#153: Nebelmeer auf dem Lilienstein

Lesezeit: ca. 3 Minuten

Ich weiß gar nicht, wie viele Versuche ich gestartet habe, um ein Nebelmeer auf dem Lilienstein zum Sonnenaufgang zu erwischen. Ich glaube, das hier war der dritte oder vierte. 98-100 % Luftfeuchtigkeit wurde vorhergesagt. Eigentlich hätte der Berg komplett im Nebel verschwinden müssen, aber seht selbst. Den letzten Versuch könnt ihr euch hier ansehen. Die Bilder in diesem Beitrag gibt’s auf Wunsch auch für eure Wände.

Ankunft Lilienstein:

Ich fuhr mit Sven spätabends los. Schlafen ging eh nicht und so konnten wir vor Ort noch etwas die Augen zu machen. Auch Robert zog es an diesem Tag zum Lilienstein, der sich ebenfalls ein Nebelmeer erhoffte. Gegen 05:00 Uhr liefen wir am Lilienstein nach oben und was wir sahen, ging mir ordentlich auf die Nerven – ich musste den Nebel suchen und am Horizont breitete sich ein Wolkenband aus. Na super, da fährst du schon zum Sonnenaufgang her und dann das. Doch was habe ich in der Vergangenheit oft genug gelernt: Abwarten.

Roberts Gesicht sprach Bände, genau wie meines. Sven ist, was das Thema Wetter betrifft, etwas entspannter. Ich hingehen musste immer wieder an mein Bett denken und die Spritkosten, die ich verballert hatte. Nun gut, fangen wir einfach mal an, die Motive zu jagen. Und tatsächlich hatte ich ein paar gefunden, die meine Motivation wieder etwas steigerten.

Kleine Nebelbänke:

Vereinzelte Stellen im Tal munterten mich auf. Bäume im Nebel gehen einfach immer, auch wenn es noch mächtig dunkel war. Wenig später hellte sich dann der Horizont auf und bekam einen schönen Farbtupfer. Und als die Sonne weiter nach oben kletterte, wurde es für einen kurzen Moment doch noch richtig schön.

Dieser Moment war allerdings nach circa 30 Minuten wieder vorbei. Und genau dann, als die Sonne schon zu weit oben stand, kam die Nebelsuppe… tja, grelle Sonne und viel Nebel ist eine richtige besch****** Kombination. Der Grund: Das ganze Bild überstrahlt mächtig. Egal wohin man schaut, es war zu hell. Und ja, das ist meckern auf ganz hohem Niveau. Ich hatte noch versucht, dass ein oder andere Bild einzufangen, aber schön war es nicht mehr. Haken an die Runde, ein paar Bilder waren ja trotzdem im Kasten.

Danach quatschten wir nur noch ein bisschen und fuhren im Anschluss wieder nach Hause. So ganz zufrieden war ich zwar nicht, aber ich hatte mein Zielfoto, die Wetterkiefer zum Sonnenaufgang, trotzdem erreicht. Es kann halt nicht immer Touren geben, wo die perfekte Stimmung stundenlang anhält.

Beim nächsten Mal geht’s wieder ins Vogtland, um genau zu sein, zum Vogtlandsee. Der Stand im „Sommer“ nämlich auch noch auf meiner Liste. Wenn ihr mitkommen wollt, könnt ihr hier gern meinen Blog abonnieren.

17 Kommentare zu „#153: Nebelmeer auf dem Lilienstein“

  1. Was du nur immer hast, ist doch eine super Stimmung!
    Mit welchem Objektiv hast du das Foto mit dem Falkenstein (heißt der glaub ich) aufgenommen? Ich suche nämlich mal noch ein Tele für meine 6500.

    1. Danke ☺️ Wenn es zu hell ist, ist das immer nicht so mein Geschmack. Deswegen war der Tag ziemlich schwierig für mich 😅 Den habe ich mit dem 100-400 mm von Sigma aufgenommen, kann ich nur empfehlen die Linse 😊

  2. Einfach herrlich, Deine Bilder, die immer wieder meisterlich zeigen, wie wunderbar unser Planet ist. Ich habe übrigens im September die Bestellung von drei Kalendern bekommen und freue mich schon jetzt darauf, zwei davon zu verschenken! Liebe Grüsse, Elisa

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