der perfekte Abschluss für den Tag.

Rundwanderung in Hahnenklee-Bockswiese

Am nächsten Morgen wurde es ernst. Noch vor Sonnenaufgang hab ich mich aus dem Bett geschält (nicht ohne kurz mit dem Kissen zu verhandeln) und bin Richtung Spiegeltal aufgebrochen. Ziel: Grumbacher Teich. Der Wetterbericht war zwar nicht im Wanderblendemodus, aber ein paar tiefhängende Wolken sollten drin sein. Genau die wollte ich mir nicht entgehen lassen.

Startpunkt war Buntenbock. Und direkt ging es bergauf – nicht steil, aber steil genug, um wach zu werden. Mein Gesicht hing noch halb im Kissen, aber spätestens nach den ersten hundert Metern war klar: jetzt bin ich wach. Und dann kam auch schon mein erstes kleines Highlight – der Spiegeltaler Wasserfall. Mindestens genauso schön wie damals, als ich ihn das erste Mal vor sechs Jahren gesehen hab. Das Wasser stürzt malerisch über den Felsen, eingerahmt von stiller Morgenluft. Perfekt für die Kamera – und für die Seele.

Unterwegs durchs Spiegeltal nach Wildemann

Weiter ging es ganz gemütlich durchs Spiegeltal in Richtung Wildemann. Immer wieder blieb ich stehen und entdeckte diese kleinen Details am Wegesrand. Tropfen auf Farnblättern, moosbewachsene Baumstämme – das sind genau die Dinge, die mich unterwegs so faszinieren. Natürlich mit der Kamera im Anschlag, immer auf der Suche nach der Perspektive.

Als ich schließlich in Wildemann ankam, wurde mir schnell klar: Die Sonne hatte beschlossen, heute doch noch mitzuspielen. Aber hey, ich hab schon ganz andere Wetterkapriolen erlebt. Was sind ein paar Sonnenstrahlen mehr oder weniger? Ich entschied mich spontan, den Willi-Müller-Weg zurück Richtung Grumbacher Teich zu nehmen. Der Einstieg war ordentlich steil – da ging es nochmal kurz ans Eingemachte. Aber zum Glück war das nur der Auftakt. Kurz danach führte der Weg in ein angenehm schattiges Waldstück, wo ich einfach nur das Knirschen unter den Wanderschuhen und das Zwitschern über mir genießen konnte. Naturidylle pur!

Am Grumbacher Teich angekommen, wurde ich erneut direkt von der Sonne gegrillt – volle Kante Tageslicht. Und das heißt: Fotomotiv adé. Statt mystischer Stimmung gab es strahlendblauen Himmel. Also, sorry – heute kein Kunstfoto, sondern nur ein sonniges Postkartenmotiv aus dem Harz. Aber manchmal ist genau das auch völlig okay.

Entschleunigung auf dem Rückweg zum Auto

Der Rückweg zum Parkplatz war dann das genaue Gegenteil von anstrengend – richtig schön entspannt. Der Weg schlängelt sich entlang des plätschernden Grumbachs durch einen traumhaften Waldabschnitt. Ich hatte Glück und die Sonne versteckte sich gelegentlich hinter den Wolken. Zeit, um noch ein paar Bilder zu schießen.

Zurück am Auto ging es dann zuerst aufs Zimmer etwas ausruhen und Musik hören, bevor mein Magen gefüllt wurde. Ich durfte zusammen mit der lieben Anja vom Luchs Quartier noch ordentlich schlemmen. Das Essen war ein Traum und der Prosecco auch.

Danach wurde es ruhig. Sehr ruhig…. Denn: Wir sind baden gegangen. Nein, nicht im klassischen Sinne – sondern waldbaden. Ich durfte in kleine Achtsamkeitsübungen reinschnuppern, die mir ehrlich gesagt richtig gutgetan haben. Ich bin so oft im Wald unterwegs, aber wann nimmt man sich schon mal wirklich die Zeit, alles bewusst wahrzunehmen? Stehen bleiben, lauschen und mal nicht fotografieren. Verrückt, oder? Es war eine richtig schöne Erfahrung – entschleunigend, wohltuend, irgendwie erdend. Wenn du auch jemand bist, der gern draußen ist, aber oft einfach „durchzieht“: Probier es mal aus. Waldbaden klingt erstmal ein bisschen esoterisch, ist aber in Wirklichkeit einfach nur verdammt gut fürs Herz (und für den Kopf sowieso).

Abends hieß es dann: Sachen packen, Kamera-Akkus laden und gedanklich zurück in den Alltag. Kaum angekommen, war die Zeit auch schon wieder vorbei – der Kurztrip verging wie im Flug.

Morgendliche Nebelwanderung am Kreuzeck in Hahnenklee

Am nächsten Morgen passierte dann etwas, das ich selbst nicht ganz geplant hatte: Kurz nach sechs Uhr wachte ich auf, eigentlich nur, um mich nochmal genüsslich umzudrehen und weiterzuschlafen. Doch irgendwie kam mir in den Sinn, einen Blick aus dem Fenster zu werfen – und zack, war’s vorbei mit der Bettruhe. Draußen war alles in eine dichte Nebelsuppe getaucht. Der Wald wirkte auf einmal wie verzaubert, ganz still und geheimnisvoll. Da konnte ich natürlich nicht liegen bleiben. Kamera geschnappt, Wanderschuhe an und raus.

Es war eine ganz eigene Stimmung – kaum Menschen unterwegs, nur ich, der Nebel und das leise Rascheln des Waldes. Ich liebe diese ruhigen, frühen Momente, in denen man das Gefühl hat, allein mit der Natur zu sein. Und natürlich musste ich auch ein paar Fotos machen – solche Bedingungen bekommt man schließlich nicht jeden Tag. Zwei Stunden nahm ich mir Zeit und entdeckte so viele schöne Motive, bevor es zurück in die Heimat ging.

Ein Wiederkommen ist sicher

Ich hoffe, dir haben meine Eindrücke aus dem Harz gefallen und du konntest ein bisschen mitreisen – zumindest im Kopf. Wenn du selbst mal Lust auf eine Auszeit zwischen Wald, Wasser und Wanderglück hast, dann merk dir das Luchs Quartier unbedingt vor. Das Hotel eröffnet offiziell diesen Sommer und ich kann dir sagen: Die Lage ist wirklich top. Ruhig, grün, charmant – und trotzdem ein perfekter Ausgangspunkt für kleine und große Touren. Nähere Infos zum Hotel und den angebotenen Seminaren findet ihr hier:

Was mir aufgefallen ist: In Hahnenklee schlummert riesiges touristisches Potenzial – fantastische Natur, tolle Lage, starke Basis mit Orten wie dem Luchs Quartier. Aber vieles wirkt veraltet und wenig sichtbar. Schade eigentlich – mit etwas mehr Mut könnte Hahnenklee locker mit den großen Wanderregionen mithalten. Für mich steht aber fest: Das war nicht mein letzter Besuch. Ich komme wieder. Vielleicht nicht direkt nächste Woche – aber bestimmt bald. Und wer weiß, vielleicht sieht man sich ja dort mal im Wald. 

Wandbilder, Kalender und Poster gibt’s hier:

Ein Kommentar

  1. Pingback:Goldener Herbst im Harz und meine Auszeit im Luchs Quartier

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