#157: Herbstwanderung zwischen Wehlen und Lohmen

Lesezeit: ca. 6 Minuten

Endlich Urlaub, endlich mehr Zeit in der Natur verbringen. Bevor es am nächsten Tag ins Fichtelgebirge ging, stattete ich der Sächsischen Schweiz noch einen Besuch ab. Ich hatte im Sommer auf dem Weg durch den Uttewalder Grund einen Pfad entdeckt, den ich gern in einer größeren Herbstwanderung auskundschaften wollte. Also warum nicht einfach mal zwischen Wehlen und Lohmen quer durch das Wandergebiet laufen?

Die Tour war schnell über Outdooractive geplant und hielt ein paar coole Spots bereit: Schwedenlöcher, Amselsee, Rathewalde und Höllengrund. Gemeinsam mit Denis und Alex traf ich mich am frühen Morgen, um dorthin zu fahren.

Die Bilder aus diesem Beitrag gibt’s auf Wunsch auch für eure Wände:

Ankunft an der Bastei:

Die Basteibrücke stand für den Tag nicht auf dem Plan, aber als wir die herrlichen Farben vor Ort sahen, wurden wir schwach. Nur mal kurz vorbeischauen und dann gleich weiter zur eigentlichen Tour – denkste… Ich hatte die Bastei und die umliegenden Aussichten zwar schon x-mal fotografiert, aber noch nie im Herbst. Das ist dann doch was anderes.

Durch die Schwedenlöcher zum Amselsee:

Nach einer guten Stunde starteten wir mit der eigentlichen Tour. Zuerst ging es durch die Schwedenlöcher in Richtung Amselsee. In der Schlucht dominierten zwar die Grüntöne, doch vereinzelt ließ sich auch hier der Herbst blicken. Auch wenn nicht ganz so bunt wie an der Bastei.

Die Schwedenlöcher sind immer einen Besuch wert. Mir gefällt besonders der mittlere und letztere Teil der Strecke. Die riesigen Felsenwände, die links und rechts den Wanderweg schmücken, bieten besondere Motive.

Ich hatte etwas Bedenken, ob der Herbst wirklich schon so weit fortgeschritten war, dass auch am Amselsee die Farben überzeugen. Irgendwie wurde es immer grüner anstatt bunter… aber egal in welchen Farben der See erstrahlt, Hauptsache es wird schön.

Der Amselsee:

Als wir wenig später im Tal ankamen, wurden meine Schritte schneller. Ich konnte den Herbst bereits aus der Ferne erspähen und dann war kein Halt mehr. Dennis bemerkte, dass ich es ich es plötzlich eilig hatte, um zum See zu gelangen. Alex war weiter hinten, ihn sah ich gar nicht mehr.

Ich holte die zweite Kamera aus dem Rucksack und fing an, die herrlichen Farbtöne mit verschiedensten Brennweiten einzufangen. Ein völliger Kontrast zu dem ganzen Grün aus den Schwedenlöchern. Und als hätte ich es bestellt, lag sogar ein einzelnes Ruderboot am Steg und wartete nur darauf, dass ich es mit in die Landschaft einbinde. Leider zeigte sich an diesem Tag kein Nebel, aber den brauchte es bei dem Anblick auch nicht zwingend.

Auf nach Rathewalde:

Wir hatten noch nicht mal die Hälfte der Tour hinter uns und ich wusste jetzt schon, dass ich mit der Ausbeute unglaublich zufrieden war. Allerdings wusste ich auch, wenn es die ganze Zeit nach unten ging, kommt der Moment, wo wir wieder hoch müssen. Und der erste Teil des Aufstieges wartete schon auf uns. Aber alles in allem war es eine sehr angenehme Strecke.

Falls ihr euch jetzt fragt, wie ich das Bild mit dem „schwebenden“ Blatt gemacht habe… Nein, es kam kein Photoshop oder ähnliches zum Einsatz. Das Blatt hing an einem sehr zarten Spinnenfaden von einem Baum herunter. So etwas fällt mir immer als Fotomotiv direkt ins Auge.

Eigentlich wollte ich an dem Tag gern die Rathewalder Mühle fotografieren, aber die hübschen kleinen Häuser waren von einem Gerüst eingehüllt. Also kürzten wir die Strecke und bogen vorher ab, um zum nächsten Highlight zu laufen. Doch bevor es dort losging, mussten wir erstmal die vielen kleinen Pilze fotografieren, die auf dem Weg den Waldesrand schmückten.

Durch den Zscherregrund und Höllengrund zurück zur Bastei:

Über den Höllengrund wollte ich bereits im Sommer zur Bastei hochlaufen, hob mir den Weg aber für den Herbst auf. Den Höllengrund erreicht ihr über den Zscherregrund. Weitere Bilder findet ihr in meiner Tour durch den Uttewalder Grund. Aber so richtig blicke ich bei den ganzen Gründen in Lohmen nicht durch. Was ich euch sagen kann, das Gebiet ist riesig und bietet euch märchenhafte Wanderwege, die auch im Sommer sehr einladend sind. Dadurch, dass alles in einer Schlucht liegt, heizt sich die Gegend nicht ganz so doll auf.

Der Weg zur Bastei geht zwar wieder bergauf, aber ich kann euch sagen, in einem sehr entspannten Tempo. Nicht zu wenig, nicht zu viel – genau richtig. Wenn ihr also mal im Uttewalder Grund wandert, könnt ihr ruhig einen Abstecher zur Bastei einplanen, es lohnt sich.

So ihr Lieben, wir kommen dem Ende näher. Der letzte Teil der Wanderung ging über den Fremdenweg zurück zum Parkplatz. Ich muss sagen, mir reichte es für den Tag dann auch. Immerhin wartete eine zweistündige Autofahrt auf uns und die ist meist der Endgegner. 😉

Ich hoffe, euch hat die Runde gefallen. Das nächste Mal geht’s endlich ins Fichtelgebirge. An einigen Tagen hatte ich sehr gute Bedingungen, aber dazu später mehr. Last gern ein Abo da, wenn ihr das nicht verpassen wollt.

21 Kommentare zu „#157: Herbstwanderung zwischen Wehlen und Lohmen“

  1. Die Bilder inspirieren mich wirklich immer wieder, genauso wie die besonderen Landschaften und ihre Felsformationen. Danke für die wunderschönen Fotos mit einer ganz eigenen Atmosphäre.

  2. Jetzt komm‘ ich auch mal dazu Dein Blog etwas intensiver zu durchforsten. Starke Fotos! Danke für’s Teilen. Da nehme ich sicherlich etwas für mich mit… Ey, das ist ja sowieso eine sehr urige Gegend, in der man sich Wochen aufhalten könnte ohne daß es langweilig würde. Viele schwärmen vom Forststeig. Und ich war schon länger mal am überlegen da hin zu gehen. Mich hält der Touristenansturm immer wieder von dem Gedanken ab. In anderen Jahreszeiten sicherlich auch sehr interessant. Nur ist das da vielerorts leider sehr überlaufen oder? 🙂

    Jacov

    1. Hi Jacov, danke für dein Feedback ☺️ Es gibt natürlich diese klassischen Spots, die super überlaufen sind, aber ich bin meist dort unterwegs, wo es entspannt ist. Wenn du zum Sonnenaufgang startest, hast du locker bis zum Mittag größtenteils deine Ruhe. Hotspots wie Bastei und Lilienstein sind im Sommer natürlich immer voll. LG

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