#26: Stürmisches Giebichensteinviertel

Samstag 16:30 Uhr, ich klebte förmlich auf der Couch, während ich einen Film auf Netflix suchte. Draußen tobte der Wind, fette Wolken zogen über die Stadt, es regnete gelegentlich  und plötzlich blinkte mein Handy auf. Was meinst du zum Wetter?  schrieb mir Sven. Bis jetzt nicht viel, dachte ich. Ich hatte es mir gerade gemütlich gemacht: Eine kuschlige Mollydecke, ein frisch eingegossenes Gläschen Portwein, ein Thriller dazu… Was hättet ihr gemacht?

Natürlich habe ich alles stehen und liegen lassen und bin zum Saaleufer gefahren. Warum? Die Neugier hat zugeschlagen. Ich finde, Halle ist bei so einem Wetter sehr fotogen. Auf dem Weg dorthin fing es prompt an zu regnen. Aber das reicht nicht, Hagel kam direkt hinterher.

Entlang der Talstraße

Ich parkte mein Auto in der Talstraße, stiefelte mit der Regenjacke nach draußen und fing die ersten Motive ein. Keine 5 Minuten später bog Sven mit seinem roten Flitzer um die Ecke. Er kam zu mir ans Ufer, ebenfalls unter seiner Kapuze versteckt.

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Sven wollte zur Bergschenke, den blühenden Flieder einfangen. Bevor es aber zum Restaurant den Berg hoch ging, sprangen wir am Ufer entlang. Der Regen ließ nach und somit auch die Flecken auf der Linse. Dafür blieben überall kleine Pfützen zurück. Klar, dass wir die genutzt haben, um etwas mit der Perspektive zu spielen ;o)

Die Bergschenke

Die Wolken zogen weiter Richtung Burg Giebichenstein, Zeit für uns zur Bergschenke aufzubrechen. Von dort oben hat man einen herrlichen Blick und wer Hunger hat, ist hier genau an der richtigen Adresse ;o)

Wirklich farbenfroh war der Flieder nicht. Finde ich aber auch nicht schlimm, sucht man sich halt andere Perspektiven ;o)

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Die Wolken waren an dem Tag herrlich. Verschiedene Grautöne, ab und zu blitzte ein wenig Sonnenlicht durch und teilweise wirkte es, als ob gleich der Weltuntergang vor der Tür steht. Vielleicht sollte ich Storm Hunter werden, da wird’s bestimmt nie langweilig ;o)

Auf der Giebichensteinbrücke

Für uns geht es jedenfalls erstmal wieder nach unten zur Giebichensteinbrücke. An alle Nicht – Hallenser, so nennt man die Brücke vor der Burg.

Die Burg harmoniert super mit den düsteren Wolken. Wir konnten uns beide nicht satt sehen und warteten einen Moment, bis sie direkt über der Burg hingen. Und als wäre das Wetter nicht schon perfekt genug, kam auch noch die MS Händel angeschippert. Als Gast auf dem Deck hätte ich pro forma einen Regenschirm aufgespannt, so schwarz wie der Himmel war.

Die Burg Giebichenstein

Wir standen direkt vor der Burg, als Sven mich fragte, ob ich schon mal oben war. Ich verneinte und es stand fest, dass wir diese Bildungslücke schließen müssen ;o) Auch für ihn ging es bis jetzt noch nie in diese luftige Höhe.

Wir liefen erst durch ein kleines Waldstück und ab da ging es stetig bergauf. Nach  ein paar Stufen erreichten wir die Turmspitze. Für mich war es im Turm wieder etwas schwindelerregend, denn die Treppen waren offen. Mit der Höhe an sich habe ich kein Problem, aber mit Wendeltreppen und offenen Stufen irgendwie schon. Die Aussicht entschädigte dafür einiges.

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Im Torturm angekommen, zogen wir die vier Fensterläden auf und hatten auf jeder Seite ein tolles Panorama. Da vergisst man schnell, dass einem ein kaltes Lüftchen um die Nase weht ;o)

Nach und nach kam die Sonne durch und die Wolken zogen weiter. Zurück blieb ein klarer, blauer unspektakulärer Himmel. Für meinen Geschmack viel zu hell, daher packte ich die Kamera ein und lief mit Sven gemütlich zurück zum Auto.

Nach zwei Stunden habe ich meine Heimatstadt wieder ein Stückchen näher kennengelernt. Es lohnt sich also doch, wenn man sich ab und zu aus seiner Komfortzone bewegt ;o)

Wenn ihr nichts mehr verpassen wollt, folgt gerne meinem Blog (siehe Startseite). Ihr bekommt nur Infos, wenn ein neuer Betrag online geht ;o) Ich habe noch einiges für dieses Jahr geplant, ihr dürft gespannt sein.

3 Kommentare zu „#26: Stürmisches Giebichensteinviertel“

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