#204: Wunderschöne Hölle im Frankenwald

Anzeige || Die wohl schönste Jahreszeit ist endlich da und ich könnte nicht glücklicher sein. Draußen glühen die Bäume in Gelb, Orange und Rot. Drinnen wartet heiße Schokolade oder Tee. Mit einer Decke und einem Buch auf der Couch, gibt es kaum etwas Besseres. Der Herbst hat alles im Gepäck: goldene Wälder, mystische Nebelschwaden und natürlich das Sammeln von Kastanien. In diesem Beitrag nehme ich dich mit an einen fast schon „teuflisch“ schönen Ort: die wunderschöne Hölle im Frankenwald. Also, mach’s dir gemütlich und tauch mit mir ab in diesen herbstlichen Zauber!

Der ehemalige Naturlehrpfad Höllental

Über Jahre bin ich ahnungslos am Frankenwald vorbeigefahren, nur um schließlich festzustellen, was ich alles verpasst habe. Der ehemalige Naturlehrpfad im Höllental war mein erstes Ziel und der perfekte Auftakt für mein langes Wochenende. Die 2,7 Kilometer Rundweg klingen kurz, aber glaub mir: Dieser Spaziergang hat’s in sich! Allein die hölzerne Treppe, die sich den Hügel hinauf schlängelt, war sowas von fotogen. Schnell wurde mir klar, das musste ein guter Tag werden.

Am Weg entlang stapfte ich Richtung „Rebecca Stollen“. Mitten im herbstlichen Blättermeer und dem intensiven Waldduft dachte ich an die Serie Dark, als ich dort ankam – frag mich nicht, warum. Noch ein bisschen Nebel und es wäre perfekt gewesen. Der Stollen war zwar verschlossen, aber der Eingang, eingerahmt von bunten Blättern, sah einfach so mystisch aus, dass ich kurz stehen bleiben musste.

Ich war von den Farben so verzaubert, dass meine Kamera praktisch von selbst klickte. Doch das eigentliche Highlight wartete noch auf mich: eine Holzbrücke, die wie aus dem Nichts im Höllental auftauchte. Ein Traum für Langzeitbelichtungen – oder einfach für alle, die Herbstfarben lieben. An dieser Brücke könnte ich ewig verweilen.

Spontan zum Hirschsprung

Eigentlich wollte ich zurück ins Hotel, aber die Aussicht am „Hirschsprung“ lachte mich auf der Karte an. Spontan entschloss ich mich für die drei Kilometer extra. Ich bin also direkt mit dem Auto hin und die Überraschung: ein Parkplatz ohne Gebühren! Sehr geil, gerade heutzutage nicht selbstverständlich.

Der Weg zum Hirschsprung begann zuerst relativ einfach, aber die Höhenmeter ließen schon erahnen, was auf mich wartete. Nach einem kurzen Abschnitt mit Trittsicherheits-Hinweis ging es steil bergab. Der Lohn? Eine atemberaubende Aussicht ins Tal und der Hirsch, der dort wie ein Denkmal wacht – was für ein starkes Fotomotiv.

Die letzten Meter zurück waren ein wenig abenteuerlich: Ich bahnte mir den Weg durch kopfhohes, naja, Unkraut? Ich hab echt keinen grünen Daumen, also sieh’s mir nach, falls es keines war! Aber auch das gehört irgendwie zum Herbstabenteuer und es war jede Mühe wert.

Rundwanderung Höllental

Am nächsten Morgen begrüßte mich meine Unterkunft, die Villa Siegfried, mit einem mega Frühstück. Wenn du in der Gegend bist, mach hier einen Stopp, denn das Frühstück ist wirklich der Hammer!

Gestärkt startete ich meine neun kilometerlange Rundwanderung, die an der Burgruine in Lichtenberg losging. Der Weg schlängelte sich erst sanft abwärts, und eine kleine Holzbrücke führte mich mitten in einen Traum von einem Herbstwald.

Die Blätter rauschten im Wind und der kleine Bach plätscherte. Hier musste erstmal tief durchatmen und war direkt im Waldbaden-Modus. Also zückte ich meine Kamera los ging’s. Unzählige Details warteten auf mich.

Felsenpfad und der „Teufelsteg“ 

Nach einigen entspannten Kilometern führte der Weg steil bergauf. Der Felsenpfad belohnte den Aufstieg mit atemberaubenden Ausblicken ins Höllental und auf die Basaltsäulen. Perfekt für eine kleine „Verschnaufpause“. Der Vorteil des Fotografierens: Du kannst sagen, du bist beschäftigt, während du heimlich nach Luft schnappst. Ich war diesmal aber alleine unterwegs, hat also keiner gemerkt.

Als es dann wieder abwärts ging, lag meine neue Lieblingsbrücke vor mir: der „Teufelsteg“. Eigentlich hatte ich am Vortag schon genug Brückenfotos gemacht, aber die war einfach zu schön. Langsam ging ich über sie drüber, genoss das herbstliche Schauspiel und dachte mir, wenn das kein perfekter Wandertag ist, dann weiß ich auch nicht.

Entspannt lief ich meinem nächsten Highlight entgegen, ohne zu wissen, das noch eins auf mich warten würde. Schau dir einfach diese kleine Brücke an, zusammen mir den bunten Herbstfarben konnte ich mich hier nicht satt sehen. Was für ein Fotomotiv.

Über den Röhrensteig ließ ich den Tag gemütlich ausklingen, bis die letzten drei Kilometer nochmal herausfordernd wurden. Der Weg führte zurück zur Burgruine und nach dem Aufstieg freute ich mich riesig auf eine Pause. Das Gefühl, zurück am Auto zu sein, tat meinen Beinen sehr gut. Für mich gab’s im Anschluss eine leckere Pasta beim Italiener, um mich anschließend auf den nächsten Tag vorzubereiten.

So, das war der erste Teil meines herbstlichen Wanderwochenendes im Frankenwald. Alle drei Touren findest du übrigens auch zum Nachwandern auf Outdooractive. Ich hoffe, dir hat die wunderschöne Hölle im Frankenwald genauso gut gefallen wie mir. Alle weiteren touristischen Informationen findest du hier:

Im nächsten Beitrag geht’s ins Steinachtal und zur Schwedenschanze. Das Wetter war einfach grandios. Wenn du es nicht verpassen willst, lass gern ein Abo da!

6 Kommentare

  1. Ach ist das schön dort und die Fotos wieder ein Traum, ein wunderschön herbstlicher Traum.
    Kein Wunder das Dir diese Jahreszeit so gut gefällt, sie macht einfach etwas mit einem und ist einfach ein Zauber.
    Vielen Dank für diese tolle Reise, die Eindrücke und Tipps.
    Viele liebe Grüße A.

  2. Einfach nur beeindruckend, was die Natur im Herbst für Schönheit bietet und der Mensch (also Du) fotografisch daraus macht! Grandiose Eindrücke! Danke!!!

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