#256: Partnachklamm Garmisch-Partenkirchen – Das spektakuläre Naturwunder in Bayern hautnah erleben

Ich liebe ja Klammen und noch mehr liebe ich es, wenn man sie ganz in Ruhe erkunden kann. Die Wimbachklamm in Berchtesgaden hatte uns schon völlig von den Socken gehauen, obwohl sie relativ klein war. Auf unserer Liste standen noch so einige mehr, aber im Urlaub ist die Zeit eben begrenzt. Also haben wir die spannendsten rausgesucht und dazu gehört in der Zugspitzregion ganz klar eine Wanderung durch die Partnachklamm. Dass es hier allerdings bei Weitem nicht so entspannt werden würde wie in Berchtesgaden, ahnten wir da noch nicht.

Start der Wanderung zur Partnachklamm, Preise und Öffnungszeiten

Los ging es wie immer in aller Früh. Die Klamm öffnet um 08:00 Uhr, und für uns war klar, dass wir direkt zum Start vor der Tür stehen wollten. Um die Chancen auf etwas Ruhe weiter zu steigern, wählten wir einen Tag unter der Woche, außerhalb der Ferien und noch dazu bei Regen. Wenn das nicht die perfekten Zutaten gegen Menschenmassen sind.

Der Eintritt schlägt mit 10 € pro Person zu Buche, und für die Fellnase fallen noch einmal 5 € an. Da wir schon gegen 07:00 Uhr vor Ort waren und noch reichlich Zeit hatten, schoben wir spontan eine Runde Seilbahnfahrt ein. Man kann den Berg natürlich auch hochwandern oder ihn einfach umgehen und direkt zur Klamm spazieren, aber wir wollten ja ein bisschen was erleben.

Oben angekommen ging es für uns dann gemütlich durch den Wald zurück in Richtung Klamm – kann man so machen, muss man aber wie gesagt nicht. Ich fand den Schlenker jedenfalls super, weil man von oben ein paar tolle Ausblicke und einen ganz anderen Blick auf die Klamm erhaschen konnte.

In der Partnachklamm

Am Anfang hatten wir wirklich Glück. Da es kräftig schüttete, waren kaum Leute unterwegs. Außerdem waren wir froh, dass der Weg die meiste Zeit direkt unter den Felsen verlief. Dadurch blieben wir die meiste Zeit gut geschützt.

Eindrucksvoll ist die Klamm auf jeden Fall. Falls du eine Kamera hast, pack unbedingt ein Weitwinkelobjektiv ein. So lässt sich zumindest ansatzweise einfangen, wie riesig hier alles wirkt und du bekommst nochmal eine andere Möglichkeit, alles festzuhalten.

Ein bisschen hatte das Ganze sogar etwas von Jurassic Park. Tiefe Schluchten, überall tropft und plätschert das Wasser. Es fehlte eigentlich nur noch ein Flugsaurier, der durch die Klamm segelt. Wir bummelten so vor uns hin und merkten erst gar nicht, wie es sich allmählich füllte. Doch mit jeder Minute wurde es wuseliger. Das größte Problem in der Partnachklamm ist nämlich, dass die Wege verdammt eng sind, ganz anders als in der breiteren Wimbachklamm.

Von Entspannung keine Spur: Wenn’s in der Klamm zu eng wird

Schon bald war man eigentlich nur noch damit beschäftigt, Dauerentgegenkommende durchzulassen oder sich stoisch mit dem Strom treiben zu lassen. An entspanntes Genießen war nicht mehr zu denken. Für Murphy war der Trubel und das ständige Ausweichen noch anstrengender, weshalb ich absolut davon abraten kann, hier einen Hund mitzunehmen.

Die meisten Besucher kehrten nämlich einfach am Ende um und liefen denselben Weg wieder zurück zum Ausgang. Die Folge: permanenter Gegenverkehr auf engstem Raum. Eine Einbahnstraßenregelung würde hier Wunder wirken. Aber das ist vielleicht weniger lukrativ, da der Rückweg deutlich länger dauert und manche vom Besuch abschrecken könnte.

Wir entschieden uns trotzdem dagegen, den ganzen Trubel noch einmal rückwärts durchzumachen, und wählten die große Runde zurück zum Auto. Das hatte einen unschlagbaren Vorteil. Die Kaiserschmarrn-Alm lag direkt auf dem Weg und mal ehrlich, gibt es eine bessere Belohnung nach so einer Tour?

Anreise, Wanderroute und Einkehrmöglichkeit

Fazit: Lohnt sich die Wanderung zur Partnachklamm in der Zugspitz-Region?

Die Partnachklamm ist landschaftlich ein absolutes Highlight. Wer allerdings pure Naturidylle und Ruhe sucht, wird hier schnell enttäuscht. Selbst schlechtes Wetter, ein Termin unter der Woche und frühes Aufstehen garantieren kein entspanntes Erlebnis. Die extrem schmalen Wege durch den beidseitigen Besucherstrom platzen aus allen Nähten.

Besonders für Hunde bedeutet der ständige Gegenverkehr puren Stress, weshalb der Vierbeiner bei dieser Tour lieber zu Hause bleiben sollte. Um dem Trubel auf dem Rückweg zu entgehen, lohnt es sich, den längeren Rundweg außen herum zurück zum Auto zu wählen. Das schont die Nerven und bietet Extra-Aussichten. Zusätzlich belohnt es dich mit einer perfekten Einkehr auf der Kaiserschmarrn-Alm.

Unterm Strich gilt: Wer es wirklich entspannt mag, ist in kleineren Alternativen wie der Wimbachklamm deutlich besser aufgehoben. Für das gewaltige Naturschauspiel lohnt sich die Partnachklamm zwar allemal, man sollte sich aber von Anfang an auf mehr Trubel einstellen.

Wenn dir diese Tour gefallen hat und du Lust auf weitere Wanderungen, Fotospots und Tipps aus der Praxis hast, dann abonnier gern meinen Blog. Für die Bildbearbeitung danach habe ich ebenfalls vorgesorgt: Meine Lightroom Presets sind für genau solche Outdoor-Momente gemacht. Vielleicht helfen sie auch dir weiter.

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