#53: Die Idagrotte auf dem Frienstein

Sächsische Schweiz – wir kommen

01:10 Uhr klingelte mein Wecker und ich sprang förmlich aus dem Bett. Vorfreude ist nicht zu unterschätzen. Ich kletterte in die Klamotten, schob die Zahnbürste quer durch den Mund und bereitete uns ein leckeres Frühstück vor.

02:00 Uhr kam Niklas zu mir und wir fuhren Richtung Osten. Auf der Autobahn war um die Zeit natürlich kaum einer unterwegs. Die über 2 Stunden Fahrt vertrieben wir uns mit ein paar entspannten Gesprächen. Auch von der spontanen Umleitung, die quer durch Dresden führte, ließen wir uns nicht ärgern.

Am Fuß des Frienstein

Gegen 04:00 Uhr parkten wir das Auto am Beuthenfall. Ich zurrte meine Wanderstiefel fest, schaltete die Taschenlampe ein und los konnte es gehen. Während wir dem Weg der digitalen Wanderkarte folgten, dämmerte es bereits am Horizont. Eigentlich konnte ich mich bis jetzt immer auf die Online – Karten verlassen, war aber bei der Zeitangabe von 57 Minuten für 2,2 km etwas irritiert.

Nachdem wir vom Hauptweg abzweigten, wuchs mein Zweifel, ob wir wirklich richtig sind. Um uns herum lagen abgeholzte Bäume und Äste, das Gras wurde immer höher, ein Wanderweg war nur mit viel Fantasie zu erahnen. Aber die App maps.me war eindeutig der Meinung, dass ist der richtige Weg. Also folgten wir dem….

Die Steigung wurde jetzt heftiger. Zum Schluss war es so steil, dass ich mich fragte, warum ist hier keine Treppe. Baumwurzeln dienten plötzlich dazu, sich hochzuziehen, der Boden war nur durch die Zehenspitzen betretbar. Was fluchte ich vor mich hin… selbst Niklas, 12 Jahre jünger, hatte mit diesem Anstieg leicht zu kämpfen.

Ich schaute immer wieder auf die, mittlerweile, dämliche Wanderkarte. Immer noch war sie der Meinung, ihr macht das super, genau hier geht’s lang.

Jetzt erklärt sich zumindest die Zeitangabe.

Als wir endlich oben ankamen, sahen wir einen offiziellen Wanderweg, mit Treppen. Naja, merk ich mir für das nächste Mal. Jetzt wusste ich zumindest wieder, wo meine Lunge sitzt, denn die brannte in vollen Zügen.

Der Frienstein mit der Idagrotte ist schon ein besonderes Fleckchen Erde. Vergessen war die ganze Anstrengung vom Aufstieg, wenn man solche Eindrücke festhalten darf.

Ich kannte den Spot bis jetzt nur aus dem Internet und hatte anfangs leichte bedenken, ob ich mich traue, an dem schmalen Felsen entlang zu laufen. Zum Glück war es vor Ort breiter, als es auf den Bildern aussah.

Weit und breit war keine Menschenseele. Wir hatten also die gesamte Aussicht für uns alleine und konnten uns in Ruhe austoben, einfach großartig. Der Sonnenaufgang war zwar nicht wirklich spektakulär, dafür sah die Wolkendecke eindrucksvoll aus.

Die Suche nach dem Kleinen Winterberg

Nachdem wir alles erkundeten, wollte ich noch zum kleinen Winterberg schauen. Ich hatte bereits Bauchschmerzen, als ich nur dran dachte, die Wanderapp zu nutzen. Aber da wir keine passende Ausschilderung fanden, blieb uns nichts anderes übrig.

Nach ca. 20 Minuten standen wir vor einem Pavillon. Die App sagte, links sollten wir dran vorbei laufen, jedoch ging es links nur einen Abhang runter. Wir hörten Stimmen, fanden jedoch nicht heraus, wo sie herkamen. Die Tour steckte uns mittlerweile etwas in den Knochen, weshalb wir entschieden, zum großen Winterberg zu laufen, denn der war ausgeschildert. Wie ich im Nachgang auf Instagram erfuhr, hätten wir einfach nur den Hang runterlaufen müssen und wären da gewesen – wie dumm.

Der Große Winterberg

Der Weg zum großen Winterberg wurde wieder etwas steiler, aber wenn man mit einer besonderen Aussicht belohnt wird, lohnt es sich ja. Denkste… Wir kamen nach erneuten 30-40 Minuten auf dem Berg an und fanden… nichts. Einzig ein Aussichtsturm war ausgeschildert und der hatte geschlossen. Ich freute mich mal wieder… nicht 🙂

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Aber naja, wir haben uns bewegt und waren für das nächste Mal um einiges schlauer. Falls jemand von euch weiß, was unser Fehler war oder ob es auf dem großen Winterberg wirklich nichts Tolles gibt, außer einer Gaststätte und dem Aussichtsturm, ich wäre über jeden Hinweis dankbar.

Eigentlich wollten wir auf dem großen Winterberg mit einer fantastischen Aussicht frühstücken. Da aber nichts so richtig klappen wollte, suchten wir auf dem Rückweg einen passenden Rastplatz. Und tatsächlich fanden wir ihn. Manchmal reicht einfach  die Stille und Weitsicht, für einen perfekten Morgen.

Nach dem ganzen Umzugsstress und der nervigen Corona – Berichterstattung im TV, tat diese Tour richtig gut. Endlich fühlte man sich nicht mehr wie ein Verbrecher, wenn man das eigene Bundesland verlässt 😉

Wenn ihr nichts verpassen wollt, abonniert gern meinen Blog. Die nächste Tour ist mal wieder direkt in Planung. Und keine Sorge, ich bombardiere niemanden mit Mails zu.

12 Kommentare zu „#53: Die Idagrotte auf dem Frienstein“

  1. Dein Blog gehört ohne Zweifel zu meinen Favoriten. Aus diesem Grund habe ich Dich für den Awesome Blogger Award nominiert, den Du auf meinem Blog findest 🙂 Es würde mich sehr freuen, wenn Du mitmachst. Solltest Du dich dagegen entscheiden, dann betrachte die Nominierung einfach als ein großes Kompliment an Dich und Deinen Blog

    Ganz viele liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
    Leni

    Gefällt 1 Person

    1. 😱 oh wow, vielen lieben Dank 😍 Natürlich mache ich da sehr gerne mit. Es freut mich riesig, wenn die Beiträge gut ankommen.
      Ich mag deinen Blog und deinen Bildstil auch total gern 😃 Hab ein wundervolles Wochenende, fahre morgen gehen 04:00 Uhr gleich nochmal in die sächsische Schweiz 😴😅

      Gefällt 1 Person

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