#224: Die Erdpyramiden von Percha

Nachdem wir unser Hotelzimmer bezogen hatten, sind wir ziemlich schnell ins Bett gefallen. Außerdem hatte der Wetterbericht für die Nacht Regen angekündigt. Perfekt, dachte ich, vielleicht zaubert das am Morgen ein bisschen Nebel an meinen Wunschspot. Denise war da noch skeptisch und konnte nicht so recht nachvollziehen, warum ich ausgerechnet die Erdpyramiden von Percha sehen wollte. Aber vielleicht würde sie ja am nächsten Tag merken, dass es sich doch lohnt.

Die Anfahrt war verhältnismäßig kurz und ich übte mich direkt im Serpentinenfahren. Die hier waren noch harmlos im Vergleich zu dem, was uns im Laufe des Urlaubs noch bevorstehen würde. Wir stellten das Auto in der Nähe der Pyramiden ab, schnappten unsere Kameras und folgten dem Pyramidenweg. Der erste Teil des Pfades führte uns durch ein Waldstück, in dem es zum fotografieren allerdings noch zu dunkel war.

Der erste Eindruck: Wie aus einer anderen Welt

Nach etwa anderthalb Kilometer erreichten wir das Ziel. Als wir an der Aussicht ankamen, dachte ich: Wow, das sieht ja verrückt aus! Die Erdpyramiden ragen wie kleine Naturtürme aus der Landschaft, fast so, als hätte jemand Miniaturberge in den Hang gepflanzt. Diese Naturwunder sind durch Erosion entstanden und das seit Jahrhunderten. Auf diesen spitzen Formationen liegen teilweise große Steinbrocken, die wie Hüte aussehen. Das ist schon echt verrückt. Von der kleinen Aussichtsplattform aus hat man einen genialen Blick über das Tal und die einzelnen Pyramiden.

Was kann man bei den Erdpyramiden in Percha machen?

Du musst nicht stundenlang wandern, um die Pyramiden zu sehen – aber wenn du magst, gibt es ein paar Möglichkeiten:

  • Spazieren: Ein kurzer, gut ausgebauter Weg führt in wenigen Minuten vom Parkplatz zur Aussichtsplattform.
  • Fotografieren: Vor allem am frühen Morgen kannst du Glück mit Nebel haben.
  • Wandern: Wer etwas mehr möchte, kann die Erdpyramiden in eine längere Wanderung Richtung Oberwielenbach einbinden.
  • Staunen & Lernen: Infotafeln erklären, wie diese außergewöhnlichen Formationen entstanden sind.
  • Picknicken: Am Rand des kleinen Waldes findest du ruhige Plätzchen für eine Pause.

Wir entschieden uns, einfach den Ausblick zu genießen, ein paar Fotos zu schießen und auf den Nebel zu warten. Anfangs ließ er sich erst nicht blicken und ich begann schon zu zweifeln, ob meine kleine Wettervorhersage-Taktik wirklich aufgehen würde. Doch je länger wir ausharrten, desto mehr schlichen sich feine Schwaden durch das Tal und um die Pyramiden. Stück für Stück wurde die Szenerie mystischer. Genau so hatte ich mir diesen Moment vorgestellt. Ein bisschen geduldig sein und die Natur liefert die perfekte Show.

Gut zu wissen

  • Lage: Oberwielenbach, Gemeinde Percha, Südtirol, Italien
  • Beste Jahreszeit: Frühling bis Herbst – im Winter sind die Wege oft rutschig
  • Anreise: Mit dem Auto nach Percha, weiter Richtung Oberwielenbach
  • Parkplatz: 46°48’45.6″N 12°00’20.8″E

Mein Fazit: Die Erdpyramiden von Percha sind vielleicht nicht mega bekannt, aber genau das macht sie für mich so besonders. Ein richtig hübsches Fleckchen Erde, das zeigt, wie verrückt und kreativ die Natur sein kann. Perfekt für einen kurzen Ausflug, wenn du mal in der Gegend bist und Lust auf etwas Außergewöhnliches hast.

Dieser Beitrag reiht sich in meine kleine Dolomiten-Serie ein. Ich verspreche dir, es warten noch viele weitere Highlights. Also bleib dran, denn die Reise hat gerade erst begonnen.

Wandbilder, Kalender und Presets gibt’s hier:

3 Kommentare

  1. Wir waren mal bei den „Piramidi di Zone“ am Iseo-See, das war auch sehr schön – und der Iseo-See samt Umgebung ist sehr nett und nicht so überlaufen: https://lotelta.wordpress.com/2019/09/21/schoene-tage-am-lago-diseo-ein-besuch/

  2. Pingback:Antholzer See in den Dolomiten

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