Erlebe den Röhrgrabenweg und die Greifensteine im Erzgebirge. Bei dieser Wanderung atmest du schon nach ein paar Schritten tief durch und merkst: Hier lässt es sich richtig gut abschalten. Wenn du Lust auf Ruhe und Natur hast, bist du hier genau richtig. Hier zeigt sich die Gegend nämlich von ihrer ganz ursprünglichen Seite – mit dichten Wäldern, plätschernden Bächen und stillen Pfaden, die gerade an regnerischen Tagen ihren eigenen Zauber versprühen. Egal, ob du eine entspannte Runde in der Natur suchst oder als Outdoor-Fan eine abwechslungsreiche Tour planst. Der Röhrgrabenweg nimmt dich mit auf ein wunderschönes Erzgebirgserlebnis. Und das zu jeder Jahreszeit. Für uns ging es dort Anfang Juli hin. Es war ein regnerisch bewölkter Tag und ich erhoffte mir mein absolutes Lieblingswetter. Ein bisschen Nebel, ein bisschen Regen, gepaart mit saftigen Grüntönen.
Aussicht Greifensteine
Los ging’s früh am Morgen, noch halb im Schlafmodus, direkt vom Parkplatz an den Greifensteinen. Die Felsen sollten nämlich unser erstes Highlight des Tages werden. Immerhin hatte ich mich schon lange auf die Aussicht gefreut. Als wir dann am Eingang standen, kam allerdings der erste „Äh… echt jetzt?“-Moment: Unsere Fellnase durfte nicht mit hoch. Ein Drehkreuz machte das Ganze hundeunfreundlich und ließ uns etwas blöd dastehen. Also Plan B: Ich flitzte allein nach oben und hatte die Kamera im Anschlag, während die beiden unten die Stellung hielten. Oben angekommen war die Aussicht an sich cool – schöne Weitsicht, frische Morgenluft, Felsen, alles dabei. Aber irgendwie… hatte ich mir doch ein bisschen mehr erhofft. Vielleicht lag’s daran, dass ich den Moment gern mit Hund und Freundin geteilt hätte. Naja, der Tag war ja noch jung.






Tief im Wald entlang des Waldgeisterpfades
Im Anschluss ging es dann endlich gemeinsam weiter in den Wald. Der Waldgeisterpfad hatte uns quasi schon zugewunken, und ich sag’s dir: Ich wurde richtig positiv überrascht. Statt eines normalen Spazierwegs erwartete uns ein kleiner Zauberpfad. Überall am Wegesrand tauchten plötzlich geschnitzte Figuren auf, jede einzelne mit so viel Liebe zum Detail, dass man automatisch langsamer lief, nur um ja nichts zu verpassen. Mal grinste ein frecher Waldgeist zwischen den Wurzeln hervor, mal saß ein kleiner Zwerg auf einem Baumstumpf und tat so, als würde er Geschichten erzählen. Genau die Art von Weg, bei der man ständig „Oh, guck mal da!“ ruft – und alle zwei Meter stehen bleibt.






Nachdem wir hier wirklich jeden kleinen Waldgeist aufgespürt hatten, passierte natürlich das, was immer passiert, wenn man gerade so richtig im Flow ist: Es fing an zu regnen. Erst zaghaft, dann „Okay, wir sollten uns besser was suchen, bevor wir durchsuppen“. Perfektes Timing für eine Frühstückspause, dachten wir uns und zum Glück tauchte wie aus dem Nichts eine kleine Hütte auf. Die Rettung.
Dort saßen wir dann, hörten das Prasseln auf dem Dach und knabberten unser Frühstück weg, während der Hund draußen prüfte, ob Regen eigentlich essbar ist. Der Schauer dauerte nicht lange, und schon bald konnten wir wieder losziehen. Dieser Moment nach dem Regen war dann ein Traum. Der Wald sah plötzlich aus wie frisch übermalt. Die Grüntöne waren so satt und leuchtend, dass ich die Kamera gefühlt alle zwei Sekunden wieder zückte.






Das Highlight: Der Röhrgrabenweg
Im Anschluss startete dann endlich der Röhrgrabenweg – mein absolutes Tages-Highlight und eigentlich auch der Hauptgrund, warum wir überhaupt hergefahren sind. Denise war im Winter schon mal hier gewesen, und als sie mir damals ihre Fotos zeigte, war mir sofort klar: Da müssen wir im Sommer zusammen hin. Also stapften wir los, voller Vorfreude, und schon nach den ersten Metern wusste ich, dass die Entscheidung goldrichtig war. Der Weg hatte genau die Mischung aus Natur, Ruhe und Schönheit, die man am liebsten in eine Dose packen und mit nach Hause nehmen würde.
Wir tobten uns aus fotografischer Sicht komplett aus und kamen nach unzähligen Stunden glücklich und zufrieden am Auto an. Wenn du den Röhrgrabenweg selbst erkundest, wirst du ziemlich schnell merken, wie viel Ruhe und versteckte Schönheit in diesen stillen Ecken stecken. Jeder Abschnitt wirkt ein bisschen wie eine kleine Entdeckungstour und vielleicht findest du unterwegs sogar deinen ganz eigenen Lieblingsplatz. Für mich persönlich waren der Röhrgrabenweg und die Greifensteine im Erzgebirge definitiv ein lohnenswertes Duo. Klar, der Anfang war ein bisschen holprig (Stichwort: Drehkreuz und Hund), aber am Ende war die Runde einfach richtig klasse.






Falls auch du deine Erlebnisse genauso gern festhältst wie ich: Schau gern mal in meine Lightroom-Presets rein. Damit bekommst du genau diesen atmosphärischen, leicht magischen Look hin, der Wanderfotos sofort lebendig wirken lässt – perfekt für Tage voller Wald, Felsen und ein bisschen Abenteuer.
Ich hoffe die Tour hat dir genauso gut gefallen wie mir. Wenn du keine neuen Geschichten, Touren oder Fotospots verpassen willst, dann abonnier gern meinen Blog. Ich freu mich, wenn du auch beim nächsten Mal wieder mit am Start bist.




Mir ist es diesmal zu dunkel. Aber das ist wohl Absicht, nehme ich an.
Ja das ist Absicht, da es sehr dunkel an dem Tag war.