#196: Wanderung durch die Schwedenlöcher

Ich wünsche dir ein gesundes neues Jahr. Seit einiger Zeit ist es etwas ruhiger im Blog und auf Instagram geworden, da es im Privatleben einige Turbulenzen gab. Der Kopf war voll und die Muse zum Schreiben äußerst gering. Doch nun geht es wieder bergauf. Aus diesem Grund dachte ich mir, ich nehme dich in den nächsten Beiträgen mit auf ein paar Wanderungen der letzten Monate. Denn auch wenn ich sehr schreibfaul war, die Kamera hat mir geholfen, den Kopf freizubekommen. Es liegen also locker zehn bis zwanzig Touren in meinem Archiv. Wundere dich also nicht, dass die Jahreszeiten hier etwas hinterherhängen. Je nach Lust und Laune wird einiges in nächster Zeit veröffentlicht. Vermutlich mit etwas weniger Text, dafür mit mehr Bildern. Ich muss glaube erstmal wieder ins Schreiben zurückfinden. 😅 Los geht’s für den Anfang mit einer kleinen Wanderung durch die Schwedenlöcher.

Startpunkt Parkplatz Bastei

Ende Juli, 05:00 Uhr: Ein großer Nachteil im Sommer ist das frühe Aufstehen. Was hänge ich da immer durch. Umso besser ist es, wenn es grau und nass wird. Jaaa ich weiß, ich fotografiere bei solchem Wetter eh lieber, aber man kann auch ein paar Minuten länger schlafen. Ich finde das hat alles Vorteile. Relativ grau war es zwar an dem Tag, aber von Regen weit und breit keine Spur. Eigentlich wollte ich mit Denise nicht zur Basteibrücke, aber wenn man einmal die Parkplatzkosten investiert, nimmt man die Aussicht mit. Aus fotografischer Sicht war es allerdings mehr als langweilig.

Herrliches Grün in den Schwedenlöchern

Dafür war es in den Schwedenlöcher umso schöner. Satte Grünfarben, wie ich es erwartet hatte. Klar, ein wenig Dunst wäre perfekt gewesen, aber ich will mich nicht beschweren. Ich laufe die Schwedenlöcher übrigens generell nach unten und am Ende des Amselsees wieder nach oben. Wenn du dich für eine Wanderung durch die Schwedenlöcher entscheidest, legst du circa 160 Höhenmeter und 700 Stufen zurück. Der andere Weg ist nicht wesentlich leichter, aber es fühlt sich nicht ganz so anstrengend an, da es meiner Meinung nach weniger Stufen sein müssten. Überleg dir daher genau, wie rum du die Runde läufst.

Ich persönlich mag den mittleren Teil der Wanderung am liebsten. Für Fotografen ist das ein kleines Paradies. Die Treppen, die sich durch die moosbedeckte Felsenschlucht schlängeln, sind ein Traum. Links und rechts tummelt sich das Blattgrün, es herrscht eine wundervolle Stille. Mehr kann ich dazu gar nicht sagen, ich komme da aus dem Staunen nur schwer raus.

Frühstück am Amselsee

Die restlichen Meter bis zum Amselsee führen über unzählige weitere Stufen, bis am Ende eine kleine Brücke wartet. Rechter Hand geht es dann zum Wasser, die perfekte Zeit für ein kleines Frühstück am See. Denn der Magen hing langsam aber sicher in der Kniekehle. An so einem Ort schmeckt das Essen gleich viel besser. Die Bank am Wasser war zwar etwas schief und für meine Köpergröße mächtig hoch, aber man kann auch mal im Stehen essen. Dann rutscht es besser runter.

Wir kamen genau zur richtigen Zeit am See an, denn so langsam kämpfte sich die Sonne immer weiter durch. Beim Essen stört mich das überhaupt nicht, aber fototechnisch entschied ich mich dazu, die Kamera im Rucksack zu verstauen. Ist ja nicht so, dass ich auch einfach gern die Natur genieße und nebenbei ein paar schöne Gespräche führe. Im Anschluss bestritten wir den Rückweg über den Basteiweg hoch zur Basteibrücke. Mit einem puterroten Kopf gabs oben angekommen direkt einen weiteren kleinen Snack in Form eines Carazzas – ich liebe dieses Zeug, seit meiner Jugend…. ja auch wenn das ungesund ist. 😄

Ich hoffe, dir hat die Wanderung durch die Schwedenlöcher genauso gut gefallen, wie mir. Beim nächsten Mal geht’s auf den Gohrisch. Endlich haben wir hier eine richtig schöne Nebelsuppe erwischt, so wie ich mir das seit Jahren gewünscht hatte. Mitgebracht habe ich über 200 Bilder und ein paar davon zeige ich dir im nächsten Beitrag. Wenn du auch Bock drauf hast, lass gern ein Abo da und ich gebe dir Bescheid, wenn der Beitrag online ist.

Unzählige Wandbilder, Kalender und Poster gibt’s hier:

12 Kommentare

  1. Lese deinen Beitrag jetzt gerade im.Zug bei meiner Rückreise aus Rathen. Ich bin heute auch die Schwedenlöcher gelaufen und freue mich grad über deine tolle Aufnahmen. :-)) Und: Stehe auch total auf Carazza, war immer Ferien- und Schwimmbad-Snack

  2. Sagenhaft düster-schön und bizarr. Wieder muß ich an „Rübezahl“ und andere Bergriesen denken.

  3. Eine wundervolle Wanderung – habe sie im Oktober selbst genossen! Und fantastische Fotis machen können! Ein Paradies der Naturtöne!

  4. Schöne Bilder aus der sächsischen Schweiz. Ich bin da auch immer wieder gern unterwegs gewesen. Die Schwedenlöcher sind immer wieder ein echter Hammer. Leider kann ich nicht so gut fotografieren wie du – dazu reicht meine eher geringe Sehkraft nicht.

  5. Auch für Sue Christiane, alles gute für 2024 !!!
    Es versteht sich von selbst, dass mich die Bilder der Schwedenlöcher sehr angesprochen haben. Die Region fasziniert mich immer noch, genau wie alle Fotoserien, die du bisher dort gemacht hast. Vielen Dank 🙂
    Rudi

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