#128: Schwedenlöcher & Bastei

Irgendwie war ich im letzten Beitrag der Meinung, dass jetzt die Nordsee an der Reihe ist, aber das haut nicht ganz hin. Ich habe völlig verbimmelt, dass ich vorher noch im Osten unterwegs war, um genau zu sein, in der Sächsischen Schweiz. Daher gibt’s erstmal einen kurzen Abstecher dorthin, bevor wir gemeinsam in den Norden fahren. Alle Landschaftsbilder aus diesem Beitrag gibt’s auf Nachfrage im Shop zu kaufen.

Ankunft Bastei Parkplatz:

Gemeinsam mit Stefani und Felix fuhr ich Sonntagmorgen nach Sachsen. Wer noch nicht weiß, wer Felix ist, schaut am besten bei ihm auf Insta vorbei 😉 Nachdem wir auf der Autobahn ordentlich durchgeschüttelt wurden, wirkte das Wetter auf dem Parkplatz erstmal gar nicht so schlimm wie erwartet. Felix war noch nicht so oft in der Gegend unterwegs, also zeigten wir ihm, was es abseits der Bastei zu entdecken gibt. Unser erstes Ziel für den Tag war der Wehlgrund.

Zwischen Wehlgrund und kleiner Gans:

Windig war es auch hier zum Glück nicht, dafür fegte der Wind ordentlich über die Bäume hinweg. Mit einem leicht mulmigen Gefühl in der Magengegend streiften wir durch den Wald in Richtung Wehlgrund und kleiner Gans. Auch wenn das Wetter mächtig grau an dem Tag war, gab es mehr grün zu entdecken, als wir dachten.

Die Aussichten waren wieder unglaublich und ich freue mich jetzt schon auf den Sommer, wenn wir hier die Sonnenauf- und Sonnenuntergänge erleben dürfen. Endlich im Auto schlafen und eine weitere neue Schlafmöglichkeit testen, die mir (wenn alles klappt), im Mai zugeschickt wird. Ihr könnt euch also schon mal auf die Touren während der warmen Jahreszeit freuen. Diesmal könnte es sehr camping-lastig werden, das ist zumindest mein Ziel.

Weiter zum Höllenhund:

Wir steuerten von der kleinen Gans weiter in Richtung Höllenhund. Hier sind besonders Sonnenaufgänge zu empfehlen, was an diesem Tag aber keine Rolle spielte. Einfach mal einen freien Kopf bekommen und frische Luft schnappen reicht schon, da muss nicht immer alles passen. Auf dem Weg dorthin lagen vereinzelt Bäume, über die wir drüber klettern mussten. Und wie sollte es anders sein, auf einem bin ich drauf geklettert, ausgerutscht und lag im Anschluss wie ein Maikäfer auf dem Rücken, mit den Beinen in die Luft ragend. Ist ja nicht so, dass ich mir währenddessen noch dachte, das ist eine ganz dumme Idee, der sieht mächtig glatt aus… Zum Glück ist nichts weiter passiert und wenn ich jetzt zurückdenke, muss ich immer noch schmunzeln, wie blöd man manchmal ist.

Die Schwedenlöcher:

Kommen wir zum eigentlichen Ziel für diesen Tag, die Schwedenlöcher. Ich liebe sie ja, denn selbst wenn es überall grau und trüb ist, wirkt hier alles urig schön, dank der moosbedeckten Felsen und Bäume. Circa 700 Stufen lagen vor uns und aber bei solch einem Anblick, vergehen die wie im Flug.

Die Temperatur in der Schlucht kühlte sich zwar immer weiter ab, je tiefer wir kamen, dafür boten uns die Felsen aber perfekten Schutz vor dem Wind. Ich persönlich laufe die Schwedenlöcher lieber runter, als hoch, obwohl einem umgedreht bestimmt wärmer in der Schlucht wäre. Aber ein warmer Tee wärmt auch von innen und den hatte ich zur Genüge dabei.

Was liebe ich solche Perspektiven, durch schmale Felsspalten. Ich muss im Herbst oder Sommer dieses Jahres endlich mal die Drachenschlucht in Thüringen besuchen. Laut Bildern sieht es dort ähnlich aus. Wenn jemand bereits Erfahrungen dort sammeln konnte, gebt mir gern mal eine Rückmeldung in den Kommentaren.

Eigentlich wird man am Ende der Schwedenlöcher vom Amselsee empfangen. Doch zu sehen war nur eine kleine Pfütze, die vom eigentlichen See übrigblieb. Ich kann euch nicht sagen, ob der See über den Winter immer geleert wird, in diesem Jahr war es zumindest so. Schade, denn eigentlich wollte ich ein paar Spiegelungen einfangen. Aber egal, ich möchte im Sommer bei Regen eh nochmal herkommen und hoffe, dass in den Schwedenlöchern dann etwas Nebel hängt. Mal sehen, ob es klappt.

Hoch zur Bastei:

Der Abstieg lag hinter uns und vor uns unzählige Treppen nach oben. Wem jetzt kalt war, dem sollte spätesten in zehn Minuten wieder warm werden. So sehr ich die Sächsische Schweiz liebe, die Höhenmeter machen mich manchmal echt fertig. Hoch, runter, hoch, runter…. aber am Ende des Tages, weiß man, was man getan hat. Wenn du dann aber einen Blick auf den Bildschirm der Kamera wirfst, weißt du, wofür es sich gelohnt hat. Und bei diesem Aufstieg wartete am Ende die Basteibrücke auf uns.

Hier oben pfiff ein ordentliches Lüftchen. Der Vorteil dabei war, dass nicht sehr viele Menschen einen Ausflug wagten. Gelegentlich lief zwar jemand durchs Bild, aber die meiste Zeit hatten wir die Spots für uns alleine. Hat immer einen Vorteil, wenn das Wetter nicht sehr einladend aussieht 😉

Unsere Runde endete an der Basteibrücke und ich hoffe, euch hat es gefallen. Beim nächsten Mal geht es wirklich in den Norden nach Büsum, Sankt-Peter-Ording und Westerhever, bei typisch nordischem Wetter: Sonne, Regen, Wind und Kälte. Aber es war echt geil, ihr dürft gespannt sein. Wenn ihr das nicht verpassen wollt, abonniert gern meinen Blog.

15 Kommentare zu „#128: Schwedenlöcher & Bastei“

  1. Wie immer tolle Fotos mit einer unglaublichen Atmosphäre. 👍👍👍
    Freue mich schon auf den Beitrag und vorallem die Fotos aus dem Norden, unserer neuen Heimat 😉.
    Liebe Grüße Anja und Charly 🙋‍♀️🐶

  2. Du zeigst uns wieder schöne Bilder wildromantischer Natur. Schade um die Wetterlage, der Sonnenaufgang war an diesem Tag eindeutig nicht mehr zu bestaunen. Danke für das Teilen Christiane.

  3. Wiedermal sehr schöne Eindrücke. Die Drachenschlucht in Eisenach ist definitiv eine Reise wert. Leider in der Sommerzeit ab 9:00 kaum stressfrei zu betreten, da es so voll ist, dass man nicht mal einen Parkplatz bekommt. Dafür einfach um den Sonnenaufgang da sein. Die Sonne sieht man zwar nicht, man ist aber schön alleine. (Achtung, kurz davor steht ein fieser Blitzer… )

    1. Vielen Dank für den Tipp mit dem
      Blitzer Philipp 😅 Ich möchte dort bei Schmuddelwetter mal hin. Meist ist es dann automatisch schon leerer 😂 Bin auch meist gleich zum Sonnenaufgang an den Spots, da ist es wirklich immer schön entspannt 😊

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