Häufig bekomme ich auf Instagram oder Facebook Fragen zu meiner Bildbearbeitung und ob ich mit Presets arbeite. Also dachte ich mir, warum nicht mal ein kleines Update dazu geben und ein bisschen über meine Bearbeitung plaudern. Der Hauptakteur bei mir: Lightroom! Vielleicht fragt sich der ein oder andere, warum ich nicht Photoshop nutze – die Antwort ist ganz einfach: Ich bin zu faul, mich da tief reinzufuchsen. In Lightroom habe ich mir meine liebsten Bearbeitungsschritte und Einstellungen zurechtgelegt.. Bei jeder Tour überlege ich mir anschließend, welcher Look sich für diesen Tag am besten eignet. Im Anschluss passe ich ihn dann individuell für jedes Bild nochmal leicht an. Über die Jahre habe ich so sechs verschiedene Looks entwickelt, die inzwischen fest zu meinem Style gehören – und die ich in einer Lightroom Preset Collection zusammengefasst habe.


Ich finde es besonders ästhetisch, wenn eine ganze Bildreihe denselben Farblook hat. Das schafft nicht nur ein harmonisches Gesamtbild, sondern erzählt auch eine konsistente Geschichte, wenn man die Fotos nebeneinander betrachtet. Es geht mir nicht darum, jedes Bild zu einem Kunstwerk zu machen, sondern eher darum, eine Stimmung einzufangen, die über mehrere Aufnahmen hinweg zusammenpasst.


Was die Bearbeitung selbst betrifft: Ich versuche, meine Bilder nicht zu sehr zu verändern. Ich mag es, wenn die natürliche Schönheit des Moments erhalten bleibt. Klar, manchmal gibt’s kleinere Störungen – wie ein Taschentuch, das einfach nicht ins Bild passt. In solchen Fällen erledige ich das, was Lightroom nicht abdeckt, in Photoshop. Und ganz ehrlich, das ist fast das Einzige, was ich dort wirklich drauf habe.


Wie der ein oder andere sicherlich schon bemerkt hat, tendiere ich dazu, meine Bilder etwas dunkler zu bearbeiten. Das liegt einfach daran, dass ich Shitwetter – also Wolken, Regen oder Nebel – viel spannender finde als Sonnenschein. Das hat so etwas Mystisches, manchmal sogar Melancholisches. Für mich entstehen die besten Stimmungen oft bei trübem Himmel, wenn alles in sanften Grautönen oder gedämpften Farben getaucht ist.


Was den blauen Himmel angeht – der ist für mich irgendwie ein Problem. Ich weiß nicht, aber irgendwie komme ich nie so richtig mit diesen strahlend blauen Tagen zurecht. Da hocke ich oft stundenlang an einem Bild, versuche, den Himmel in eine Farbe zu verwandeln, die sich besser in den Rest der Aufnahme einfügt. Aber wenn’s dann klappt, ist das natürlich umso befriedigender.
Es hat knapp 4 Jahre gedauert, bis ich mir meinen Stil erarbeitet habe. Immer wieder freue ich mich, wenn jemand ein Bild sieht und sofort erkennt, dass es von mir ist. Eigentlich ich das die schönste Wertschätzung, die man als Fotograf bekommen kann. Gerade in Zeiten von Instagram ist es schwierig, im Einheitsbrei nicht unterzugehen.


Es hat fast vier Jahre gedauert, bis ich wirklich meinen eigenen Stil gefunden habe. In der Anfangszeit war es ein ständiges Ausprobieren, Testen, Scheitern und Wiederanfangen. Aber es hat sich gelohnt – denn heute freue ich mich jedes Mal riesig, wenn jemand ein Bild von mir sieht und sofort erkennt, dass es von mir stammt. Für mich ist das die schönste Art der Wertschätzung, die man als Fotograf bekommen kann. Es zeigt mir, dass mein Stil mittlerweile eine eigene Identität hat.


Es ist echt schön zu sehen, wie sich mein Stil über die Jahre entwickelt hat, und ich freue mich, wenn ich mit meinen Bildern auch anderen etwas vermitteln kann. Wenn du Lust hast, diesen Look auf deine eigenen Fotos zu bringen, kannst du meine Presets ganz einfach im Shop erwerben. So kannst du deine Bilder genauso bearbeiten, wie ich es mache – oder einfach ein bisschen Inspiration für deinen eigenen Style holen. Schau doch mal vorbei, vielleicht gefallen sie dir ja.
Hier geht’s zu den Presets:
Falls du dich dazu entscheidest, meine Presets zu kaufen, würde ich mich riesig freuen, wenn du mir ein paar deiner bearbeiteten Bilder schickst. Ich bin super neugierig, wie du die Presets umsetzt und wie sie auf deinen Fotos wirken. Es ist immer spannend zu sehen, wie andere meinen Look interpretieren und in ihren eigenen Bildern zum Leben erwecken. Also, schick mir gerne deine Ergebnisse – ich freue mich schon darauf, sie zu sehen.

Das stimmt schon, deine Bildabstimmung hat Wiedererkennungswert. Auf ihre Weise zwar auch plakativ (sieht man hier mit den Schiebern sehr schön), aber weder übersättigt noch über-faded. Na, sie feiert eben die Schönheit angeblich schlechten Wetters – ich finde das prima 🙂
Ich danke dir Christian 🥰 Freut mich, wenn es dir so gut gefällt 😃
In deinen Schwärmereien von Nebel und Regen (in Wort und Bild) finde ich mich nun mal wieder – es ist definitiv ein Minderheitenvotum, aber ich könnte mit zehn bis elf Monaten November pro Jahr sehr gut leben …
Definitiv könnte ich damit auch sehr gut leben 😂 Aber ich glaube, dass manche Menschen dann depressiv werden würden 🤭
Bildbearbeitung? Meine Strategie: Smartphone raus, Bildausschnitt wählen, Druck auf das runde Knöpfchen, irgenwann die Bilder auf die Notebookfestplatte spielen, kurz durchschauen, einen Großteil löschen und einige „präsentieren“! Viel Arbeit mit den Bildern, richtig viel, da ich ja, das hatte ich vorher vergessen, aus der Menge einige auswählen „muss“ … 😉 Vermutlich gehen diese vielen Schritte noch nicht als Bildbearbeitung durch, aber ich arbeite immerhin schon mit Bildern – wohl so eine Art 1%-Halbprofi, oder so!
Super Beitrag, tolle Bilder, …!!! 🙂
😅 ich danke dir. Ich würde schon sagen, dass das Aussortieren mit 30% zur Bearbeitung zählen 😜
Wunderschöne Seite, macht richtig Stimmung auf Outdoor-Abenteuer! 🙂
So soll es sein 😜
Wohl wahr …aber um zwei Uhr aufstehen? Uiuiuiui ..
Wenn man die Belohnung zum Sonnenaufgang bekommt, ist es halb so wild 😉
Wie packe ich meine Kaffeemaschine in den Rucksack, das ist die wirklich schwierige Frage? 😉
Thermoskanne 😜
Thermoskanne, Thermoskanne, hmmmmm … Cappuccino im Cafe ist das aber nicht! Gewöhnungssache – vermutlich! 😉
Probier es mal aus, Kaffee zum Sonnenaufgang mit einer großartigen Aussicht 😉
Habe ich schon gemacht: Großvenediger, Drei Schwestern, … damals war Bier noch mein Getränk, das war wesentlich einfacher! Wohne im 10. Stock mit freier Sicht in fast alle Richtungen und nutze diesen Luxus sehr wohl … 😉
Du bist die erste, die ich „kenne“, die sagt: bei Shitwetter fotografieren ist toll. Ich mag z.B. sehr gern grauen Himmel – allerdings im Kontrast z.B. zu bunter Streetart. Die Farbe blau ist übrigens meine Lieblingsfarbe 😉
Interessante Einischt, vielen Dank und – wirklich tolle Fotos, die Du hast! Gefallen mir sehr gut!
😅 Ja es gibt nicht viele Menschen, die gern rausgehen, wenn es grau ist. Am liebsten mag ich es, wenn alles grün oder orange ist, ein bisschen Nebel dazwischen hängt und der Himmel dunkelgrau verfärbt ist 😉 Freut mich sehr, dass die die Bilder gefallen. Viele Grüße
Ich bin begeistert von deiner Bearbeitung. Die Bilder haben alle einen einheitlichen individuellen Look, aber die Natürlichkeit geht nicht verloren. Große Klasse.
Ganz lieben Dank. Freut mich sehr, dass dir die Bearbeitung so gut gefällt 🥰