Die analoge Fotografie erlebt seit einigen Jahren ein großes Comeback. Wie du vielleicht schon weißt, hat auch mich das Fieber vor 2 Jahren erneut gepackt. Schnell wurde mir jedoch klar, dass die Filmpreise von Anfang der 2010er-Jahre keineswegs mehr der heutigen Realität entsprechen. Die Preissteigerung war schlichtweg ein Schock. Als ich schließlich von einer Kamera erfuhr, die statt der gewohnten 36 Bilder ganze 72 Aufnahmen auf einer Rolle festhält, stand mein Entschluss fest: Diese Kamera musste ich mir näher ansehen. In diesem Beitrag möchte ich dir die Pentax 17 in Kombination mit dem Kodak Gold 200 vorstellen.


Pentax 17 – optisch kein Highlight
Auf den ersten Blick wollte der Funke allerdings nicht recht überspringen. Ich liebe meine alten 35mm-Klassiker vor allem für ihre Haptik. Sie bestehen aus massivem Metall, liegen wertig in der Hand und versprühen diesen unverwechselbaren analogen Charme. Gleichzeitig reizte mich aber der Gedanke, endlich mal eine Kamera mit Garantie in den Händen zu halten.




Ich schaute mir unzählige YouTube-Videos an, doch die Meinungen gingen weit auseinander. Viele störten sich am Zonenfokus, dem Halbformat oder dem fest verbauten Objektiv. Für mich persönlich waren genau das jedoch die schlagkräftigsten Argumente: klein, leicht und fabrikneu. Ich dachte mir also: Was soll’s! Ich bestellte sie einfach, um mir selbst ein Bild zu machen.






Kodak Gold 200 – der günstige Testfilm
Für den ersten Test legte ich eine Rolle Kodak Gold 200 ein und suchte mir bewusst eine knifflige Kulisse aus. Einen grauen nebligen Tag mit etwas schwierigeren Lichtverhältnissen. Mein persönliches Ultimatum stand fest: Wenn sie hier liefert, hat sie sich ihren Platz bei mir verdient. Denn wie du weißt, ist das genau die Stimmung, bei der ich am liebsten unterwegs bin.






Die Ergebnisse
Und was soll ich sagen? Ich bin absolut begeistert von der kleinen Lady. Die Belichtungsautomatik leistet hervorragende Arbeit. Ich belichte meistens eine halbe Blendenstufe über, weil ich zu oft die Erfahrung gemacht habe, dass unterbelichtete Aufnahmen enttäuschen. Beim Scannen lässt sich ein zu helles Bild meist noch retten. Doch dunkle Schatten, in der Nacharbeit hochziehen, sieht schnell unschön aus.




Obwohl ich nach wie vor kein riesiger Fan des Zonenfokus bin, klappt das Zusammenspiel mit jeder Rolle Film besser. In der Praxis steht der Fokus bei mir ohnehin meist auf unendlich, was für die Landschaftsfotografie einfach ideal ist. Auch die Brennweite von 25 mm (umgerechnet etwa 37 mm im Kleinbildformat) reicht für meine Zwecke meist völlig aus. Natürlich gibt es Momente, in denen ich mir manchmal mehr Weitwinkel oder Tele wünsche… aber am Ende passe ich mich den Gegebenheiten an.


Was die Bildauflösung angeht, muss ich ehrlich gestehen: Ich tue mich schwer, überhaupt einen Unterschied zur Pentax ME zu erkennen. Nun bin ich ohnehin kein Pixelpieper – ich nutze die Scans in erster Linie für Social Media und meinen Blog. Aber selbst in gedruckter Form, etwa in einem Fotobuch, konnte ich bisher absolut nichts bemängeln.
Mein Fazit
Wie du siehst, habe ich den Kauf bis heute keine Sekunde bereut. Mittlerweile ist ein gutes halbes Jahr vergangen und locker 15 Rollen Film sind durchgeflossen. Ich bin nach wie vor überglücklich mit dieser kleinen Kamera. Sie durfte sogar mit in unseren großen Sommerurlaub ins Zillertal und ein paar Rollen Kodak Portra futtern. Bisher war ich zu geizig für den Porta, aber bei der doppelten Bildanzahl ist diese Filmreihe gar nicht sooo teuer.



Ich hoffe, ich konnte dir einen guten Eindruck von der Pentax 17, zusammen dem Kodak Gold, vermitteln. Falls auch du überlegst, das Halbformat zu testen, kann ich dir diese Kamera wärmstens empfehlen. Wenn du Lust hast, mich öfter auf analogen Fototouren und Wanderungen zu begleiten, trag dich gerne in den Newsletter ein.
Falls es dich nun selbst zur Bastei oder ins Elbsandsteingebirge zieht, dann schau dir gerne meinen Wanderführer an. Dort habe ich meine liebsten Routen und Ausblicke für dich zusammengefasst.

