#142: Rathener Felsenlandschaft

So ihr Lieben, hier kommt die Fortsetzung vom letzten Beitrag. Ein sensationeller Morgen lag hinter uns und der Nebel wartete nicht ewig. Wir düsten direkt nach Rathen und stellten das Auto auf dem überfüllten Parkplatz an der Basteibrücke ab – das kommt davon, wenn man an Pfingsten einen HotSpot besucht. Erfahrungsgemäß tummeln sich aber die Touris alle an der Bastei und nicht dort, wo wir hin wollten. Und das ist auch gut so. Es muss auch ein paar Ecken geben, an denen man in aller Ruhe den Tag genießen kann. Es folgen drei meiner liebsten Aussichten dort, viel Spaß dabei.

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Nummer 1:

Klein aber oho würde ich sie nennen. Mit meiner Wander-App verfolgten wir einen Trampelpfad durch den Wald und was wir dort am Ende fanden, war ein absoluter Knaller. Ich wollte den Spot erstmal auskundschaften, denn eigentlich war er für den nächsten Tag zum Sonnenaufgang geplant. Dass die Kamera aber bei der Aussicht nicht im Rucksack blieb, ist selbsterklärend, oder was meint ihr? Weit und breit war hier niemand zu sehen, ein perfekter Ort um Morgens den Tag willkommen zu heißen.

Was allerdings weniger schön war, war die Lautstärke von der 200-300 Meter entfernten Basteibrücke, bzw. von den Menschen, die dort waren. Ich genieße die Natur ja meist für mich alleine, oder mit ein bis zwei Begleitern. Aber wir hinterlassen den Ort erstens so, wie wir ihn vorgefunden haben und zweitens unterhalten wir uns in einer angemessenen Lautstärke. Zumindest würde jemand, der 10 Meter vor uns läuft, nicht hören, dass wir sprechen. Das hat einmal etwas mit Respekt gegenüber der Natur zu tun und zum anderen mit dem eigenen Anspruch. Eigentlich fährt man doch ins Grüne, um abzuschalten und nicht, um sich zu fühlen, als stünde man an einer U-Bahn Station. Aber egal, wenn ich hier zum Sonnenaufgang stehe, habe ich meine Ruhe, da bin ich mir sicher 😜

Nummer 2:

Die zweite Aussicht war abseits der bekannten Pfade und hier trafen wir ebenfalls keine Menschenseele. Zum Sonnenaufgang war ich hier schon öfter und der Ort zählt zu einem meiner liebsten. Ohne dass man sich auch nur einen Meter bewegen muss, findet man mit einem Tele unzählige Motive. Der Nebel schlang sich um die Bäume und Felsen und verlieh der Landschaft einen soften Touch. Ich saß auf einem Stein und genoss die Szenerie, die sich vor mir abspielte. Ein treuer Begleiter war weiterhin der Regen, der uns dieses fantastische Schauspiel bescherte.

Was ich an diesem Spot immer wieder feststellte, die 16 mm reichen mir oft nicht aus. Das Objektiv könnte noch etwas weitwinkliger sein. Gerade in dem Bereich machen zwei bis vier Millimeter unglaublich viel aus. So ein Zoom, von 10-18 mm wäre mal was Feines. Aber derzeit hat Sigma für APCS noch nichts auf den Markt gebracht. Eine Alternative wäre das Sony (hatte ich schon und befand es für schlecht) und Tamron – hier haut mich aber der Preisabfall zum Teil aus den Latschen, was blöd ist, wenn man sich doch für einen späteren Verkauf entscheidet.

Nummer 3:

Last, but not least – ein Klassiker. Dieser Spot war übrigens der allererste, den ich in der Sächsischen Schweiz kennenlernen durfte. Ich hatte damals keine Ahnung, wohin mich mein Kumpel mitten in der Nacht scheuchte. Und dann diese gruseligen Geräusche während meiner damals zweiten Nachtwanderung durch den Wald. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, obwohl mir bei einem lauten Knacken im Dunkeln noch heute ein kalter Schauder über den Rücken läuft.

Aber an diesem Tag ging es nicht in der Nacht durch den Wald, sondern mitten am Tag. Während wir beobachten konnten, wie die vielen bunten Jacken auf der anderen Seite die Bastei erkundeten, hatten wir auch diesen Spot komplett für uns alleine. Der Tag hätte besser nicht werden können. Morgens der Regen im Uttewalder Grund und jetzt diese herrlichen Aussichten in Rathen. Nach den sonnigen Touren in den letzten Wochen war das der Balsam für die düstere Seele 😉

Die letzten Nebelschwaden zogen durchs Tal und fingen langsam an, sich zu verziehen. Auch die Wolkendecke am Himmel brach immer mehr auf. Währenddessen machte sich in der Magengegend ein leichtes Knurren bemerkbar. Die Fotos waren im Kasten und wir hungrig und ausgekühlt. Jetzt freute ich mich erstmal auf eine warme Mahlzeit, bevor wir uns abends ein Fleckchen für unsere Übernachtung suchten.

Im nächsten Beitrag zeige ich euch eine wunderschöne, mystische Klamm. Wenn ihr das nicht verpassen wollt, dann abonniert gern meinen Blog 😃

Ach und bevor ich es vergesse…

Der Sonnenuntergang an dem Tag war auch ganz nett. Erwartet hatte ich anfangs nicht viel, denn wir standen nur an einem Feld mitten in der Pampa. Nebel gab es auch keinen und die Wölkchen am Himmel… naja ich sag mal so, es sah jetzt nicht so aus, als würde es ein Hit werden. Aber seht selbst, was ich mit meinem Tele versucht habe, zurecht zu zaubern.

PS: Nach den Bildern ist dann wirklich Schluss für heute.

13 Kommentare zu „#142: Rathener Felsenlandschaft“

  1. Vor Jahren habe ich im Herbst in Rathen auch diese Felsen geknipst … im Vergleich zu Deinen zauberhaften Fotos im wahrsten Sinne des Wortes geknipst. Knipsen ist nicht gleich Fotografie, weil eben diese Kunst ist. Wie völlig anders und ausdrucksstark kommen die Motive mit den richtigen Kameraeinstellungen und vor allem gewählten Witterungsverhältnissen zustande!
    LG von Astrolady

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  2. Dieses Umfeld erstaunt mich immer wieder aufs Neue. Die Kombination der Felsformationen, des Lichts und der Wolkenfetzen machen es zu einer einzigartigen Landschaft. Sie haben völlig recht, wenn Sie die Crowdmaker erwähnen, die Sie schon von weitem näher kommen hören. Ich finde das wirklich respektlos gegenüber Mensch und Natur. Ich selbst suche am liebsten die Einsamkeit in der Natur, fernab von Menschen und Menschenmassen. Auch mein Kompliment für die Sonnenuntergangsfotos. Ich bevorzuge das 6. und letzte Foto.

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