Meine Herbstwanderung zu den Schrammsteinen liegt jetzt schon über ein Jahr zurück. Eigentlich wollte ich dir schon längst davon berichten, aber das Jahr 2023 hat mein Leben so ordentlich durcheinander gewirbelt, dass der Blog erstmal ganz hinten anstehen musste. Aber jetzt, endlich, habe ich Zeit und Lust, dir ein bisschen was von dieser Wanderung zu erzählen.
Aussicht an den Schrammsteinen
Also, wie immer, ging es früh los – viel zu früh, um genau zu sein. Der Plan? Ein Sonnenaufgang! Ich will die Spannung aber nicht unnötig hochhalten: Es war nicht der Sonnenaufgang, den man in einem National Geografic Magazin findet. Er war schlichtweg langweilig. Ein bisschen schüchtern blinzelte er hinter den Bäumen hervor, dann war auch schon wieder Schluss. Wir standen also kurz vor 7 Uhr oben an der Aussicht mit Blick zu den Schrammsteinen und froren uns den Allerwertesten ab. Eine gute halbe Stunde hielten wir es aus, bevor wir entschieden, weiterzulaufen. Doch zuerst zückten wir die Kameras, um wenigstens ein paar Bilder zu schießen. Hübsch war’s ja dennoch.






Der Wind blies uns ordentlich um die Nase, und bevor unsere Gesichter zu Eiszapfen wurden, haben wir uns der Natur ergeben und sind schnell wieder in den Wald geflüchtet. Ich hatte nämlich eine Aussicht auf Instagram entdeckt, die einfach zu schön war, um sie nicht auch mal selbst zu sehen. Denise wollte mir unbedingt zeigen, wo genau die war. Im Sommer hatte ich es schon mal mit Olli versucht, aber das endete in einer grandiosen Niederlage – wir haben direkt nach dem ersten Versuch aufgegeben und haben die Idee im Keim erstickt.




Als wir schließlich an der Aussicht ankamen, dachte ich mir nur: „Joar, das war jetzt wirklich nicht schwer zu finden.“ Keine Ahnung, warum wir das damals nicht auf die Reihe bekommen haben, aber eigentlich ist es auch total egal. Jetzt waren wir ja hier, die Sonne kämpfte sich langsam durch die Bäume und erwärmte den Wald. Also war es höchste Zeit für eine Tasse heißen Tee. Wir genossen die Aussicht, machten ein paar Fotos und ließen uns einfach von diesem entspannten Herbsttag verzaubern.






Der Weg zur Breiten Kluft
Der Weg zur Breiten Kluft war auf jeden Fall ein Traum – viel schöner als die Lichtstimmung, die uns später dort erwartete. Aber bevor ich dich mit der Aussicht überrasche, lass uns erstmal gemeinsam durch den schönsten Herbstwald spazieren. Überall am Wegesrand entdeckten wir winzige Pilze, die darauf warteten, von uns bemerkt zu werden. Die Sonnenstrahlen kämpften sich durch die bunten Baumkronen und zauberten eine magische Atmosphäre. So ein Wandertag, bei dem man einfach alles um sich herum genießen muss.
Natürlich wollten wir noch ein paar coole Portraits mit dem ganzen Laub machen, das wir wie wild in die Luft warfen. Aber naja, das war dann eher ein absoluter Reinfall. Wer hätte gedacht, dass Laub und ein gutes Foto nicht immer Hand in Hand gehen? Aber das Wichtigste war sowieso der Spaß und den hatten wir ohne Zweifel.








Ankunft Breite Kluft
Als wir an der Breiten Kluft ankamen, wurde das Licht so grell, dass es für meine Kamera eher ein Albtraum war. Die Aussicht war zwar immer noch schön, aber aus fotografischer Sicht wollte der Funke einfach nicht überspringen. Aber weißt du was? Das muss ja nicht immer sein. Statt uns über die Fotos zu ärgern, haben wir uns einfach entschlossen, das Frühstück in vollen Zügen zu genießen. Und dafür war die Aussicht perfekt Denn mal ehrlich, was gibt es besseres, als bei strahlendem Sonnenschein und dem besten Ausblick in aller Ruhe zu schlemmen? Da war es völlig egal, wie die Bilder ausfielen – Hauptsache, wir hatten Spaß und etwas im Bauch. Natürlich wartete ich immer auf einen Moment, wo die Sonne kurz hinter den Wolken verschwand und versuchte dennoch mein Glück. Aber ein Highlight wurde es nicht.




Zurück durch den Lattengrund
Der Weg zurück zum Auto war dafür umso schöner. Ich muss sagen, ich liebe diese schmalen Schluchten in der Sächsischen Schweiz. Sie haben immer etwas Magisches, vor allem, wenn der Boden und die Felsen von weichem Moos bedeckt sind. Aber auch das Waldstück davor hatte seinen ganz eigenen Charme. Die Sonne störte mich hier überhaupt nicht mehr. Im Gegenteil, sie tauchte alles in ein wunderschönes, warmes Licht und gab dem ganzen Pfad eine fast verträumte Atmosphäre. Es war, als ob der Wald noch ein Stück intensiver leuchtete und sich mit jedem Schritt noch ein kleines bisschen mehr öffnete.










Ich hoffe dir hat die Herbstwanderung zu den Schrammsteinen gefallen. Aber keine Sorge, das war noch lange nicht alles – ich habe noch einige weitere Herbstabenteuer für dich in petto. Im nächsten Beitrag geht’s direkt weiter und zwar auf den Schneeberg in der Böhmischen Schweiz. Der hatte einige Überraschungen für uns auf Lager. Wenn du das nicht verpassen willst, dann lass gern ein Abo da.
Wandbilder, Kalender 2025 und Poster gibt’s hier:

