Im Sommer war ich bereits zum Sonnenaufgang dort, aber die Tyssaer Wände im Nebel? Das ist nochmal eine ganz andere Liga! Wenn die Felsen in dichte Schwaden gehüllt sind, entsteht eine Atmosphäre, die mich völlig in ihren Bann zieht. Oh ja, diese Wanderung war wirklich der Hammer! Ich hatte lange keinen so mystischen Nebel mehr vor der Kamera – und das hat dazu geführt, dass ich ein bisschen eskaliert bin. Vielleicht habe ich mehr als 300 Bilder mit nach Hause gebracht… Jetzt sitze ich hier, starre auf den Bildschirm und frage mich, welche ich dir zuerst zeigen soll. Aber keine Sorge, ich krieg das schon hin.
Startpunkt Parkplatz Tisá
Los ging’s also vom Wanderparkplatz in Tisá. Und hier kommt direkt mein erster Tipp: Vergiss nicht, ein Parkticket zu ziehen! Wir waren so aufgeregt, dass wir das total verpeilt haben – und schwupps, war das Knöllchen da. Passiert, im Eifer des Gefechts. Also, merk dir: Erst Ticket, dann Abenteuer. Aber hey, es konnte die Stimmung nicht wirklich trüben, denn die Wanderung war trotzdem ein Volltreffer.




Aussicht an den Tissaer Wänden
Schon auf den ersten Metern hätte ich jedes Mal anhalten können, um Fotos zu machen. Die Stimmung war einfach umwerfend – und dann trug Denise auch noch ihre leuchtend gelbe Jacke, die im Nebel richtig gut zur Geltung kam. Ich war hin und weg. Als wir oben ankamen, war die Euphorie so groß, dass ich erstmal gar nicht wusste, in welche Richtung wir starten sollten. Niemand konnte sagen, wie lange sich der Nebel noch halten würde und ich hatte natürlich ein paar Spots im Kopf, bei denen ich ihn unbedingt mit drauf haben wollte.




Also, erstmal hoch zur Aussicht, auch wenn wir genau wussten, dass wir dort oben wahrscheinlich nicht wirklich viel sehen würden. Und tatsächlich wurde die Nebelsuppe immer dichter. Ein kleines bisschen weniger wäre vielleicht auch ganz schön gewesen, aber hey, ich will mich nicht beschweren. Wanderblendenregel Nr. 1: Beschwere dich nie, wirklich nie über Nebel.




Durch die Felsgassen
Aber weißt du, was der Vorteil ist, wenn du an der Aussicht nicht viel siehst? Die Entscheidung, wohin es gehen soll, ist um einiges leichter. Nämlich einfach wieder nach unten. Und genau auf diesem Rückweg habe ich das erste von zwei Lieblingsbildern der Tour geschossen. Ich wartete geduldig, bis Denise die Treppen hinunterlief und im perfekten Moment drückte ich ab. Der Nebel, die Treppen, Denise in ihrer gelben Jacke – top.




Wir setzten unsere Wanderung fort und schlängelten uns weiter durch das Felsenlabyrinth. Ich ließ Denise meistens vorlaufen, weil ich von der Kombination aus ihrer gelben Jacke und den düsteren Felsen einfach nicht genug bekommen konnte. Und weil ich an diesem Tag auch noch mein 10-18 mm APSC-Weitwinkel dabei hatte, eröffnete sich mir eine ganze neue Welt an Perspektiven. Genau hier entstand übrigens mein zweites Lieblingsbild des Tages. Der Blick durch die Felsen, die nur eine kleine Lücke lassen, durch die das Licht fällt – das hatte mir schon im Sommer unglaublich gut gefallen. Nur damals ohne Model. Diesmal war alles perfekt.








Als sich der Nebel verzog
Tja, es kam, wie es kommen musste – der Nebel verzog sich schneller als gedacht. Plötzlich wirkte die ganze Szenerie viel klarer, aber irgendwie auch ein bisschen… gewöhnlicher. Zum Glück hatten wir da schon über die Hälfte des Weges hinter uns. Keine Frage, die Tiské stěny sind auch ohne Nebel beeindruckend, aber dieser mystische Touch, der die Felsen so besonders wirken ließ, fehlte jetzt ein wenig. Naja, man kann nicht alles haben und immerhin hatten wir ihn für die besten Spots.






So langsam neigte sich unsere Runde dem Ende zu, und ich konnte nur zufrieden grinsen. Genau so hatte ich mir das vorgestellt – ein voller Erfolg. Wieder ein Ort, den ich in genau der richtigen Atmosphäre erleben durfte. Innerlich konnte ich ihn nun von meiner To-do-Liste streichen. Aber mal ehrlich: Diese Liste ist endlos. Und genau das ist der Plan. Genug Abenteuer sammeln, um irgendwann im Alter von 80 vor dem Laptop zu sitzen, mit einer heiße Tasse Tee in der Hand und durch die Bilder der vergangenen Jahrzehnte zu klicken. Jede Aufnahme ein kleines Fenster in die Erinnerungen, jede Szenerie eine Geschichte, die ich mir dann noch einmal in aller Ruhe erzählen kann. Genau so soll es sein.




Und damit endet unser Abenteuer durch die Tyssaer Wände im Nebel – ein Tag, der schöner nicht hätte sein können. Diese Wanderung war definitiv wieder mal ein Highlight. Und soll ich dir was sagen, die nächste Tour steht schon in den Startlöchern. Meine To-do-Liste ist lang, sehr lang und ich habe noch so viele Orte, die ich mit dir teilen möchte. Wenn du Lust auf mehr Abenteuer, Nebelmagie und spektakuläre Ausblicke hast, dann folge dem Blog und bleib dran.
Wandbilder, Kalender 2025 und Poster gibt’s hier:


Da hast du dich einmal mehr selbst übertroffen 😊
Aawww das ist aber lieb, danke 🥰
🙏🤍💌
Danke ☺️
Was für ein herrlicher Beitrag, diesen wundervollen Fotos. Die Böhmische Schweiz kommt bei mir auf die Reiseliste. Und da denkt man, solch ein Mistwetter taugt nicht fürs Wandern. Über Tipps, wie man bei bei dieser Witterung dann doch Rucksack und Schuhe schnürt anstatt auf dem Sofa zu liegen, würde ich mich sehr freuen. viele Grüße
Am besten regenfeste Kleidung organisieren und dann einfach raus in den Wald ☺️