#253: Zauberwald & Hintersee: Naturwunder und Bergpanorama in Ramsau

Vor gut zehn Jahren habe ich angefangen, mir die Fotografie selbst beizubringen. Seitdem schwirrten mir zwei ganz bestimmte Motive im Kopf herum: der berühmte einsame Baum auf seinem Felsen im Hintersee und das glasklare Wasser im Zauberwald in Berchtesgaden. Auf Instagram sieht man diese Bilder zwar unzählige Male – doch ich wollte unbedingt meine eigenen Versionen schaffen.

Auf unserem kleinen Bayern-Roadtrip war dieser Ort eines meiner absoluten Highlights, direkt neben der Zugspitze (aber dazu später mehr). Wir erwischten einen Morgen, an dem der Nebel zart zwischen den Gipfeln hing und die Sonne von den Wolken verschluckt wurde. Genau die Stimmung, die ich beim Fotografieren am liebsten habe. Der Tag könnte nicht besser starten.

Der Start: Ankunft auf dem Parkplatz am Hintersee

Eines der besten Dinge, wenn man schon bei Tagesanbruch startet: Du bekommst garantiert einen Parkplatz in der ersten Reihe. So auch an diesem Morgen. Neben uns standen nur eine Handvoll Autos – wobei ich mir gar nicht sicher bin, ob die meisten davon nicht einfach dort übernachtet hatten. Ich war jedenfalls unglaublich froh, dass wir den See und den angrenzenden Zauberwald ganz ohne Trubel erkunden konnten. Deshalb mein klarer Tipp an dich: Wenn du solche Sehnsuchtsorte abseits der Massen erleben willst, quäl dich früh aus dem Bett. Es lohnt sich jede Minute.

Idylle am Hintersee

Die ersten Meter bis zum berühmten Bäumchen legten wir zügig zurück. Denn irgendwie hatte ich im Hinterkopf diese leise Befürchtung, dass im nächsten Moment eine Horde Stativ-Fotografen aus dem Gebüsch springt und den besten Spot belagert. Versteh mich nicht falsch: Ich habe absolut nichts gegen Leute, die mit Stativ unterwegs sind. Aber leider habe ich in der Vergangenheit oft genug erlebt, wie manche Menschen glauben, ihnen gehöre die Natur allein – nicht besonders schön, aber leider die Realität. Fairerweise muss ich aber auch sagen, dass ich genauso oft tolle Begegnungen hatte, bei denen man sich gegenseitig Platz gemacht und die Ruhe gemeinsam genossen hat.

Natürlich trat nichts von all dem ein. Wir konnten den Morgen ganz alleine genießen – und Denise behielt wieder einmal recht. Sie konnte sich ein Schmunzeln über meine kleine Fotoparanoia natürlich nicht verkneifen.

Der traumhaft schöne Zauberwald

Direkt am Hintersee geht der Weg fließend in den Zauberwald über. Und ganz ehrlich: Der Name passt einfach perfekt. Durch einen uralten Felssturz liegt hier alles voll mit riesigen, bemoosten Steinen, durch die sich die Ramsauer Ache ihren Weg bahnt. Auch auf dieses Motiv hatte ich mich jahrelang gefreut. Das Wasser war so klar… wenn es nicht Herbst gewesen wäre, hätte ich definitiv meine Käsemauken reingehalten (und nein, natürlich habe ich keine stinkenden Füße).

Wir spazierten entspannt durch das Waldstück und blieben natürlich alle paar Meter stehen, um die Ramsauer Ache einzufangen. Uns begegnete auch auf diesem Stückchen Weg kaum eine Menschenseele. Schlechtes Wetter und früher Morgen ist einfach die beste Kombination, wenn man gemütlich durch die Natur streifen möchte. Das beste daran: Der Zauberwald hält absolut das, was die vielen Bilder im Internet versprechen.

Anreise, Wanderroute und Einkehrmöglichkeit

Fazit: Lohnt sich die Wanderung zum Hintersee und Zauberwald in Berchtesgaden?

Ein absolutes Ja. Manche Orte versprechen im Netz oft mehr, als sie halten – der Hintersee und der Zauberwald gehören definitiv nicht dazu. Für mich hat sich mit diesem Besuch ein jahrelanger Fototraum erfüllt. Wenn du die einmalige Stimmung, das glasklare Wasser und die absolute Ruhe ganz für dich allein genießen möchtest, lohnt sich das frühe Aufstehen doppelt. Wenn du also noch keine Idee für deinen nächsten Herbsturlaub hast, kann ich dir diese Region nur empfehlen.

Wenn dir diese Tour gefallen hat und du Lust auf weitere Wanderungen, Fotospots und Tipps aus der Praxis hast, dann abonnier gern meinen Blog. Für die Bildbearbeitung danach habe ich ebenfalls vorgesorgt: Meine Lightroom Presets sind für genau solche Outdoor-Momente gemacht. Vielleicht helfen sie auch dir weiter.

7 Kommentare

  1. Pingback:„Zauberwald und Hintersee …“/ „Wanderblende“ – Brücke 13 LEIT-SÄTZE

  2. Im Berchtesgadener Land habe ich mir damals 2020 den Bergvirus eingefangen, er hält sich tapfer. Ich komme von den Bergen einfach nicht los und habe noch sehr viel zu entdecken. Zuvor war ich immer ans Meer gefahren.

  3. War mal eins meiner Lieblingsziele. Wenn ich recht erinnere, hast Du auch schon das Klausbachtal hier verewigt. Die Gegend ist ein absolutes Highlight.

  4. Mein Kommentar scheint verloren gegangen zu sein. However, ein wunderbares Ziel. Wenn ich recht erinnere, bist Du auch durchs Klausbachtal gewandert. Irgendwann bin ich wieder dort. Beim „Auzinger“. Bier und Berge. 🙂

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