Ich wollte die Böhmische Schweiz nicht nur auf der Landkarte kennen, sondern hautnah erleben. Ganz oben auf meiner Liste: die markanten Felsen von Dittersbacher Wände in Tschechien. Falls du beim Namen stolperst – auf Deutsch nennen wir sie die Dittersbacher Felsen. Klingt einfacher, oder? Dieses Gebiet beeindruckt mit spektakulären Felsformationen und einzigartigen Aussichtspunkten: dem Marienfelsen, der Wilhelminenwand und dem Rudolfstein. Genau diese drei Orte stelle ich dir in diesem Beitrag vor – atemberaubende Weitblicke garantiert.
Startpunkt Parkplatz in Jetřichovice
Unser Abenteuer startete in Jetřichovice – der perfekte Startpunkt, um die drei Aussichtspunkte zu erkunden. Von hier aus kannst du eine traumhafte Rundwanderung planen, ohne denselben Weg zweimal gehen zu müssen. Genau mein Ding. Wie ich immer sage: Der Weg ist das Ziel. Das Wetter an diesem Tag? Sagen wir mal, es hatte seinen eigenen Kopf. Meistens war es grau und kalt, aber immerhin blieben uns Schnee und Glätte erspart. Perfekte Bedingungen sehen anders aus, aber hey – die beste Zeit für eine Wanderung ist immer jetzt.






Mir wurde schnell bewusst, was mich an diesem Morgen erwarten wird, bevor sich die wunderschönen Aussichten blicken lassen. Treppen, Treppen und noch mehr Treppen. Zum Glück hatten wir es nicht auf den Sonnenaufgang abgesehen, sodass wir den Aufstieg ganz entspannt und ohne Zeitdruck genießen konnten.




Erste Aussicht Mariina skála (Marienfelsen)
Die erste Aussicht war zum Greifen nah. Nur noch ein paar letzte Stufen – und dann endlich Frühstückspause mit Panorama-Blick. Knapp eine Stunde hatten wir bis hierher gebraucht. Geht bestimmt schneller, aber du weißt ja, wie das mit Fotografen ist. Jeder Felsen, jeder Baum, jede Treppe will festgehalten werden – da zieht sich das eben ein bisschen. Außerdem war ich nicht allein unterwegs. Mit Diana, Denise und Murphy an meiner Seite wurde natürlich nicht nur gewandert, sondern auch ausgiebig gequatscht. Genau so, wie es sich für einen entspannten Wandertag gehört.






Ein paar Nebelschwaden zogen durchs Tal – nicht ganz das dramatische Spektakel, das ich mir erhofft hatte, aber hey, beschweren wollte ich mich nicht. Also erstmal Frühstück auspacken, einen Glühwein einschenken und die Aussicht genießen, bevor es weitergeht. Doch kaum hatte ich es mir gemütlich gemacht, wurde der Nebel dichter. Und wie sollte es anders sein? Plötzlich hatte ich Hummeln im Hintern. Still sitzen? Keine Chance. Ich schnappte mir die Kamera und legte los – wer weiß, wie lange dieser magische Moment anhielt.




Zweite Aussicht Vilemínina stěna (Wilhelminenwand)
Schweren Herzens riss ich mich vom Nebel los – aber die Hoffnung blieb, dass an der nächsten Aussicht vielleicht noch ein Hauch davon übrig war. Also packten wir unsere Sachen und zogen weiter. Zunächst führte der Weg wieder einige Stufen bergab, und ich hatte Glück: Ein feiner Dunst hing noch zwischen den Bäumen. Doch kaum hatte ich die Kamera gezückt, begann das Schauspiel auch schon zu verblassen. Ein kurzer, flüchtiger Moment – genau die Art, die einen Wanderung so besonders macht.




Jetzt war es Zeit, tief durchzuatmen – eine ordentliche Portion frische Waldluft lag in der Luft. Die nächsten Meter bis zur Aussicht führten uns durch ein Meer aus satten Grün- und Orangetönen. Und ja, natürlich gab es auch hier wieder ein paar Treppen, aber zum Glück nicht mehr so viele wie zu Beginn. Dieses Wandergebiet ist einfach unglaublich schön. Und wie so oft kommt der Gedanke: Wenn im Sommer alles dicht bewachsen ist, könnte es fast noch ein kleines Stückchen hübscher sein.






Endlich war sie da, die Aussicht an der Wilhelminenwand. Der Blick auf den Marienfelsen, der sich jetzt klar und ohne Nebel vor uns ausbreitete, war beeindruckend – auch wenn ich gern etwas Nebel gehabt hätte. Aber ich muss schon sagen, sie war mindestens genauso schön wie die vorherige Aussicht. Und dann kam dieser Gedanke: Man müsste wirklich mal herausfinden, wo genau die Sonne hier aufgeht oder untergeht. Was wäre, wenn eines davon genau hinter diesem kleinen Häuschen stattfindet? Ein Sonnenaufgang, der den ganzen Moment in goldenes Licht taucht – ich konnte es förmlich sehen. PhotoPills wird mir bestimmt mehr darüber verraten. Mit dieser App kannst du nämlich planen, wann wo die Sonne aufgeht.






Dritte Aussicht Rudolfův kámen (Rudolfstein)
Zum Abschluss stand der Rudolfstein auf dem Plan. Nach den ersten beiden Aussichten, die mich regelrecht vom Hocker gehauen hatten, konnte die letzte nicht ganz mithalten. Versteh mich nicht falsch, auch hier war es schön, aber irgendwie hatten die anderen Spots einfach mehr Charme. So kam es, dass ich immer weniger Lust hatte, die Kamera zu zücken. Das setzte sich auch auf dem Rückweg fort. Meine Motivation, ständig anzuhalten und noch ein Bild zu schießen, schwand mit jedem Schritt. Also beschloss ich, die Kamera zurück in den Rucksack zu packen.






Ich hoffe, dir haben die markanten Felsen von Dittersbacher Wände in Tschechien genauso gut gefallen wie mir. Aber keine Sorge, das war noch lange nicht alles! Im nächsten Blog geht’s wieder nach Tschechien – und diesmal nehmen wir Kurs auf eine alte, verlassene Grundmühle. Freu dich auf eine spannende Entdeckungstour, bei der du einen ganz anderen, aber genauso faszinierenden Teil des Landes kennenlernen wirst. Bleib dran, es wird wieder abenteuerlich.
Wandbilder, Kalender 2025 und Poster gibt’s hier:


☕👍😍
Die gehen immer 🤭
Jetzt habe ich auch Appetit bekommen. Hier im recht nahen Görlitz fiel mir eine Broschüre mit Zielen in der Böhmischen Schweiz in die Hände. Auch die „Grundmühle“ ist dabei …
Dann unbedingt besuchen, es ist wirklich sehr schön dort 🥰