#87: Klusfelsen und Fünffingerfelsen

Man könnte meinen, ich wäre in Utah oder Nevada gewesen, wenn man die folgenden Bilder betrachtet. Doch tatsächlich bin ich nur eine Stunde mit dem Auto gefahren, um in Halberstadt anzukommen. Ja ihr hört richtig, die Bilder sind alle im Harz entstanden.

Durch die Ausgangssperre war ich etwas schneller als sonst unterwegs, denn ich wollte unbedingt den Sonnenaufgang festhalten. Als ich bereits auf der Autobahn das rote Band am Horizont entdeckte, war mir klar, dass es unglaublich knapp werden würde. 05:48 Uhr stellte ich das Auto ab und hastete mit Sven zum Klusfelsen. Er kam mit seinem Auto auch dorthin. Eigentlich holt der eine den anderen meist ab, aber um Zeit zu sparen, fuhren wir an diesem Tag getrennt.

Der Weg zum Klusfelsen ist nicht anstrengend, aber wenn man dorthin „rennt“, kommt man leicht ins Schwitzen. Wir schnauften erstmal tief durch, als wir oben ankamen und hatten die Kameras bereits im Anschlag. Die blaue Stunde hatten wir verpasst, aber die Goldene war uns sicher.

Das Licht war magisch und passte unglaublich gut zum Spot. So wie die Felsen angeleuchtet wurden, kam ich mir vor, wie in einer anderen Welt. Wie ich solche Momente liebe, die einen für ein paar Minuten alles vergessen lassen.

Ich kaufte mir vor einiger Zeit einen Sigma-Adapter für mein Fisheye an Sony Kameras. Das Objektiv ist aus der Zeit, als ich noch Canon genutzt habe. Bisher hatte ich es bei keiner Tour dabei. Den Adapter habe ich mir hauptsächlich geholt, um im Sommer die Milchstraße mit dem Fisheye festzuhalten. Doch durch die Ausgangssperre blieb mir das bisher verwehrt. Nun dachte aber, der Fisheye-Look könnte gut für die geplanten Bilder am Klusfelsen passen.

Drei Kreuze, dass ich das schwere Teil im Rucksack hatte. Mit diesem speziellen Objektiv bekomme ich ca. 170 Grad aufs Bild und dank der Felsformation fällt einem der Effekt nicht unangenehm ins Auge. Dann noch der Sonnenstern dazu, der dem ganzen das i-Tüpfelchen aufsetzte.

Den Klusfelsen zu erkunden ist eine ganz schöne Kraxelei. Aber ich finde, es hat sich mehr als gelohnt. Wir liefen anschließend weiter zum Fünffingerfelsen, um den Morgen entspannt ausklingen zu lassen. Das Licht war eh durch, aber wir wollten die Stille und die wärmende Sonne noch für einen Moment genießen.

Für mich steht fest, dass ich nochmal zum Sonnenuntergang herfahren muss. Die Inzidenz in Halle entwickelt sich bis jetzt ganz gut, sodass ich bald auch wieder zwischen 22:00 Uhr und 05:00 Uhr unterwegs sein „darf“. Und sobald die ersten Sonnenstrahlen für ein Wochenende angesagt werden, gehts endlich wieder zu ordentlichen Zeiten los, quasi halb in der Nacht 😆.

Im nächsten Beitrag zeige ich euch die Bedeutung von Waldbaden. Wir sind mitten in die Natur eingetaucht. Die dreckigen Hosen und Schuhe waren der beste Beweis. Auch wenn das Wetter nicht ganz so schön (schlecht) wie erhofft war, kamen ein paar tolle Schnappschüsse zusammen. Wenn ihr das nicht verpassen wollt, abonniert gern meinen Blog.

Zum Abschluss gibt es noch ein bisschen Werbung für den lieben Alexi Arnold. Ich durfte bei ihm im Podcast Draußen im Harz zu Gast sein. Wir haben 3 Folgen aufgenommen, wovon 2 mittlerweile online sind. Ich kann euch sagen, es ist echt unangenehm, wenn man die eigene Stimme hört – und dann auch noch in dieser Länge 😄. Wir haben über den Harz gequatscht, die Fotografie, Instagram und natürlich über mich 😅. Wenn ihr Bock habt, hört gern mal rein (überall wo es Podcasts gibt).

18 Kommentare zu „#87: Klusfelsen und Fünffingerfelsen“

  1. Utah oder Nevada stimme ich dir voll und ganz zu! Das sind wunderschöne Bilder, herrlich solche Sonnenaufgänge in so einer Umgebung erleben zu dürfen!
    Dein Bericht war wieder einmal super interessant zu lesen, Danke dir dafür. Ich freue mich auf den Bericht zum Waldbaden. Und noch einmal: traumhaft schöne Bilder und tolle Bearbeitung noch dazu.

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  2. Wie immer sehr schöne Bilder!! Habe ich es übersehen, oder hast du bisher noch nie in der Rhön fotografiert? Das kann ich wirklich nur allerwärmstens empfehlen, gerade für düsteres Wetter, dort gibt es wahnsinnig schöne, vulkanische Geröllschüttwälder, Basaltseen, Moore und „offene Fernen“. Ich finde deine Bilder anregend für meine nächsten Rhönjagden.

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  3. Spannend, ich habe gerade die ‚Fünffinger-Linde‘ besucht. Dein Bericht von den Fünffinger-Felsen ist atemberaubend schön. Du hast die Magie des Ortes sehr schön eingefangen. Manchmal muß man wirklich nicht weit fahren, um so schöne Momente zu erleben. Herzliche Grüße, Susanne

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