Heute zeige ich dir den zweiten Teil unseres aufregenden Wandertages in der Böhmischen Schweiz. Nach dem gelungenen Auftakt am Doggenturm ging es für uns auf eine herbstliche Wanderung zum #210: Herbstliche Wanderung zum Hohen Schneeberg. Ich war besonders neugierig, da ich diesen Felsen noch nie besucht hatte und freute mich darauf, was uns auf diesem Teil der Tour erwarten würde.
Startpunkt Parkplatz Sněžník
Die ersten 900 Meter waren eher unspektakulär, da der Weg uns an der Straße entlangführte. Doch schon bald begann sich die Aussicht zu verändern und wir ahnten, was uns oben erwarten würde. Der Übergang zwischen Herbst und Winter war greifbar – eine Mischung aus frostigen Baumspitzen und den letzten leuchtenden Farben des Herbstes, die das Tal noch dominierten. Die Bäume am Berg waren von einer zarten Eisschicht überzogen, als ob der Winter bereits seine ersten Spuren hinterlassen hätte, während unten die goldenen Lärchen noch im Herbstglanz erstrahlten. Es war ein faszinierender Anblick, der uns sofort in seinen Bann zog.






Der Aufstieg zum Hohen Schneeberg
Der Weg führte uns durch einen richtig schönen Birkenwald – etwa einen halben Kilometer lang. Die Bäume standen eng beieinander und der Boden war komplett mit buntem Herbstlaub bedeckt. Wir mussten ständig anhalten, um die Stimmung mit der Kamera einzufangen, denn hier gab es einfach so viele tolle Momente. Der Weg selbst war super entspannt, fast schon gemütlich, und verging deshalb schneller, als wir dachten.




Rundwanderung auf dem Hohen Schneeberg
Oben angekommen, wurden wir von den frostbedeckten Bäumen empfangen, die wir schon vom Parkplatz aus gesehen hatten. Der faszinierende Mix aus Herbst und Winter – der kalte Frost auf den Baumspitzen und die letzten warmen Herbstfarben – hat mich sofort in den Bann gezogen. Bevor wir uns an der Aussicht erfreuen konnten, mussten wir uns erstmal ein wenig austoben und diesen einzigartigen Moment in vollen Zügen genießen.




Jetzt war es endlich Zeit, den atemberaubenden Weitblick zu bestaunen, der uns oben erwartete und den Schneeberg weiter zu erkunden. Direkt am Aussichtsturm gab’s einen kleinen Kiosk, der uns mit einem Grog versorgte. Zugegeben, der Geschmack war alles andere als ein Highlight, aber in der frostigen Kälte tat er gut und gab uns zumindest ein bisschen Wärme.






Die schönsten Herbstfarben
Zuerst hielten sich die Farben noch etwas zurück, aber dann kam der absolute Wow-Moment. Ein kräftiges Orange, so intensiv, dass ich einfach nur staunen konnte. Murphy, mit seinen leuchtenden Augen, passte perfekt in dieses Farbenspiel. Wenn ich heute an den Tag zurückdenke, merke ich, dass ich unbedingt in diesem Jahr wieder dort hoch muss. Wer also im Herbst auf der Suche nach richtig leuchtenden Farben ist, findet sie definitiv auf dem Schneeberg.








Wir schlenderten noch ein wenig durch die goldenen Herbstwälder, bevor wir uns langsam auf den Rückweg zum Auto machten. Es war der perfekte Abschluss einer großartigen Wanderung, die uns mal wieder gezeigt hat, wie vielseitig und beeindruckend die tschechische Natur ist. Tschechien hat noch so viele Ecken, die entdeckt werden wollen. Ich hoffe, dir hat die herbstliche Wanderung zum Hohen Schneeberg genauso gefallen wie mir. Und wie es immer so ist, wenn ein Abenteuer zu Ende geht, fragt man sich schon, was als nächstes kommt. Vielleicht ziehen wir ja zusammen noch einmal los – ein kurzer Abstecher zum Gamrig könnte ein guter Einstieg sein. Oder wie wäre es mit dem Jeschken? Der ist einfach magisch, besonders wenn der Nebel die Gipfel umhüllt ist. Ich bin gespannt, was du davon hältst.
Wandbilder, Kalender 2025 und Poster gibt’s hier:

