#138: Burgsteingebiet

Alle Landschaftsbilder gibt’s für euch auf Wunsch auch im Shop.

Im Vogtland stand diesmal ein Instawalk mit der Vogtland-Community an. Da ich zur eigentlichen Tour am Abend keine Zeit hatte, entschied ich mich, einfach in der Nacht zuvor anzureisen und bis zum Mittag zu bleiben. Es lag also wieder eine sehr intensive Tour vor mir.

Mit Sven ging es gegen 22:00 Uhr in Halle (Saale) los. Als ich ihn am Bahnhof einsackte, begann unsere Reise mit einer kleinen Stärkung bei McDonalds. Es geht doch nichts über einen McChicken Classic. Das war schon als Stift mein Lieblingsburger. Im Anschluss konnte die zweistündige Autofahrt beginnen. Vor Ort trafen wir uns dann mit unserem „Tourguide“ Patrick. Er wohnt in der Gegend und wollte gemeinsam mit uns ein paar Spots für die Milchstraße abklappern.

Auf der Suche nach der Milchstraße:

Für den ersten Spot besuchten wir eine Scheune mitten auf einem Acker. Etwas Passendes im Vordergrund ist generell in der Fotografie wichtig, so auch, wenn es um die Milchstraße geht. Das Motiv an sich war echt cool, allerdings brannten die Lichter im Dorf dahinter dauerhaft weiter. Viel Sinn, die Milchstraße zu fotografieren, macht es da leider nicht – der Horizont ist in so einem Fall einfach zu hell. Als wir wenig später weiterziehen wollten, ging die Straßenbeleuchtung plötzlich aus und wir bekamen doch noch ein Bild hin, wie in unserer Vorstellung.

Anschließend suchten wir weitere Spots ab, aber hundertprozentig zufrieden war ich bei der Sichtung der Bilder Zuhause nicht. Irgendwie fehlte dann doch das Gewisse extra. Ich musste auch feststellen, dass die Sternenfotografie doch nicht so mein Ding ist. Das Fotografieren an sich macht wirklich Laune, aber auf die Nachbearbeitung habe ich nie Lust. Entweder ist es zu orange, zu pink, zu blau, zu grün oder ein Mix aus allem. Es ist nicht selten, dass ich vor Ort noch denke, wow – wie geil und am Rechner rutscht dann eher ein bääh, was ist das denn aus mir heraus.

Bevor es weiter zur Sonnenaufgangs-Location ging, wärmten wir uns bei einem warmen Kaffee und einer heißen Schokolade die müden Knochen auf. Die ganze Nacht in der Kälte stehen kann mächtig anstrengend werden und zum Glück hatte die Raststätte an der Autobahn schon offen, oder immer noch – das weiß man nicht so genau.

Ein Rapsfeld zum Sonnenaufgang:

Sonne, Sonne und noch mehr Sonne versprach der Wetterbericht in den vergangenen Tagen und es sollte sich auch in den kommenden nicht viel verändern. Ich mag Sonne, echt, aber irgendwann muss es doch auch mal regnen. Ich hatte keine Lust mehr auf Schönwetterbilder, aber dennoch blieb mir nichts anderes übrig. Liegenlassen wollte ich die Kamera dann auch irgendwie nicht, also einfach das beste draus machen. Patrick suchte einen schönen Spot raus, wir platzierten unsere Stative und warteten, bis die ersten Sonnenstrahlen den Tag erwärmten.

Der Raps harmonierte perfekt mit dem goldenen Licht der Sonne. Mit dem Weitwinkel fand ich zwar nicht sehr viele Motive, dafür im Brennweitenbereich von 28-300 mm. Sowieso rettet einem dieser Bereich oft den Hintern, wenn es mal nicht ganz so läuft, wie man es sich vorstellt. Ich hatte auf etwas Nebel gehofft, der ungünstigerweise nur in der Ferne erkennbar war. Dafür blühte der Raps in seiner vollen Pracht und verlieh den Bildern etwas mehr Farbe.

Zum Sonnenaufgang hat man für ca. eine Stunde dieses wunderschöne Licht. Danach ist die Sonne in meinen Augen zu weit oben und dieser goldene Schein geht verloren. Meist packe ich dann die Kamera zurück in die Tasche und genieße nur noch die Wärme im Gesicht.

Das Kemnitzbachtal:

Im weiteren Verlauf des Tages waren wir noch im Kemnitzbachtal unterwegs, aber bis auf ein paar Schnappschüsse ist leider nichts passendes rumgekommen. Kleine Details habe ich zwar entdeckt, aber für alles andere stand die Sonne zu weit oben. Ich bleib dabei, Regenwetter eignet sich am besten, um stundenlang fotografieren zu können. Dann werde ich dieses Tal bestimmt auch nochmal besuchen, denn fotogen ist es definitiv.

Ihr merkt vielleicht, dass ich mit der Runde wieder nicht hundertprozentig zufrieden war. Ihr könnt euch das in etwa so vorstellen: Ihr freut euch auf einen riesengroßen Eisbecher mit Schlagsahne, Obst und Schokoglasur (wer mag noch Eierlikör) und dann bekommt ihr doch wieder nur einen Flutschfinger. Klar, der ist auch kalt, aber trotzdem nicht das Gleiche 😄

Beim nächsten Mal wird es, wie sollte es anders sein, wieder sonnig, denn das Schönwetter ließ sich einfach nicht vertreiben. Aber die Aussicht wird dafür etwas spektakulärer. Wir waren unterwegs am kleinen Winterberg in der Sächsischen Schweiz. Wenn ihr das nicht verpassen wollt, abonniert gern meinen Blog.

12 Kommentare zu „#138: Burgsteingebiet“

  1. Deine Frühsommerlichen Bilder sind so ganz anders als die des Waldes, warum-golden-lichtvoll, von einer gewissen unaufdringlichen Eleganz. Sogar die Milchstrasse wirft Schatten, so mächtig strahlt sie in kosmischer Schönheit, die Du bewundernswert eingefangen hast. Und das in den nun weissen Nächten, so spät noch in der Natur zu sein. Fleissig, fleissig!!!

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