An diesem verregneten Freitag entschied ich mich nach der Arbeit für ein kleines Abenteuer im Felsenlabyrinth Langenhennersdorf in der Sächsischen Schweiz. Schon ewig stand der Spot auf meiner To-Do-Liste, aber irgendwie wollte es bisher nie passen. Doch heute? Perfektes Schmuddelwetter! Genau mein Ding, denn so ein bisschen Nässe bedeutet meistens auch weniger Menschenmassen. Und mal ehrlich: In der Natur unterwegs sein, wenn es leer ist, das ist doch das schönste.




Auf ins feuchtfröhliche Abenteuer
Los ging es am Parkplatz, erst noch gemütlich durch dichten Wald, bis der Weg langsam etwas breiter wurde. Aber das hielt nicht lang an. Auf der Karte hatte ich nämlich einen kleinen Pfad entdeckt, der direkt zu einem Felsen führen sollte. Cool, dachte ich mir, da gibt’s bestimmt eine hübsche Aussicht. Der Regen wurde immer intensiver und der Pfad verwilderte zusehends. Klar, ich steh ja total drauf, wenn es ein bisschen wild wird, aber bei so einem Wetter ist das nochmal eine ganz andere Challenge. In einem Film hätte jetzt garantiert jemand gesagt: „Ich kenn da ’ne Abkürzung.“ Aber ich heiße ja nicht Schreck. Wenn ich mir was in den Kopf gesetzt hab, dann zieh ich das durch – egal, ob Regen, Matsch oder Dornenbusch.



Nach etwa 30 Minuten war ich nass bis auf den Schlüppi. Ich kämpfte mich weiter durch das Dickicht, matschig, durchnässt, aber voller Energie. Und wenig später stand ich laut Karte vor dem Felsen, an dem ich mir diese mega Aussicht versprochen hatte. Tja und die Aussicht? Naja, die gab es jetzt irgendwie doch nicht. Null, Nada, niente. Statt Panorama gab es dichtes Grün und etwas Nebel. Doch genau das macht solche Abenteuer aus. Nicht die perfekte Postkarten-Kulisse, sondern die Geschichten, die man später mit einem Grinsen erzählt.

Kann man mal machen, würde ich jetzt aber nicht unbedingt weiterempfehlen. Shit happens eben. Immerhin habe ich jetzt eine Story, die ich erzählen kann. Und das ist doch auch was wert, oder? Direkt von dort aus ging es weiter zum Bernhardstein. Laut App war dort zumindest eine offizielle Aussicht eingezeichnet, dort könnte ich mehr Glück haben. Der Weg dorthin war jedenfalls um Welten besser.



Panoramablick Bernhardstein
Am Bernhardstein angekommen war es mit der Aussicht wieder etwas schwierig. Es regnete fröhlich weiter und alles lag in dichtem Dunst – von Panorama also keine Spur. Aber ich habe dir zumindest ein Foto von der Infotafel mitgebracht. Da sieht man, was theoretisch zu sehen gewesen wäre. Zum Glück war ich an diesem Tag nicht wegen den Aussichten hier. Ich wollte endlich ins Felsenlabyrinth. Also keine Zeit verlieren, weiter geht’s.


Im Felsenlabyrinth Langenhennersdorf
Als ich endlich im Labyrinth ankam, wurde es richtig ungemütlich. Der Regen legte noch eine ordentliche Schippe drauf. So heftig, dass ich erstmal Schutz suchen musste. Ich war zwar eh schon klatschnass, aber irgendwo hört der Spaß ja auch auf. Also kurz Pause, tief durchatmen und den Regen prasseln lassen. Zum Glück hatte der Wettergott ein Einsehen: Nach etwa 15 Minuten ließ der Schauer nach und ich konnte weiterlaufen. Doch zu viel will ich dir vom Felsenlabyrinth gar nicht zeigen. Ein bisschen Überraschung muss sein, oder? Denn glaub mir: Der Ort hat seine ganz eigene Magie, die du am besten selbst entdeckst.








Die versteckte grüne Oase
Ich schaue ja vorher immer gern auf die Karte, einfach um zu checken, was es drumherum noch so zu entdecken gibt. Und genau das hat sich auch diesmal wieder gelohnt: Nachdem ich das Labyrinth erkundet hatte, wollte ich diesen regnerischen Tag noch nicht beenden. Daher entschied ich mich, weiter zu laufen und entdeckte einen wunderschönen Märchenwald. Dieser Teil war mein kleines Highlight für diesen Tag. Wie ich es liebe, wenn man durch Zufall auf solche wunderschönen Pfade stößt. Da springt mein kleines Fotografenherz vor Freude fast aus der Brust.








Und so endete mein kleines, nasses und absolut lohnenswertes Abenteuer im Felsenlabyrinth Langenhennersdorf. Kein Postkartenwetter, keine spektakuläre Aussicht , aber dafür überraschende Pfade und genau die Art von Erlebnissen, die hängen bleiben. Manchmal sind es eben nicht die perfekt geplanten Highlights, sondern die kleinen Zufallsmomente, die einen Tag besonders machen. Und genau deshalb liebe ich solche Touren, weil sie immer wieder anders sind.
Wenn du keine neuen Geschichten, Touren oder Fotospots verpassen willst, dann abonnier gern meinen Blog. Ich freu mich, wenn du auch beim nächsten Mal wieder mit am Start bist. Man munkelt, es könnte in die Dolomiten gehen. Vielleicht interessiert dich die Gegend ja ebenso sehr, wie mich.
Hast du Lust, noch mehr von der Sächsischen Schweiz zu entdecken? Wenn dir diese mystische Tour gefallen hat, findest du in meinem Wanderführer viele weitere Geheimtipps für die schönsten Ecken der Region. Und wenn du deine eigenen Fotos in Szene setzen möchtest, schau dir gern mal meine Lightroom Presets an – so holst du noch mehr aus deinen Bildern raus.


Wow was für wunderschöne Bilder! Klasse gemacht!
Danke, das freut mich 🥰