#91: Bodetal

Endlich Sommer, endlich warm – Zeit für eine Übernachtung im Auto. Ich traf mich Freitagnachmittag mit Stefani in Thale. Unser Plan: Bodetal am frühen Abend, Sonnenuntergang auf dem Hexentanzplatz und morgendliche Wanderung von der Roßtrappe in Richtung Bodetal. Fix holte ich mir einen Schlafsack und Campingkocher im Outdoorladen, packte meine sieben Sachen zusammen und war nach der Arbeit auf dem Weg zur A14.

Ich war ja letztes Jahr öfter über Nacht unterwegs, allerdings noch etwas provisorischer als in diesem. Damals nur mit einer Mollidecke bewaffnet, wurden die Nächte teilweise ziemlich kalt. Jetzt mit meinem neuen Schlafsack sollte es besser werden. Die Info, dass man Vaude nicht französisch ausspricht, sondern deutsch [fau’de] bekam ich im Outdoorladen gratis dazu *peinlich*. Aber wie ich einen Tag später feststellte, bin ich nicht die einzige, die dachte, es käme aus dem französischen.

Ankunft im Bodetal:

Im Bodetal angekommen war ich mir unsicher, ob ein T-Shirt reicht, oder ob ich mir lieber eine dünne Jacke drüber ziehe. Bei 27 Grad ist eigentlich klar, was man anzieht, aber nachdem die erste Mücke auf meinem Arm saß, entschied ich mich fürs Schwitzen. Unterarmbelüftung auf und dann geht das schon irgendwie. Wir liefern zuerst zur Jungfernbrücke. Stefani war noch nie dort und da uns die Zeit leicht im Nacken hing (zwecks Sonnenuntergang), wollten wir den Spot sicher haben. Wer aber einmal durch das Bodetal gelaufen ist weiß, dass es aus fotografischer Sicht fast unmöglich ist, alles links liegenzulassen.

Also hielten wir in großen Abständen immer wieder an, um ein paar Langzeitbelichtungen zu machen. Der Polfilter lag mal wieder ordentlich beim Kameraequipment zu Hause und fehlte im Bodetal. Genau wie mein 30 mm. Ich hatte mir fest vorgenommen, es einzupacken, aber das ruhte sich lieber auf der Couch aus. Da lag es gut -.-

Vereinzelte Wolken schoben sich glücklicherweise immer wieder vor die Sonne, sodass es im Tal nicht zu grell wurde. Die Mücken ließen auch nach und so konnte ich meinen Feierabend doch noch entspannt die Natur genießen.

Als wir an der Brücke ankamen, schossen wir ein paar Bilder und konnten anschließend gemütlicher zurücklaufen. Wie schnell die Zeit vergeht, merkt man erst, wenn es allmählich dunkler im Tal wird. Ein prüfender Blick auf die Uhr und ich signalisierte Stefanie, dass wir langsam losmüssen. Noch eine Stunde bis Sonnenuntergang.

Sonnenuntergang am Hexentanzplatz:

Beim letzten Mal hätten wir durch eine Baustelle locker 30 Minuten vom Bodetal zum Hexentanzplatz gebraucht. Die war mittlerweile abgebaut und so kamen wir nach ca. zehn Minuten oben an. Der Parkplatz war beinahe komplett leer und auch an den Aussichtsplattformen saßen nur vereinzelt ein paar Hanseln.

Übernachtung Parklatz Roßtrappe:

Nun hieß es, die Dose Radler zischen zu lassen, ein gemütliches Plätzchen zu suchen und auf den Sonnenuntergang zu warten. Dass der nicht wirklich spektakulär wird, konnte man schnell erkennen. Aber egal, es war trotzdem ein gelungener Abend. Die Sonne verschwand hinter dem Horizont, als wir auf dem Weg zur Roßtrappe waren, um unser Nachtlager aufzuschlagen. Dort verschlangen wir ein gekühltes Heineken und verschwanden in unseren Autos, um neue Energie für den nächsten Tag zu sammeln.

Wie der Trip weiterging, erfahrt ihr im nächsten Beitrag. Wenn ihr das nicht verpassen wollt, folgt gerne meinem Blog.

10 Kommentare zu „#91: Bodetal“

  1. Vaude = v. D. = von Dewitz. Antje von Dewitz, ein sehr sympathische Geschäftsführerin + ein tolles Unternehmen.
    Aber abgesehen davon: schöner Blogbeitrag, wie immer tolle Fotos + mein Neid ist dir gewiss 🙂
    Sobald die Kinder größer sind werde ich mich gnadenlos rächen :-p

    Gruß
    Thomas

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    1. Das hat mir der Verkäufer auch erklärt, woher der Name kam 😅 Man lernt nie aus 😜

      Vielen lieben Dank dir und ich freue mich schon auf deine Rache, die du dann hoffentlich auch im Blog festhältst ☺️ Bis dahin, werde ich dich wohl oder übel noch weiter ärgern müssen 🤭😅 Viele Grüße

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  2. Wenn ich mir deine Fotos so anschaue, denke ich: Wenn eine Seele irgendwo zu baumeln im Stande wäre, dann wäre es dort, wo du diese wunderschönen Aufnahmen gemacht hast. So leise und verträumt kommen die Landschaften daher. Da bekäme man Angst, lauter zu sprechen, um die Stille nicht zerschellen zu lassen.
    Märchenhaft.
    Liebe Grüße

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  3. Hallo Christiane,
    gerade habe ich mal wieder kreuz und quer durch deine Webseite geschaut.
    Deine düsteren und eindrucksvollen Bilder sind immer wieder eine Augenweide für mich.
    Ich finde deinen Stil super, obwohl ich in meinem Blog alles quitschbunt habe.
    Mach weiter so!
    Liebe Grüße und schönen Abend
    Dagmar

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