#126: Wanderung zu den Bodefällen

Schnee und Wasser, eine meiner Lieblingskombinationen im Winter. In Braunalge kam einiges an Schnee herunter, ein perfekter Zeitpunkt für eine kleine Runde zu den Bodefällen. Bisher war ich noch nie dort und gespannt, was mich erwarten würde. als erwartet. Ich habe mit viel Schnee gerechnet, aber das was dann kam, war der absolute Hammer. Alle Landschaftsbilder aus diesem Beitrag gibt’s übrigens auf Nachfrage im Shop zu kaufen.

Entlang der warmen Bode:

Los ging es in Braunlage. Zum Glück war der Winterdienst in aller Früh unterwegs, sodass ich ohne Probleme auf den Parkplatz fahren konnte. Während ich auf meine Begleitung wartete, fing es erneut an zu schneien. Na hoffentlich bleibt das nicht den ganzen Tag so, dachte ich mir.

Stefani stellte sich mit ihrem Caddy direkt neben mich und nach einem kurzen Kampf mit dem Parkscheinautomaten, konnte es losgehen. Die ersten Meter führten uns direkt an der warmen Bode entlang und ich begann sofort damit, meine Umgebung abzulichten. Die kalte Stimmung gepaart mit dem Schnee harmonierte perfekt. So konnte der Tag beginnen.

Die unteren Bodefälle:

Der Kontrast mit dem tiefschwarzen Wasser und der weißen Landschaft war so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Als wenig später die vielen kleinen Wasserfälle hinzu kamen, war der erste Spot perfekt. Ich suchte immer wieder eine neue Perspektive, um mein Stativ aufzustellen. Ich musste nur etwas aufpassen, nicht abzurutschen und im Wasser zu landen. Auch wenn der Fluss warme Bode heißt, lud das Wasser nicht unbedingt zum Baden ein.

Auf dem Weg zu den oberen Bodefällen:

Nach dem ersten Highlight kam (leider) eine kleine Ernüchterung. Aus fotografischer Sicht musste man ab jetzt besonders hinschauen, um die Motive zu entdecken. Alles wirkte sehr trist und kahl. Ich hatte (wie immer) auf etwas Nebel gehofft, um mehr Stimmung ins Bild zu bekommen. Nur leider wollte der sich mal wieder nicht blicken lassen. Typisch…

Richtig heftig wurde es im oberen Teil des Wanderweges. In diesem Waldabschnitt waren die Bäume erschreckend kahl und teilweise komplett abgeholzt. Ein toter Baum reihte sich an den nächsten. Durch den starken Wind knackte es in jeder Ecke ziemlich laut, was eine Gänsehaut verursachte. Wirklich wohl war mir nicht dabei, hier durchzulaufen. Als ich auf der Hälfte einen halb abgeknickten Baum sah, der auf einem anderen lag, nahmen Stefani und ich unsere Beine in die Hand und düsten los… Denn der andere Baum wirkte auch nicht mehr sehr vertrauenerweckend. Passiert ist zum Glück nichts.

Obere Bodefälle:

Am oberen Bodefall angekommen stellten wir fest, dass uns der Spot nicht so recht vom Hocker haut. Klar, mit einer langen Brennweite konnte man das Drumherum gut ausblenden, aber das ist ja auch nicht immer Sinn und Zweck. Also hieß es schneller als gedacht, auf zum Auto… erneut durch den knackigen Wald.

Langsam kämpfte sich die Sonne durch die Wolkendecke, was für mich ein Zeichen war, die Kamera einzupacken. Hat es sich gelohnt, extra Urlaub für den Tag zu nehmen? Mhhhh, nicht so richtig… Auch wenn keine schlechten Bilder rausgekommen sind, bin ich nicht hundertprozentig zufrieden. Das Waldbaden war nicht so erfolgreich, wie ich es mir erhoffte. Ich denke, wenn sich der Wald bei den oberen Bodefällen etwas erholt und gesunde Bäume nachgewachsen sind, schaue ich nochmal vorbei. Aber bis dahin könnte es noch eine ganze Weile dauern. Obwohl, da hier zum Teil viele Laubbäume stehen, würde ich eventuell auch an einem regnerischen Tag im Herbst nochmal vorbeischauen. Zumindest sollte dann das bunte Laub die grauen Farben überdecken.

Schreibt mir gern mal eure Meinung zum Spot in die Kommentare. Mich würde sehr interessieren, wie der Tag auf den Bildern rüberkommt.

Beim nächsten Mal geht’s ins Vogtland. Hier wartete eine ordentliche Portion Schnee und Nebel auf mich. Wenn ihr das nicht verpassen wollt, abonniert gern meinen Blog.

8 Kommentare zu „#126: Wanderung zu den Bodefällen“

    1. 😂 ich weiß total was du meinst. Es war wirklich nicht einfach. Hab erst überlegt, den Beitrag wegzulassen, aber warum… Man sollte auch zeigen können, wenn es mal schlecht läuft 😅 Wow gibts dann die nächsten Male wieder (hoffe ich). Es wartet das Vogtland, die Sächs. Schweiz und die Nordsee auf dich 😏

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  1. Mit Nebel wären die Bilder sicher ganz anders geworden. Mir gefällt das Bild mit der Astgabel über dem fließenden Wasser besonders gut, ich kann nur nicht sagen warum. Dennoch, das Bild hat für mich etwas… vielleicht ist es die monotone Farbgebung. Mir gefällt es auf jeden Fall! Ich freu mich schon auf den nächsten Betrag, lg

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  2. Hey,

    also uns gefallen die Bilder sehr gut, die Aufnahmen sind irgendwie stimmig. Aber klar, mit Nebel wäre es sicher noch ein Stück interessanter gewesen. Uns geht es leider viel zu oft genauso 🙂 aber wie finden dass irgendwie genau das den Reiz am Fotografieren ausmacht, wenn immer alles klappen würde wäre es auch ein Stück langweilig….

    Viele Grüße,
    Tanja und Martin

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    1. Hallo ihr Lieben, danke für euer Feedback. Ich kann euch da nur zustimmen. Wenn immer alles klappt, wirds auch langweilig. Obwohl… so eine Tour die wie geschmiert läuft, ist auch mal schön 😅 Liebe Grüße Chrisi

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