#247: Mit der Nikon EL2 und dem Kodak Gold 200 auf dem Gamrig und Rauenstein

Es gibt Momente, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Wenn die Sonnenstrahlen den Nebel im Elbsandsteingebirge durchbrechen und die bizarren Felsformationen in glühendes Orange tauchen, ist das Magie pur. Für mein neuestes Projekt habe ich diese Wärme auf analogem Film festgehalten. Im Gepäck hatte ich die robuste Nikon EL2 und den legendären Kodak Gold 200.

Der Morgen: Erstes Glühen am Gamrig

Unser Abenteuer begann früh am Morgen am Gamrig bei Rathen. Wir stiegen in der Dämmerung die Treppen nach oben und erreichten das Plateau genau rechtzeitig, als die Sonne über den Horizont stieg und die gesamte Landschaft in ein tiefes, warmes Licht tauchte.

Da wir direkt im Gegenlicht fotografierten, habe ich mich beim Handling der Kamera für eine bewusste Belichtungskorrektur von +2 entschieden. Mir war wichtig, dass der Vordergrund nicht im Schatten absäuft, während ich das Spektakel genoss. Die Nikon EL2 hat das fantastisch mitgemacht. Das Ergebnis am Gamrig: Herrlich leuchtende Felsen und eine Zeichnung in den dunklen Bereichen, die den Bildern eine tolle Tiefe verleiht.

Der Abend: Ein Meer aus Gold am Rauenstein

Zum Tagesabschluss zog es uns nochmal auf den Rauenstein. Von hier oben hatten wir einen spektakulären Blick auf die Bärensteine, die im Abendlicht förmlich brannten. Es gab keine Spur von kühler blauer Stunde – stattdessen ein herrlicher Farbrausch, der bis zum letzten Moment anhielt. Auch hier kam mir die zusätzliche Belichtung zugute. Denn der Kodak Gold 200 liebt Licht. Durch die von mir eingestellte Korrektur von +2 wurden die ohnehin schon warmen Farben noch intensiver. Während wir den Ausblick genossen, fing die Nikon die glühenden Sandsteinfelsen ein. Der Film hat seinem Namen auch hier quasi alle Ehre gemacht.

Fazit: Licht einfangen statt nur messen

Die Sächsische Schweiz analog zu bereisen, ist für mich immer wieder eine Entschleunigung. Durch die gezielte Überbelichtung konnte ich die extremen Kontraste bändigen und den Dynamikumfang des Films voll ausnutzen. Die Kombination aus der Nikon EL2 und dem Kodak Gold 200 war für diesen Tag die perfekte Wahl. Es ist diese organische Wärme, die man digital nur schwer reproduzieren kann. Ich bin gespannt, ob du dir das Leuchten in den Bildern genauso gefällt, wie uns vor Ort.

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