Heute nehme ich dich mit auf eine Entdeckungstour nach Tschechien. Der Wetterbericht kündigte ein paar Wolken an – ideale Bedingungen, um die letzten Herbstfarben in der Natur zu genießen. Denise hatte auf Instagram Bilder von leuchtend gelben Lärchen gesehen und ich war sofort begeistert. Diese Fotos wurden in den Tyssaer Wänden aufgenommen, aber dort waren wir erst. Daher war unser Ziel für den Tag der Schneeberg, doch der schien für einen ganzen Tagesausflug etwas zu klein. Da erinnerte sich Denise an eine Wanderung zum Doggenturm in der Böhmischen Schweiz, die sie vor einiger Zeit gemacht hatte. Mir war er bis dato völlig fremd, also entschieden wir uns spontan, zuerst dorthin zu fahren.
Der Aufstieg zum Doggenturm
Der Anfang führte uns durch einen winterlichen Wald. Zwar waren die Bäume mittlerweile kahl, doch die typischen Herbstfarben ließen wir uns nicht entgehen. Brauner Farn säumte den Weg, und an einigen Bäumen hingen noch die letzten verbliebenen Blätter. Nach etwa einem Kilometer tauchte der Doggenturm dann vor uns auf. Der Weg dorthin war allerdings nicht ganz so einfach, wie wir es uns vorgestellt hatten. Zuvor versuchten wir noch, eine andere Aussicht zu finden, scheiterten jedoch kläglich – das Gelände war einfach zu steil. Hochzugehen ist ja meist kein Problem, aber der Abstieg kann dann schnell zur Herausforderung werden. Wobei ich auch nichts dagegen habe, manchmal einfach auf dem Hintern den Berg runterzurutschen – da ist die Gefahr, sich blöd zu verletzen, irgendwie geringer.




Aussicht am Doggenturm
Oben angekommen, wurden wir mit genau den Herbstfarben belohnt, die wir uns erhofft hatten. Besonders die Lärchen, die im Herbst in goldgelbem Glanz erstrahlen, schaffen eine ganz besondere Stimmung. Als Stadtmensch kannte ich sie früher kaum, bis ich vor einigen Jahren im Harz zum ersten Mal einen Lärchenwald entdeckte. Seitdem gehören sie zu meinen Lieblingsbäumen im Herbst. Natürlich haben auch Laubbäume ihren Reiz, aber die Lärche fasziniert mich einfach noch mehr.






Die Großvateraussicht
Nachdem wir die ersten Fotos gemacht hatten, wollten wir nicht einfach denselben Weg zurückgehen. Wir lieben es, neue Wege zu entdecken, also durchforstete ich die Wanderkarte nach einer alternativen Route. Glücklicherweise wurde ich schnell fündig. Der Plan führte uns auf einen kleinen Umweg, der uns zur Großvateraussicht brachte – was für ein Glück. Von dort oben hatten wir einen atemberaubenden Blick auf die Gemeinde Tissa und die umliegende Landschaft. Der Blick auf die sanften Hügel, die sich in die Ferne zogen, war klasse. Oft sind es die spontanen Entdeckungen, die uns immer wieder aufs Neue motivieren, die bekannten Wege zu verlassen und Neues zu erkunden.






Herbstfarben entlang der Straße
Die letzten Meter unseres Weges führten uns entlang der Landstraße zurück zum Auto, aber auch hier konnte ich mich kaum sattsehen. Es war, als ob der Herbst uns ein letztes grandioses Farbspektakel bot. Natürlich hielten wir an, um noch ein paar Fotos zu machen – schließlich wollte ich dieses prächtige Farbenspiel festhalten, bevor wir zum nächsten Ziel aufbrachen.



Nach diesen letzten Momenten setzten wir uns ins Auto und fuhren weiter Richtung Schneeberg. Doch bevor ich den ganzen Tag in einem einzigen Beitrag verpacke, dachte ich, ich lasse dir noch etwas Vorfreude übrig und teile die Wanderung zum Schneeberg in einem nächsten Beitrag. Ich hoffe, dir hat die kleine Wanderung zum Doggenturm in der Böhmischen Schweiz gefallen. Wenn du auch die Fortsetzung nicht verpassen möchtest, dann lass doch ein Abo da. So bist du immer auf dem Laufenden und verpasst keine spannenden Entdeckungen mehr.
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