#129: Der kleine Hafenort Büsum

Endlich Winterurlaub… für meinen Mann sollte es auf die Piste gehen und für mich in den Wald, so zumindest der Plan. Doch bei leichten Plusgraden mit Regen könnte das schwieriger werden, als erwartet. Also überlegten wir uns einen Plan B und kamen beide fast zeitgleich auf die Idee, wieso nicht mal die Nordsee besuchen. Alle Landschaftsbilder aus diesem Beitrag gibt’s auf Nachfrage auch im Shop zu kaufen.

Gesagt, getan. Statt Snowboard und Winterklamotten, kamen nun Gummistiefel und Regenjacke ins Auto. In Büsum fanden wir ein niedliches kleines Hotel, welches für das Frühstücksbuffet gelobt wurde. Auf Google Maps setzte ich mir noch fix ein paar Spot-Markierungen und schon konnte der Urlaub beginnen. Hier eine kleine Liste, was ich im hohen Norden unbedingt sehen musste:

  • Fischerboote
  • Stelzenhäuser
  • Ebbe/ Flut
  • Leuchttürme
  • Schafe auf saftig grünen Wiesen – klingt komisch, ist aber so 😉

Auf zur Nordsee:

Knapp fünf Stunden Fahrt lagen hinter uns, als wir in Büsum ankamen. Sofort empfang uns eine steife Briese und stellte uns moralisch auf die kommenden Tage ein. Der Check-in verlief problemlos und nun hieß es erstmal auspacken und anschließend den Hafen erkunden.

Am ersten Tag passiert meist nicht viel im Urlaub. Man erkundet ein wenig die Umgebung, isst was Leckeres zum Abendbrot und plant die Ausflüge für die nächsten Tage. Mit dem Essen war das allerdings so eine Sache. Unser Hotel bot leider nur Frühstück an und die Restaurants in der Umgebung waren zu 80 % geschlossen – der Nachteil, wenn du in der Nebensaison an die Küste fährst, obwohl relativ viele Menschen unterwegs waren. Die, die offen hatten, waren aber trotzdem ok. Von einem möchte ich euch aber dringend abraten: Ristorante Pizzeria Pane Vino (das Essen ist zwar ganz ok, aber der Inhaber unglaublich unfreundlich).

Büsumer Leuchtturm am Abend:

Unser Hotel hatte echt eine perfekte Lage. Von dort aus waren es bis zum Hafen keine fünf Minuten Fußweg und gerade den Leuchtturm wollten wir uns am Abend näher anschauen, wenn überall die Licht angeschaltet werden. Tobi war am ersten Abend schon dort und machte mir mit seinen Bildern die Gegend schmackhaft. Zum Glück hatte ich meinen Filter dabei, um den Lichtern in der kleinen Hafenstadt einen besonderen Glow zu verpassen.

Eigentlich war es schon fast zu dunkel, um ohne Stativ zu arbeiten, aber mit einer ruhigen Hand und etwas höherem ISO ging es dann doch irgendwie. Ich hätte ewig durch die dunklen Straßen von Büsum ziehen können, aber irgendwie war die Luft für den Tag raus. Trotzdem musste ich wieder feststellen, dass ich während der Dämmerung öfter mit meinem Mist-Filter durch die Straßen ziehen sollte. Gerade, wenn alles so schön beleuchtet ist, lohnt sich so ein Effektfilter extrem. Naja, der Sommer steht vor der Tür und die Abende werden wieder wärmer.

Was gibts sonst noch in Büsum?

Der kleine Ort hat gerade aus fotografischer Sicht einiges zu bieten. Ich liebe Fischerbote und die könnt ihr dort in Massen fotografieren. Wir haben uns meist in der Nähe des Hafens bewegt, daher kann ich euch aus der Innenstadt gar nicht viel zeigen. Dort gibt es hauptsächlich viele Restaurants, Bars und Geschäfte, die in der Hauptsaison bestimmt gut besucht sind. Einen kleinen Laden kann ich euch empfehlen und zwar diesen hier. Wer nach einem etwas außergewöhnlicherem Mitbringsel sucht, wird hier bestimmt fündig.

Auch bei Ebbe lädt der Ort zum Wattwandern ein. Hier stehen zwar nicht ganz so coole Häuschen wie in Sankt-Peter-Ording (Beitrag folgt), aber trotzdem könnt ihr die unendliche Weite der Nordsee genießen.

Ich hoffe, euch hat der kleine Ausflug nach Büsum gefallen. Beim nächsten Mal zeige ich euch entweder Sankt-Peter-Ording, oder es gibt einen kurzen Abstecher in den Harz zur vereisten Wolfswarte, bevor es im Norden weitergeht. Schreibt mir gern eure Wünsche in die Kommentare. Ich entscheide dann spontan. Wenn ihr nix verpassen wollt, abonniert gern meinen Blog. Bis zum nächsten Mal, bleibt gesund 😉

15 Kommentare zu „#129: Der kleine Hafenort Büsum“

  1. Welch tolle Bilder. Wir waren am letzten Sonntag erst wieder dort, bei strahlendem Sonnenschein. Da bekommt man allerdings richtig Lust auch an einem düsteren Tag mal dorthin zu fahren. 👍
    Danke auch für die Shop Empfehlung, der Laden ist uns noch gar nicht aufgefallen 🤔, obwohl schon auffällig 😁.
    Toller Beitrag, vorallem wenn man die Gegend kennt. Mit ganz viel Glück kann man auch Robben hier sehen (https://hundnico.wordpress.com/2021/03/07/liebesgrusse-aus-busum-29-11-2020/)
    Bin schon ganz gespannt auf die Fotos aus SPO.

    Liebe Grüße aus dem hohen Norden, Anja und Charly (gebürtig aus Thüringen 😉) 🙋‍♀️🐶

    1. Freut mich sehr, dass es euch auch bei einer düsteren Stimmung gefällt 🥰 Der Laden ist echt cool, lohnt sich definitiv 😅 Für die Robbenzeit waren wir glaube leider zu spät 😞 Aber SPO war richtig, richtig gut 😏 Geht bald weiter 😉 Liebe Grüße aus Halle (Saale)

  2. Klasse Aufnahmen. Da bekommt man einen ganz anderen Eindruck als bei den typischen Sonnenschein-Bildern. Die Aufnahmen abends sind dir echt gelungen. Wir haben gleich mal unsere Reiseliste ergänzt 😉 Und jetzt bin ich gespannt auf SPO.
    Viele Grüße
    Ulrike

  3. SPO im Winter, bei Sturm und ohne Licht, ein Traum… im Sommer mit den ganzen Touris leider ein Alptraum… 🙁 Deine menschenleeren Bilder von Büsum sind mal wieder traumhaft. Und langsam, ganz langsam versuche ich diese Stimmungen auch einzufangen. Vorerst nur durch Beobachten ohne Kamera. Geschehen an einem Sturmabend im Februar in der Stadt Schleswig. Und dort im Holm, dem Fischerdörfchen. Die Stimmung war so was von „geil“… mit den Straßenlaternen, dem Wind, dem Regen und dieser Dunkelheit. Fast war ich ein wenig wütend über mich selbst, keine Kamera mitgenommen zu haben. Doch ich wurde entschädigt. Aufgrund des echt miesen Wetters kehrten wir ein in das Restaurant „Ringelnatz“. Es wird garantiert noch öfter auf meiner Liste stehen. Ein besseres Rib Eye Steak habe ich selten, ganz selten gegessen… 🙂
    Grüßle, Reinhard

    1. Oh das glaube ich dir, dass die Gegend im Sommer ein Albtraum ist 🤭 Deswegen haben wir uns auch in der Nebensaison dafür entschieden ☺️ Und es freut mich echt zu hören, dass du es ausprobierst, auch mal bei Schlechtwetter rauszugehen. Eigentlich wird man nie enttäuscht 😉

  4. Hallo Christiane,
    bei den schönen Bildern werde ich ganz wehmütig!
    Meine schönsten drei Urlaube in meinem Leben hatte ich als Jugendliche in Schleswig Holstein auf einem Bauernhof verbracht.
    Das ist inzwischen schon mehrere Jahrzehnte her und immer wieder das die einzige Gegend, wo ich wirklich Fernweh bekomme, wenn ich Bilder oder Filme davon sehe.
    Das ich nicht vereisen kann, liegt allerdings an den Spätfolgen des Bauerhofurlaubes in Form meiner Schafe :)).
    Ja so kann es gehen!
    Liebe Grüße und schönes Wochenende
    Dagmar

    1. Hallo Dagmar, vielen Dank 🤩 Freut mich sehr, dass dich die Bilder an deine Jugend erinnern ☺️ Heute kam der nächste Beitrag raus, ich hoffe er gefällt dir auch ☺️ Hab einen schönen Sonntag. Liebe Grüße Christiane.

  5. Das Foto mit dem einsamen Mensch im Wattenmeer erinnert mich wieder an ein Gemälde von Caspar David Friedrich: Der Mönch am Meer. Ich finde, Du hast diese Stimmung wieder einmal sehr gut getroffen, das Colorit ist sehr stimmig und isoliert diese Figur – gibt dem Ganzen eine starke Symbolkraft. Bei heiter bis wolkig würde ich diese Person eher als Spaziergänger wahrnehmen, doch in diesen Farben findet hier etwas sehr meditatives statt. Wirklich gut gelungen, wunderbar.
    LG von Astrolady

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