#55: Spreewaldcamping

Es ist fast ein Jahr her, als wir im Spreewald campen waren. Ich möchte euch diesen schönen Campingplatz aber nicht vorenthalten. Wer gern Rad oder Boot fährt, abends entspannt am Lagerfeuer sitzt und das Wasser vorzugsweise direkt vor der Tür möchte, ist hier genau richtig.

Spreewald wir kommen

Eine Woche Urlaub im September… was könnte man da schönes anstellen. Klar war, dass wir campen fahren, nur wo? Tobi wollte seit Ewigkeiten in den Spreewald, abgeneigt war ich davon nicht. Zwischen all den Campingplätzen suchte ich den, der perfekt für uns wäre. Und so stolperte ich über den Spreewald-Natur-Campingplatz in Lübbenau. Nicht zu groß, direkt am Wasser und einen ökologischen Geschirrspüler gibt es auch? Mein Hausfrauenherz machte einen kleinen Sprung 😜

Hallo Lübbenau

Schnell war ein Stellplatz gebucht und die Vorfreude wuchs von Tag zu Tag. Was ich jedem empfehlen würde, kommt nicht unbedingt spontan her. Unsere Nachbarn auf dem Platz wollten gern eine Nacht dranhängen, aber alles war ausgebucht. Kumpel wie wir sind, durften sie sich mit auf unseren Stellplatz stellen, groß genug war er. Und als Dankeschön sprang sogar ein leckeres Abendbrot für uns raus 🤤

Was kann ich euch vor Ort schönes empfehlen? Zuerst erkundeten wir mit dem Kajak unsere Umgebung. Für den Anfang reichte eine kleine Tour. Ich bin als Stift vor über 20 Jahren regelmäßig Kajak gefahren und war schnell wieder drin. Nur mit dem Lenken hatte ich so meine Probleme, das übernahm zum Glück mein Gatte 😁

Ihr könnt natürlich alles direkt auf dem Platz mieten. Ganze 20 Sekunden musste ich zum Anlegeplatz laufen 😎

Wenn ihr mit einem Boot auf der Spree unterwegs seid, könnt ihr überall anhalten, das Boot aus dem Wasser ziehen und eine Pause einlegen. Gerade das finde ich mega entspannt. Und wenn ihr der Meinung seid, genug Kraft getankt zu haben, gehts einfach weiter.

Am besten ihr startet gleich am frühen Morgen, so habt ihr die vielen kleinen Nebenarme der Spree ganz für euch alleine. Die Stille auf dem Fluss ist nämlich fantastisch. Wer abschalten will, ist hier genau richtig. Wenn sich dann im Herbst noch die Blätter der Bäume verfärben, muss das hier ein Traum sein. 

Wenn man keine Lust hat, selber zu fahren, bucht man sich einfach ein Plätzchen auf einem Kahn. Das Schöne: Selbst der startet direkt vom Campingplatz. Ihr braucht euch also nicht den Massentourismus an den zentralen Anlegestellen antun, sondern fallt direkt raus aus dem Camper, rein ins Boot. Was willste mehr? 

Und falls das feuchte Nass überhaupt nicht euer Fall ist, kann man sich natürlich auch Fahrräder ausleihen, wie sollte es anders sein. Für die ganz Faulen sogar E-Bikes 🙂

Theoretisch muss man bis auf ein paar Klamotten nichts mitnehmen und hat jede Menge Möglichkeiten vor Ort. Sogar einen Automaten mit Bratwürsten habe ich gesehen,  falls am späten Abend der Hunger kommt, verrücke Welt.

Manchmal reicht es ja schon, sich mit einem lecken Bierchen ans Wasser zu setzen. Wenn ihr im Spreewald seid, probiert unbedingt das Gurkenradler, sehr lecker. Hätte ich im Leben nicht gedacht.

Zum Abschluss haben wir uns abends noch eine Feuerschale ausgeliehen. Es gibt nichts Entspannteres, als das Knacken eines Lagerfeuers. Die kuschlige Wärme, während es draußen immer kühler wird, herrlich.

Falls ihr euch jetzt fragt, bekommt sie etwa Geld oder eine Gegenleistung von dem Platz… nein. Ich finde, wenn man super zufrieden mit etwas ist, darf das ruhig mit der Welt geteilt werden. Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen bei der Suche nach einem Campingplatz in der Region weiter.

Beim nächsten Mal gibts wieder einen Blogbeitrag von einer Wanderung. Wenn ihr das nicht verpassen wollt, abonniert gern meinen Blog, ich würde mich riesig darüber freuen.

12 Kommentare zu „#55: Spreewaldcamping“

      1. Wenn ich schon selbst keine Zeit habe (letzter Urlaub war 2014, seither immer nur Einzelnächte im Zelt), freue ich mich über solche Berichte umso mehr.

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      2. Soloselbständig in einer sehr volatilen Branche. Planbarkeit für alles jenseits der nächsten zwei Wochen nahezu ausgeschlossen.

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      3. Das wäre so gar nix für mich 🤭 Klar, bisschen Geld nebenbei verdienen (mit der Fotografie) wäre schon cool, aber für die komplette Selbstständigkeit wäre ich nicht der Typ.

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      4. Ich hielt mich auch sehr lange nicht für den Typ dafür. Hab immerhin 20 Jahre corporate hell hinter mir, und aus meiner heutigen Sicht waren damals zwar die materiellen Dinge (Urlaubstage und Gehaltseingang penibel geregelt) attraktiver, aber alles andere nicht. Und „alles andere“ kann eine Menge sein, wenn man in einem Segment mit enormer Beklopptendichte 50+ Stunden die Woche im Großraum sitzt.

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  1. Ja schön da was?^^ Hast du ja wieder perfekt eingefangen Chrisi. Schön viel Schwarz verwendet um einen coolen Landscapetouch zu erzielen, ich finde, gerade in den letzten Bildern kommt es richtig gut raus. Ich liebe diese Art Bildbearbeitung, aber das weißt du ja. ^^ Ich plane demnächst mal ein bisschen weiter weg zu fahren, in die Eifel oder sowas, aber vielleicht bleibts auch nur bei einem Plan. 😀 Mal sehen. Ich wünsch dir jedenfalls einen schönen Sommer und weiterhin tolle Aufnahmen!

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  2. Tief gehendes Lebensgefühl wunderbar in Bildern transportiert. Einfach schön so mit Euch auf diese schönen Touren zu gehen. Schöööön !

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