#249: Mit der Pentax ME und dem Kodak Gold im Felsenlabyrinth der Tyssaer Wände

Wer im Elbsandsteingebirge das beste Licht erwischen will, muss früh raus. Für meine neueste analoge Serie ging es deshalb mitten in der Nacht los: Zusammen mit meiner Freundin habe ich mich auf den Weg über die tschechische Grenze gemacht, um den Sonnenaufgang in den Tyssaer Wänden (Tisá) zu sehen. Im Rucksack hatte ich diesmal ein angenehm leichtes Setup dabei: die extrem kompakte Pentax ME und ein paar Rollen Kodak Gold. Entstanden ist dieser Blog über ein gelungenes Mikroabenteuer und ein paar Gedanken zum Belichten bei schwierigen Kontrasten.

Der Morgen: Sonnenaufgang über den Tyssaer Wänden

Unser Abenteuer begann mitten in der Nacht. Der Wecker riss uns gnadenlos aus dem Schlaf, doch für einen Sonnenaufgang in den Tyssaer Wänden (Tisá) lohnt sich jedes frühe Aufstehen. Als wir den markanten Felseneingang erreichten, lag die Landschaft noch in ein tiefes, kühles Blau gehüllt. Wir suchten uns einen exponierten Aussichtspunkt auf den Felsenriffen und warteten.

Und dann passierte es endlich: Die Sonne schob sich über den Horizont und verwandelte das graue Gestein in eine glühende Kulisse. Da wir auch hier direkt im Gegenlicht fotografierten, habe ich mich beim Handling der Pentax ME für eine bewusste Belichtungskorrektur entschieden. Da die ME als reiner Zeitautomat arbeitet, habe ich das Drehrad am linken Gehäusedeckel auf 2x (entspricht +1 bis +2 Blenden) gestellt.

Mir war wichtig, dass die feinen Strukturen der Felsen im Vordergrund nicht im tiefen Schatten absaufen, während der Himmel im goldenen Licht erstrahlt Das Ergebnis: Herrlich warme Farben und ein wunderbar weicher Kontrast, der dem tschechischen Sandstein eine unglaubliche Tiefe verleiht.

Kontraste im Felsenlabyrinth

Nachdem die Sonne höher stand, packten wir unsere Sachen und sind noch eine große Runde durch das eigentliche Felsenlabyrinth gelaufen. Der Weg führt dort durch teils meterhohe, extrem enge Felsgassen. Zu entdecken gibt es hier mehr als genug.

Fotografisch war das die nächste Herausforderung: Das harte Vormittagslicht knallte von oben auf die Spitzen der Wände, während unten in den Gängen tiefer Schatten lag. In solchen Momenten merkt man erst, wie gutmütig der Kodak Gold eigentlich ist. Ich habe die Belichtung eher auf die schattigen Bereiche abgestimmt und hatte Glück. Da der Film eine reichliche Überbelichtung in den hellen Bereichen relativ gut verzeiht, reißen die Lichter oben an den Felskanten nicht unschön aus. Das Zusammenspiel aus den warmen Sonnenflecken und den eher kühlen, bläulichen Schatten in den Spalten gibt den Bildern einen tollen, plastischen Look.

Fazit: Kompakt Reisen und entspannt Fotografieren mit der Pentax ME & dem Kodak Gold 200

Die Tyssaer Wände sind zu jeder Tageszeit einen Besuch wert, aber der frühe Morgen hat definitiv seinen eigenen Reiz. Die Pentax ME hat sich auf der Tour als idealer Begleiter erwiesen. Sie ist so klein und unaufdringlich, dass sie beim Kraxeln durch die engen Spalten nie im Weg war und man sich voll auf die Umgebung konzentrieren konnte. Zusammen mit dem Kodak Gold hat sie die Stimmung dieses Vormittags genau so eingefangen, wie ich sie in Erinnerung hatte: warm und abenteuerlich.

Hast du die Pentax ME auch schon mal in der Landschaftsfotografie genutzt? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen. Wenn du Lust hast, mich öfter auf meinen analogen Fototouren und Wanderungen zu begleiten, trag dich gerne unten in den Newsletter ein.

Falls es dich nun selbst in die Tyssaer Wände oder das Elbsandsteingebirge zieht und du auf der Suche nach den schönsten Routen bist, schau dir gerne meinen Wanderführer an. Dort habe ich meine liebsten Routen und Ausblicke für dich zusammengefasst. Die passenden Prints zu dieser Tour findest du zudem ab sofort im Shop.

3 Kommentare

  1. Pingback:„..Im Felsenlabyrinth der Tissaer – Brücke 13 LEIT-SÄTZE

  2. Wunderschön!
    Ich habe es bei mir angezeigt.

Kommentar verfassen