#69: Vogtlandsee und Elstertalbrücke

Instahike, Klappe die Zweite. Marcus fragte nach einem Revival und obwohl der Wetterbericht Sonne satt versprach, fuhr ich mit Stefani 04:45 Uhr ins Vogtland.

Vogtlandsee

Unsere Hoffnung bestand darin, wunderschöne Nebelschwaden über dem Vogtlandsee im Sonnenaufgang einzufangen. Romantik pur quasi. Voller Euphorie liefen wir durch den Wald in Richtung See. Doch als wir ankamen, fanden wir alles, nur keinen Sonnenaufgang und was noch viel schlimmer war, keinen Nebel. Meine Laune? Die rutschte dezent in den Keller und verkroch sich in einer dunklen Ecke.

Ich bekam die Vorstellung nicht aus dem Kopf, dass ich noch in meinem kuschelig warmen Bett liegen könnte. Aber nein, vor mir würde ein sonniger Fototag liegen, zumindest laut Wetterbericht. Ich versuchte das Beste daraus zu machen. Immerhin war Herbst und der ist erst dann golden, wenn die Sonne das Laub anstrahlt.

Wir entschieden uns für eine 3-stündige Wanderung um den Vogtlandsee. Ich erkundete jede Ecke, um abzuschätzen, ob es sich bei Mistwetter nochmal lohnt herzufahren und ich muss sagen, ja würde es. Wenn hier Nebel zwischen den Bäumen hängt, oder graue Wolken über den See ziehen, herrlich.

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Die Sonne schob sich durch den Nadelwald und tauchte alles in ein warmes Licht. Und so kam es, dass doch einige Bilder im Kasten landeten, mit denen ich mehr als zufrieden war.

Nach einigen Kilometern führte uns der Weg zurück zum Startpunkt. Wir waren bereit für die nächste Location. Zum Glück hatten wir Marcus, Georg und Patrick dabei, die sich im Vogtland bestens auskennen. Gemeinsam schmiedeten wir einen Plan für die nächsten Stunden.

Pfaffenmühle

Beim letzten Instameet sah ich mehrere Fotos der Elstertalbrücke und schnell war für mich klar, die muss ich live sehen. Doch bevor es zur Brücke ging, wollten wir uns in der Pfaffenmühle was zu Futtern holen. Allein der Weg hierher sollte ein kleines Highlight werden.

Mittlerweile störte mich nicht mal mehr die Sonne. Dank ihr bekam das Laub ein unglaublich schönes Leuchten. Gerade dieses alte Haus auf dem folgenden Bild hatte es mir angetan. Ein bisschen wie im Märchen, oder?

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Nymphental

Nach einem leckeren Schnitzel mit Pommes und Radler ging es mit vollen Bäuchen weiter durch das Nymphental in Richtung Elstertalbrücke. 

Diese unglaublich bunten Herbstfarben faszinierten mich. Dank der Sonne erstrahlten sie in ihrer vollen Pracht. Auch wenn ich an dem Tag immer wieder über die Wetterlage fluchte, war ich in der Nachbearbeitung umso erstaunter, wie schön sie auf den Bildern wirkte.

Elstertalbrücke

Da war sie endlich, diese riesige Ziegelsteinbrücke über der Weißen Elster. Nicht umsonst ist sie die zweitgrößte Ziegelsteinbrücke weltweit. Ich würde sagen, ich lasse die Bilder einfach für sich sprechen.

Nachdem sich beinahe jeder Winkel der Brücke auf meiner Speicherkarte befand, zogen wir weiter in Richtung Triebtal, um den Tag ausklingen zu lassen. Der Weg dorthin war ein Traum. Als wir dann auch noch zwei Fliegenfischer entdeckten, kam ich mir vor wie in einer Filmkulisse.

Triebtal

Mittlerweile spürte ich die vergangenen Kilometer in den Beinen, aber das Triebtal musste noch sein. Die Landschaft erinnerte mich an einen Mix aus dem Bodetal und der Edmundsklamm. Oder was meint ihr?

Schnell war klar, dass ich mir im Triebtal für das nächste Mal mehr Zeit einplane. Man kann locker einen halben Tag hier verbringen, ohne dass einem die Fotomotive ausgehen.

Am Ende des Triebtals wartete die Talsperre Pöhl auf unsere Drohnenpiloten. Für die Fotografen ohne Drohne hieß es jetzt, ausruhen und entspannen, bevor wir die letzten Kilometer in Richtung Auto antraten.

Alles in allem war es (trotz Sonnenschein) eine großartige Wanderung, mit prächtigen Farben und tollen Fotografen. Wer hätte das am Anfang des Tages gedacht 😉 Die Tour zum Nachlaufen verlinke ich euch wieder hier: Vogtlandsee und Elstertalbrücke.

Wenn euch der Beitrag gefallen hat, abonniert gern meinen Blog. Aktuell warten auf mich knapp 700 Fotos von unserem Campingurlaub an der Ostsee. Sobald die gesichtet und bearbeitet sind, zeige ich euch die wunderschöne Rostocker Heide. Ihr dürft gespannt sein.

20 Kommentare zu „#69: Vogtlandsee und Elstertalbrücke“

  1. Das einzige, was ich zu dieser Geschichte sagen kann, ist, dass Sie einen schönen Spaziergang durch die sehr märchenhafte Natur gemacht haben. Die Backsteinbrücke ist in der Tat beeindruckend, ich wusste nicht, dass dies die größte Brücke (dieses Typs) der Welt ist. Schade, dass es für uns alle ein bisschen weit ist für einen Tagesausflug.

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  2. Deine ersten Aufnahmen bei diesem „Nullwetter“ gefallen mir aber trotzdem sehr gut. Die Spiegelungen im Wasser – die Du gekonnt mit dem diffusen Licht zu einer Komposition gemacht hast sind auf ihre Weise sehr sehenswert. Da hätten manche schon nicht mehr was draus gemacht und bei Dir sieht man, dass ein gewusst wie doch was hervorzaubern kann. Auch die Sonnen-Bilder sind wieder voller Zauber, doch die ersten ein „Können“!

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  3. Deine Fotos machen richtig Appetit. Das ist bestimmt ne schöne Runde im Trieb- und Elstertal, die steht jetzt im Oktober noch auf meinem Wunschzettel. Das schöne Wetter hier im Vogtland, damit sind wir nicht allzu reichlich gesegnet. Dass es ausgerechnet dich erwischen musste …😉

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