#108: Burgsteinfelsen, Kösseine und Haberstein

Weiter geht’s mit Teil drei aus dem Fichtelgebirge. Wenn ihr die ersten zwei Beiträge verpasst habt, schaut am besten dort erstmal rein und kommt im Anschluss wieder her (Fichtelsee und Felsenlabyrinth Luisenburg).

Das Felsenlabyrinth Luisenburg lag hinter mir und die Kösseine wartete bereits auf mich. Ich plante über meine App eine Rundtour, um nicht zweimal den gleichen Weg laufen zu müssen. So habe ich fotografisch mehr Abwechslung und kann verschiedene Spots perfekt einbinden.

Der Burgsteinfelsen:

Die Temperaturen waren ganz angenehm, bis ich auf dem Burgsteinfelsen stand. Hier oben wehte ein straffes Lüftchen. Die Hände waren eisig und die Kapuze flog mir immer wieder vom Kopf, wenn der Wind von vorne kam. Mir war so kalt, dass ich nur ein paar Bilder einfing und schnurstracks zurück in den Wald lief. Dort war es wesentlich angenehmer.

Die Kösseine:

Nach der frostigen Begegnung mit dem Burgsteinfelsen, freute ich mich auf eine warme Mahlzeit im Gasthaus auf der Kösseine. Dafür musste ich allerdings ziemlich viel ackern, um mir mein Mittagessen auch zu verdienen. Und ich kann euch sagen, ich kam ordentlich ins Schwitzen. Zum Glück entscheide ich mich immer für das Zwiebel-Prinzip bei der Klamottenauswahl und hatte genug Schichten, die ich ausziehen konnte. Erst kalt, dann warm… ein komischer Tag. 😅

Der Wald an sich wirkt im Fichtelgebirge teilweise sehr wüst. Abgeholzte Bäume liegen kreuz und quer, sodass ich selber genauer hinsehen musste, um passende Motive zu finden. Aber wie sage ich mir immer so schön, mit Geduld und Spucke wird das schon.

Die letzten Treppen lagen vor mir, bevor ich die Kösseine endlich erreichte. Eine warme Mahlzeit und ein kühles Radler – zum greifen nah. Die Beine zwiebelten ordentlich und als ich das Lokal betreten hatte, wurde mir schnell klar, dass ich zum Essen keine Ruhe haben werde. Zwei oder drei Schulklassen hatten ebenfalls Hunger und warteten auf ihre Speisen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, welche Geräuschkulisse mich erwartete. Tja und die Lehrer? Die waren clever und haben gleich draußen Platz genommen – das war mir allerdings zu ungemütlich. 😂

Ich bestellte mir eine Currywurst mit Pommes, versucht die Lautstärke auszublenden und war ein paar Minuten später trotzdem froh, die letzten Bissen in Ruhe genießen zu können. Glücklicherweise waren die Kids vor mir fertig und mussten direkt weiterziehen.

Weiter geht’s zum Haberstein:

Der Bauch war gefüllt und die Knochen erwärmt. Also nichts wie weiter, ab jetzt auch nur noch bergab. Last but not least stand der Haberstein auf der Liste. Ich war gespannt, was mich dort erwarteten würde.

Der Haberstein:

Ich brauchte eine knappe halbe Stunde, bis ich vor dem Felsen stand. Scheinbar ist dieses Ziel ein sehr beliebtes. Vor dem Stein tummelten sich zwei Reisegruppen. Ich wartete also gemütlich vor der Leiter und ließ die älteren Damen und Herren in Ruhe hoch und runterklettern. Als die letzten nach unten stiegen, konnte ich endlich nach oben und die Aussicht für mich alleine genießen. So mag ich es am liebsten.

Auch wenn hier oben wieder ein eisiges Lüftchen wehte, konnte sich die Aussicht echt sehen lassen. Ich vermute, dass die Farben im Herbst förmlich explodieren. Zumindest bekam ich einen kleinen Vorgeschmack, der mir Appetit auf mehr machte.

Auf den letzten Kilometern zurück zum Auto ging es größtenteils nur noch geradeaus. Ich lief relativ entspannt durch den Wald, bis sich an einer Stelle in meinem Augenwinkel irgendwas bewegte. Mittelgroß und hellbraun war es, vielleicht ein Hund? Ich traute mich nicht, erneut hinzuschauen. Was, wenn es irgendein hungriges Tier war? 😱 Das war mal wieder absolutes Kopfkino für mich Angsthasen. Ich entdeckte weit und breit keinen Menschen und hoffte, dass ich mir das nur eingebildet hatte. Dass ich mich bis zum Auto dauerhaft beobachtet fühlte, könnt ihr euch sicherlich vorstellen.

Ich hoffe, euch hat der kleine Beitrag gefallen. Derzeit habe ich so viel Bildmaterial, dass es demnächst einige Beiträge geben wird. Wenn ihr also Bock auf Hamburg, Sächsische Schweiz und Harz habt, abonniert gern den Blog. Ich beeile mich mit dem Schreiben. Bis dahin, lasst es euch gut gehen. 🙃

2 Kommentare zu „#108: Burgsteinfelsen, Kösseine und Haberstein“

  1. Ein weiterer sehr schöner wildromantischer Spaziergang. Zum Glück wurde im Diner schnell Platz frei, um den inneren Menschen zu stärken (und aufzuwärmen). Denke, es muss schön gewesen sein an diesen Aussichtspunkten, aber kalt… Ich genieße immer deine Fotoserien, wofür ich dir nochmal danke.
    Schöne Woche und viele Grüße,
    Rudi

    Gefällt 1 Person

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