#22: The Forest

Ich brauchte mal wieder einen Ausgleich zum Alltag. Auf der Karte suchte ich mir die Region um Oderbrück aus, welche ich bis jetzt viel zu selten erkundet habe. Früh um 06:00 Uhr schnappte ich mir meine Kamera, ein bisschen Fastfood und fuhr Richtung A38. Nebenbei hörte ich den Kriminalpodcast von ZEIT Online: Verbrechen. Ob dass das passende ist, wenn man alleine in den Wald geht, weiß ich nicht so genau, aber spannend ist er definitiv ;o) Das später der Empfang weg ist, ich ihn deswegen vergesse auszuschalten und mitten im Wald plötzlich lautstark eine Stimme anfängt zu erzählen, weil das Netz wieder da ist, lasse ich an der Stelle lieber unkommentiert. #schreckmomentdestages

Oderteich

Auf dem Parkplatz war noch nicht viel los, die meisten Touris liegen vermutlich noch in ihren warmen Betten. Zwischen den Bäumen hing leichter Nebel und es war verdammt kalt. Zum Glück hatte ich noch ein paar Handschuhe im Auto. Ich entschied mich von Oderbrück aus zum Teich zu laufen, eine Strecke die ich bisher noch nicht kannte.

Die ersten paar Meter liefern sich super, aber dann ging es los… Glatteis, so richtig fieses. Nicht schon wieder, dachte ich mir. Die Sch…. hatte ich doch erst im Urlaub. Ich stellte mir die Wanderung mega entspannt vor, ein schönes Hörbuch auf den Ohren, gemütlich den Weg entlang laufen und die Natur genießen. Und jetzt tanze ich wie eine Ballerina übers Eis und drehe meine Pirouetten, nur nicht so elegant. Zum Glück war weit und breit kein weiterer Wanderer zu sehen, der hätte sonst vor Lachen in der Ecke gelegen. 

Für die 1,2 km zum Oderteich brauchte ich eine halbe Ewigkeit. Nicht selten stand ich mitten auf dem Wanderweg und konnte mich einfach nicht vorwärts bewegen. Mit jedem Versuch, einen weiteren Schritt, rutschten die Beine auseinander. Ich würde es als Hochleistungssport bezeichnen, dass ich den Weg unbeschadet überstanden habe ;o) An der Sonnenkappe angekommen, schnaufte ich erstmal durch.

Nachdem die ersten Bilder im Kasten waren, entschied ich mich, die von Glatteis überzogenen Wanderwege zu verlassen. Ich hatte mir noch einen weiteren Spot raus gesucht, der zum Glück etwas tiefer lag.

Zwischen Torfhaus und Altenau

Ich parkte mein Auto neben der Bundesstraße und folgte einem Damm, quer durch den Wald. Hier waren die Farben so viel anders als zuvor. Warme Grün- und Brauntöne soweit das Auge reicht. Der geschmolzene Schnee hat jede Menge Wasser zurückgelassen, was die Farben noch saftiger wirken lies. Es war einfach herrlich.

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Ich lief den Dammgraben weiter entlang und entdeckte immer neue Motive. Die Gegend hier ist einfach wunderschön. Beim nächsten Mal packe ich unsere Fellnase mit ein, dem gefällt’s hier bestimmt auch so gut wie mir ;o) 

Überall plätscherte das Wasser, zum Glück hatte ich mein kleinen Stativ dabei. Immer wieder positionierte ich es vor kleinen Wasserfällen und wartetet ab, bis das Bild fertig ist. In dieser Gegend kann man locker mehrere Tage verbringen. Beim nächsten Mal plane ich mehr Zeit ein, denn ich bekam am Nachmittag noch Besuch zuhause. Den möchte man natürlich nicht warten lassen ;o)

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Bevor es aber nach Hause ging, machte ich einen Abstecher nach Königshütte. Ich konnte nicht anders und musste meine Neugier stillen. Wie viel Wasser kommt wohl aktuell nach unten geschossen?

Königshütte

Ganz so viel Wasser wie ich mir erhofft hatte, gab’s nicht, aber ein paar Bilder sind dennoch etwas geworden ;o) Diesmal fand ich den Damm gegenüber allerdings viel interessanter. Dort schossen durch eine kleine Lücke die Wassermengen hindurch.

Ein kurzer Blick auf die Uhr, nun aber schnell nach Hause. Unglaublich wie die Zeit vergeht, wenn man mit der Kamera unterwegs ist. Wenn das mal auf Arbeit immer so wäre… ;o) Es hat sich wie immer mehr als gelohnt, an diesem Tag loszuziehen.

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2 Kommentare zu „#22: The Forest“

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