Wie immer war ich auf der Suche nach einer neuen Location, die ich noch nicht kannte. Da mir die Wanderung in Cunnersdorf so gut gefiel, schnappte ich mir meine Wanderkarten und stöberte ein wenig herum. Schnell wurde ich fündig und entschied mich, die Region um den Lampertsstein näher zu erkunden. Ruckzuck war eine Route geplant und die Rundwanderung vom Lampertsstein zum Katzstein konnte starten.
Der Morgen versprach wenig Nebel und kein Licht, zumindest laut Wettervorhersage. Als ich gemeinsam mit Denise und dem treuen Vierbeiner Murphy zum Lampertsstein fuhr, sahen wir auf der anderen Elbseite den Lilienstein und dahinter die Farben im Himmel. Meine gute Laune war nun futsch. Zumindest bei mir kurz. Denise musste den Brocken etwas länger verdauen. Der Himmel war lila-pink eingefärbt und rund um den Lilienstein gab es ein Nebelmeer. Ja, das war genau die Stimmung, die wir immer haben wollten und wir saßen im Auto, um eine Runde durch den Wald zu laufen. Ärgerlich, aber in meinen Augen halb so wild. Ich denke, wenn ich Denise heute (ein halbes Jahr später) fragen würde, ob sie sich immer noch ärgert… ich schätze, ein kleines Ja würde ihre Kehle verlassen.
Ankunft Bielatal
Gemeinsam starteten wir vom Wanderparkplatz und ich musste die ganze Zeit etwas schmunzeln, wie sehr es sie ärgerte, dass wir den Sonnenaufgang verpasst hatten. Ich versuchte sie aufzumuntern, indem ich erklärte, dass es definitiv nicht so geil gewesen wäre, wenn wir uns für den Lilienstein entschieden hätten. Warum? Weil ich mit diesem Felsen auf Kriegsfuß stehe. Ein einziges Mal hatte ich dort oben bisher Glück und bekam Nebel. Aber ansonsten bin ich jedes Mal hochgelaufen und war am Ende unzufrieden. Kein Licht, zu viel Wind, der den Nebel verschwinden lies, oder einfach nur falsche Zeit, falscher Ort.
Aber sei’s drum, jetzt waren wir im Bielatal. Ich war gespannt, was uns hier erwartet. Das Tal hat seinen ganz eigenen Charme und vielleicht erleben wir einen dieser unvergesslichen Momente, die einem wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Die Vögel zwitscherten und die frische Luft tat uns gut. Was will man mehr.




Bereits nach den ersten Hundert Metern war ich voll in meinem Element. Der Wald war einfach der Hammer. Riesiger Farn, üppiges Grün und schmale Pfade – alles, was mein Fotografenherz begehrt. Oh, das war vielleicht ein Augenschmaus, das kann ich dir sagen. Aber ich zeige dir am besten erstmal ein paar Bilder, die sprechen mal wieder für sich.




Aussicht am Lampertsstein
Die Aussicht war gar nicht mal so doof wie gedacht. Zumindest hingen ein paar Nebelschwaden im Tal und es gab genügend Felsen, die man ablichten konnte. Von hier aus hast du eine gute Sicht auf folgende: Lilienstein, Königstein, Pfaffenstein, Gohrisch und Papststein. Wenn ich das so lese, müsste ich eigentlich mal gucken, wo dort die Sonne auf- und untergeht. Vielleicht könnte man da ja etwas Cooles starten, anstrengend war der Weg zumindest nicht. Gerade zum Sonnenaufgang ist das immer praktisch, wenn man schnell zur Aussicht kommt.








Denise hatte leider nur am Morgen Zeit, da sie vormittags schon auf Arbeit musste. Deshalb plante ich die Tour so, dass wir eine kleine Runde gemeinsam drehen konnten, bevor ich allein weiter zum Katzstein wanderte. Beim letzten Mal hatte ich mir mehr Wolken gewünscht, und heute waren sie endlich da – das musste ich direkt ausnutzen. Die Grüntöne im Wald waren jedenfalls schon mal ein voller Erfolg. Ach, ich liebs einfach, wenn der Wald nass ist.






Auf dem Weg zum Katzstein
Die schmalen Pfade in der Ecke sind ein Traum. Was ich happy war, das kann ich dir sagen. Ich konnte mich kaum von meiner Kamera lösen und entdeckte immer mehr Details. So gern wie ich zu zweit oder zu dritt in der Natur unterwegs bin, so gern genieße ich auch die Zeit für mich alleine. Meist bin ich dadurch konzentrierter und entdecke immer mehr. Teilweise ist es dann wie ein Rausch und ich hänge stundenlang an einem Ort fest (übertrieben gesagt).






Wald, Wald und noch mehr Wald
Tja, was soll ich sagen, es war sehr waldig an diesem Tag. Ich habe in der Sächsischen Schweiz ja nun schon echt viel gesehen und bin auch viele Pfade entlang gewandert, aber die Ecke hier hat es mir besonders angetan. Hier gab es so viele Grüntöne, dass es fast surreal wirkte. Genau so muss das an einem verregneten Tag aussehen.
Die Natur präsentierte sich von ihrer schönsten Seite: Tropfen auf den Blättern, glitzernde Spinnweben und ein frischer Duft lag in der Luft. Es sind genau diese Tage, an denen man die Natur in ihrer vollen Pracht erlebt und merkt, wie wenig es braucht, um glücklich zu sein. Einfach herrlich!






Ankunft Katzstein
Mein Bauch knurrte zwar ohne Ende, doch ich wollte die Katze auf dem Felsen unbedingt ohne Sonne fotografieren. Ja, es war eine geschlossene Wolkendecke und ja, die Chance war äußerst gering, dass das passieren würde. Aber lieber man hat, als man hätte. Der Katzstein zählt übrigens zu den kleinsten Aussichten der Sächsischen Schweiz.






Über den Signalstein zurück zum Auto
Ein weiterer Aussichtspunkt auf dem Weg war die Weitsicht am Signalstein. An diesem Tag war sie jedoch nicht sehr gut, weshalb ich euch die Bilder lieber erspare. Aber das ist ja nicht schlimm. Beim letzten Mal konnte ich euch etwas mehr zeigen, schaut gern mal rein. Ich konzertierte mich einfach weiter auf die vielen verschiedenen Grüntöne und war nach wie vor in meinem Element.






Wie sagt man so schön: Das beste kommt zum Schluss. Und genau aus diesem Grund habe ich mir mein Lieblingswaldstück bis zum Ende aufgehoben. Wie du sicherlich weißt, gefällt es mir am allerbesten im Wald (und wenn nicht, weißt du es spätestens jetzt). Es ist, als würde man in eine andere Welt eintauchen, in der die Hektik des Alltags keine Rolle spielt. Hier kann ich stundenlang herum bummeln, die Natur genießen und neue Energie tanken. Ein perfekter Abschluss für einen entspannten Tag im Grünen!






Auf dem Weg zurück zum Auto
Die letzten Kilometer führten mich durch Farn bewachsene Pfade. Ich war Petrus dankbar, dass er mir ein wenig Regen für den Tag schenkte. Ich war so happy. In der Gegend war ich auf jeden Fall nicht das letzte Mal.




Ich hoffe, du hast die kleine Rundwanderung vom Lampertsstein zum Katzstein genauso sehr genossen wie ich. Vielleicht hast du ja Lust, dir deine Wanderschuhe zu schnappen und die Runde nachzulaufen. Auf der nächsten Tour nehme ich dich mit zur Bastei. Gemeinsam mit meiner Lieblingskollegin ging es auf eine etwas größere Wanderung, unter anderem durch den Uttewalder Grund. Wenn du das nicht verpassen willst, abonniere gern meinen Blog.
Unzählige Wandbilder, Kalender und Poster gibt’s hier:


Absolut zauberhaft, das topt doch alles!
So lieb, ich danke dir ☺️
Einfach traumhaft 😊 Die mystische Stimmung der Wälder transportierst du perfekt über deine Bilder 👍
So lieb, das freut mich sehr. Ich danke dir.