10 Fragen an Denis Helbig

Lesezeit: ca. 3 Minuten

Alle Bilder von Denis findet ihr auf seinem Instagram-Profil: _talfahrt

Für alle, die dich nicht kennen: Wer bist du, wo kommst du her und wie bist du dort gelandet, wo du jetzt bist?

Ich bin der Denis aus Köln , bin 36 Jahre jung und dank des ständigen Supportes meiner Follower kann ich derzeit mein Hobby als „Beruf“ bezeichnen.

Hast du den Beruf Fotograf gelernt, oder dir alles im Selbststudium beigebracht?

Die Fotografie und Bildbearbeitung habe ich mir autodidaktisch beigebracht. Es ist ein stetiger Prozess in welchem ich mich immer weiter entwickle und heute noch viel dazu lerne. Als ursprünglich gelernter Optiker kenne ich mich mit der Thematik Linsensysteme, Brennweiten und dem technischen Verständnis natürlich aus. Dass hat mir auch sehr weitergeholfen.

Wie bereitest du dich auf eine Reise vor, was nimmst du alles mit?

Früher habe ich jeden Roadtrip, jede Reise akribisch bis ins kleinste Detail geplant. Mittlerweile erstelle ich nur noch grobe Routen und lass die Reise auf mich zukommen und einwirken. Es passieren so viele unvorhersehbare Dinge und Situationen die man im Vorfeld nicht beeinflussen kann. Seitdem ich spontaner reise, reise ich entspannter. Auf keinen Fall darf meine Regenjacke, Regenhose und Wanderstiefel fehlen. Manchmal ist es auch ganz schön, die Kamera nicht dabei zu haben und stressfrei ohne Druck genießen zu können.

Was findest du besser: Wanderungen an sonnigen oder grauen Tagen?

Die grauen Tage gefallen mir persönlich besser. Es ergeben sich oftmals auf Fotos dramatische und spannende Lichtstimmungen. Ich bin leider auch kein Sonnenanbeter und mich verschlägt es daher gerne in den hohen Norden.

Welchen Ort den du bisher erkundet hast, findest du am schönsten – was sind die Gründe?

Schwere Frage denn alle meine bisherig bereisten Länder waren spektakulär. Wenn ich Favoriten nennen müsste wäre es:

  • Die Zugspitze rauf und runter wandern- egal von welcher Seite, es war eines meiner schönsten Dinge die ich je tat.
  • Die Trolltunga rauf zu laufen und dort oben am Abgrund zu stehen war ein absolutes Freiheitsgefühl.
  • Die Polarlichter sehen zu dürfen. Wir sind gesegnet mit solchen Privilegien. Die Nordlichter sind ein unbeschreibliches Phänomen- als könne man den Wind auf einmal sehen wie er durch die Lüfte streift.

Wenn du entscheiden müsstest – Festbrennweite oder Zoom?

Ich bin eher ein Fan von Zoom. Eine Festbrennweite erfordert oftmals mehr Bewegungen um bestimmte Bereiche zu erfassen. Mit einem Zoom kannst du allerdings schnell und gezielt agieren falls man etwas sieht, ohne kostbare Zeit zu verlieren.

Hast du Tipps für Leute, die mit der Fotografie gerade beginnen?

Nehmt euch Zeit und lasst Orte auf Euch wirken. Ihr wollt den Betrachter eurer Fotos mit auf die Reise nehmen, das Gefühl vermitteln von der Umgebung und nicht nur zeigen was ihr punktuell gesehen habt. Bilder erzählen Geschichten… Das Equipment ist zweitranging. Ich selbst fotografiere mit einer Sony A7 der ersten Generation. Die „beste“ und neuste Kamera kann nur so viel raushauen wie ihr an Erfahrung und Wissen in sie rein projiziert.

Hast du mehr Spaß an der Fotografie oder an der anschließenden Bildbearbeitung?

Bildbearbeitung liegt mir mehr. Sie gibt mir die Möglichkeit, mich künstlerisch zu entfalten. Oftmals bearbeite ich ein Foto über die Jahre mehrmals und es ist beeindruckend in wie weit man die Bilder künstlerisch gestalten kann. Dadurch gelangte ich auch zu meinem derzeitigen eher dunkleren, dramatischen und mysteriösen Stil.

Gibt es schlechte Angewohnheiten, die du gern loswerden würdest?

Meine Ungeduld in allen Belangen. Bei mir muss alles immer Sofort und schnell gehen. Oftmals zu meinem Nachteil- besonders in der Fotografie.

Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Mehr von der kostbaren Welt zu sehen und liebevolle Menschen wie dich kennenzulernen.

Vielen lieben Dank für deine Zeit Denis.

3 Kommentare zu „10 Fragen an Denis Helbig“

  1. Guten Tag !
    Schön zu erfahren über Ihren Erfolg !
    Es geht mich nichts an, doch als gelernter OPTIKER ….. Sie erwähnen Fotografieren als nunmehrigen Beruf ( oder „Berufung“ = Befriedigung= Feedback Follower/Support ).
    Mir ist durch Jahre hindurch bekannt, daß
    sogar BERUFSFOTOGRAFEN durch die große
    Masse von *1A* Profis+Hobbyfotografen nicht die notwendige finanzielle Basis haben. Ich muss dankbar sein, daß ich nur mit „HANDY-Knipserei“ von 3 weltbekannten
    PHOTO-STOCK_Unternehmen anerkannt
    wurde und auch bei allen 3 ONLINE-Shops
    habe, sowie zusätzlich Partner der
    „Spreadshirt Group“ in Europa + USA wurde.
    Doch für mich ist bei ALLEN es nur HOBBY !
    MfG
    RAYMONDi

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