Neujahr – neues Abenteuer! Diesmal ging’s auf eine ganz besondere Mission: der legendäre Ještěd (auch Jeschken genannt) in Nordböhmen. Unser Plan? Oben übernachten und zum Sonnenaufgang das Nebelmeer unter uns festhalten. Klingt episch, oder? Das Zielfoto hatten wir schon im Kopf – jetzt mussten wir nur noch dort hochkommen. Wie die winterliche Wanderung auf dem Ještěd wirklich lief (Spoiler: Es gab eisige Überraschungen!), erzähle ich dir in diesem Beitrag.
Anreise zum Ještěd
Da mein Auto nur mit Allwetterlatschen unterwegs ist, überließen wir das Steuer lieber Denise – ihr Wagen hatte gerade erst einen Satz frische Winterreifen bekommen. Sicher ist sicher, denn wer weiß schon, was uns da oben erwartet? Ein paar Stunden später rollten wir den Jeschken hinauf, parkten das Auto direkt vor dem Hotel und checkten erstmal ein.


Wanderung durch den Wald
Kaum auf dem Zimmer, packte uns die Abenteuerlust – Zeit für eine entspannte Erkundungstour. Draußen erwartete uns ein frostiger Tag: Die Bergkuppe war zum Teil von einer zarten Eisschicht überzogen und hing komplett in den Wolken. Also mal sehen, was die Wanderwege so zu bieten hatten … oder ob wir überhaupt welche finden würden.




Wie du siehst, war das Wetter ganz nach meinem Geschmack: düster, neblig, geheimnisvoll – einfach eine geniale Atmosphäre. Auch wenn ich Schneereste auf Fotos meist nicht so prickelnd finde, passte hier alles zusammen. Die raue, mystische Stimmung machte das Gesamtpaket einfach stimmig – und genau das gefiel mir richtig gut.




Plan? Hatten wir nicht wirklich. Also Karte raus und einfach drauflos! Viel Zeit blieb uns allerdings nicht, denn im Winter wird’s ja schneller dunkel, als man „Nebelmeer“ sagen kann. Trotzdem wollte ich noch eine kleine Rundtour in meiner Outdoor-App planen und wurde fündig.




Aussicht am Červený Kámen
So landeten wir schließlich am Červený Kámen, auch bekannt als Rotstein. Klingt nach spektakulärer Aussicht, oder? Tja, denkste. Der Blick zum Berg blieb weiterhin ein gut gehütetes Geheimnis – der Nebel wollte einfach nicht weichen. Aber soll ich dir was sagen? Wir hatten leckeren Proviant am Start. Frisches Bananenbrot mit Blaubeeren, warmen Tee und leckere Schnittchen. Und wie es der Zufall manchmal so will, stand dort ein Tisch mit zwei Bänken. Schlemmerpause.






Gemütlich machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel. Während sich der Nebel im Wald allmählich verzog, blieb er oben auf dem Gipfel stur. Ob das wohl morgen früh mit dem Sonnenaufgang klappen würde? Ich war gespannt. Fürs Erste ließen wir den Abend entspannt ausklingen – mit einem köstlichen 3-Gänge-Menü, perfekt nach so einem winterlichen Tag.
Der geplante Sonnenaufgang
In der Nacht begann es plötzlich leicht zu schneien, begleitet von einem kräftigen Sturm. Die Temperaturen fielen weiter und meine Hoffnung auf ein spektakuläres Nebelmeer zum Sonnenaufgang schwand mit jeder Stunde. Und tatsächlich, das Nebelmeer war bestimmt irgendwo – aber nicht bei uns. Wir standen wieder mitten im Nebel drin. Der eisige Wind peitschte über den Gipfel, sodass wir nach dem Frühstück schnell entschieden: Wir machen uns lieber auf den Heimweg. Aber keine Sorge, wie es oben aussah, zeige ich dir noch. Es war definitiv wunderschön – nur eben saukalt und stürmisch.








Trotz des verwehrten Sonnenaufgangs war meine winterliche Wanderung auf den Ještěd ein voller Erfolg. Zwar blieb der erhoffte magische Moment des ersten Lichts aus – aber der Berg hat trotzdem viel zu bieten. Die schneebedeckten Pfade, die eisigen Stellen und die atemberaubende Aussicht auf die verschneite Landschaft haben den Aufstieg zu einem unvergesslichen Abenteuer gemacht. Dieser Berg ruft definitiv nach einer zweiten Entdeckungstour. Vielleicht dann bei strahlendem Sonnenschein und ohne die stürmischen Hürden des Winters. Wer weiß, mit etwas Glück gibt es dann auch eine Sicht, die den grandiosen Ausblick wirklich gerecht wird.
Im nächsten Beitrag nehme ich dich mit zu einem Sonnenaufgang, der besser geklappt hat. Ich verspreche dir, der Blick war episch! Willst du das nicht verpassen? Dann abonniere gern den Blog – es lohnt sich.
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Wirklich ein sehr mystischer Ort
War echt klasse dort oben.
Tolle Bilder einer faszinierenden Landschaft. Schade, dass es mit dem Sonnenaufgang nicht geklappt hat.
Vielleicht beim nächsten Mal ☺️ Vielen Dank 😊