#120: Wandern in Grünbach und Mühlleithen

Endlich stand mal wieder ein Walk mit der Vogtland-Community des Vogtland Tourismus auf dem Plan. Einen ganzen Sonntag hieß es Waldbaden und ich freute mich schon riesig auf die Tour. Als die Tage vorher abzusehen war, wohin sich das Wetter entwickelt, wuchs die Vorfreude noch etwas mehr. Wolken, Regen und vielleicht Nebel?

Los ging es 05:15 Uhr in Richtung Sachsen. Die Fahrt an sich war nicht wirklich spektakulär, bis es eine Stunde später plötzlich rot aufblitzte… in irgendeinem Dorf mitten in Sachsen. Prima, dachte ich mir nach einem schnellen Blick auf die Tachoanzeige. Irgendwas zwischen 70 und 80 km/h, ich Trottel. Weit und breit war keiner auf der Straße und dann ging es auch noch bergab und ich ließ mich dummerweise ausrollen. Naja… Als dann auch noch die Sonne raus kam, rutschte meine Laune kurze Zeit später ganz in den Keller, sogar noch eine Etage tiefer. Doch glücklicherweise war es so windig, dass die Wolken nicht lange auf sich warten ließen.

Treffpunkt Talsperre Muldenberg in Grünbach:

Der erste Spot für den Tag war die Talsperre Muldenberg. Hier trafen wir uns 07:30 Uhr. Einer nach dem anderen trudelte langsam ein und als wir vollzählig waren, ging es fürs erste auf die Staumauer. Der Wind peitschte so sehr über uns hinweg, dass wir uns relativ schnell dazu entschieden, in den Wald zum zweiten Spot zu laufen. Aus fotografischer Sicht war es an der Staumauer auch nicht sooooo hübsch. Da musste man sich nicht ewig aufhalten, wenn es schon so kalt ist.

Auf dem Weg zum Sauteich:

Der Weg zum Teich war mega cool. Ein paar Herbstfarben ließen sich an den Bäumen noch finden und die riesigen Nadelbäume passten perfekt als Kontrast ins Bild. Immer wieder musste jemand herhalten, um als Model zu posieren. Dahinter hockten dann 3-4 Fotografen und suchten nach der richtigen Perspektive. Schaute man sich diese Szene von weiter weg an, war das ein Bild für die Götter.

Der Wald war aber auch der Kracher. Leider gab es keinen Nebel, der dem Ganzen das i-Tüpfelchen gegeben hätte. Dafür bekamen wir eine Masse an Motive, an jeder Ecke hockte jemand anderes, denn es gab einfach unzählig viel zu entdecken.

Ich will im Winter nochmal ein bis zwei Runden durchs Vogtland drehen, wenn überall Schnee liegt und da muss die Ecke definitiv mit dabei sein. Ich bin ja kein großer Fan von HotSpot – Fotografie und da kommen mir solche Waldstücke echt gelegen. Kleine Details die sich perfekt an ihre Umgebung anpassen.

Der Sauteich:

Als wir am Sauteich ankamen, begann es direkt zu regnen. Ich glaube nicht jeder war von der Wetterlage so begeistert wie ich. Ja gut, ich kann es verstehen, Regen von vorne ist jetzt nicht so der Brüller, aber alles ist besser als Sonnenschein. Die letzten Touren waren irgendwie nicht richtig stimmungsvoll, dass es echt mal wieder Zeit wurde, für richtiges Sauwetter. Und Sauwetter am Sauteich passt doch irgendwie, oder?

Nachdem die Bilder im Kasten waren, wurde es für die ersten Teilnehmer allmählich zu kalt. Regen, Wind und nur 4 Grad sind auch schon grenzwertig. Als nächstes Stand die Mittagspause auf dem Plan, doch bevor wir uns aufwärmten, gab’s einen kurzen Stopp in Hammerbrücke.

Verlassenes Bahngleis in Hammerbrücke:

Wir haben zwar immer einen groben Ablaufplan, der sich später aber auch individuell gestalten lässt. Als Patrick von einem alten Bahngleis erzählte, war mein Interesse sofort geweckt. Der Spot lag auch noch direkt am Parkplatz, also selbst für lauffaule Fotografen bestens geeignet 😉 Als Elias dann auch noch seine gelbe Regenjacke anzog, war das Motiv gefunden. Jürgen entdeckte dann noch eine coole Perspektive von weiter oben, von der man einiges mehr rausholen konnte.

Nun wurde es aber Zeit, eine Kleinigkeit zu futtern, im Ferienhotel Mühlleiten. Und was wir dort auf dem Weg erblickten, war der absolute Knaller.

Ankunft Mühlleiten (Klingenthal):

Eine dicke fette Nebelsuppe begrüßte uns, als wir auf dem Parkplatz des Ferienhotels einbogen. Ihr könnt euch vorstellen, wie hibbelig ich war, als ich das gesehen habe. Auf der einen Seite schrie der Magen nach Nahrung, auf der anderen Seite zuckte es in den Fingerspitzen. Doch die letzten Stunden waren zu kalt und Felix machte mir Mut, dass der Nebel nach dem Essen auch noch da sein würde.

Jetzt gab’s erstmal eine heiße Schoki zum Aufwärmen, bevor die Leckereien auf unserem Tisch landeten. Die Karte war so gut, dass ich echt Schwierigkeiten hatte, mich zu entscheiden. Meine Wahl fiel auf Currysuppe mit Ananas und Sahnehäubchen als Vorspeise und Süßkartoffel mit gebratenem Gemüse & Kräuterpesto als Hauptgang. Ich kann euch sagen, es war mega lecker. Leider passten die gebackenen Apfelringe mit Vanillesoße nicht mehr in den Bauch, sonst hätte ich das auch noch verdrückt.

Bevor das Suppenkoma begann, setzten wir unsere Tour außerplanmäßig in Mühlleiten fort. Normalerweise wollten wir zum Röthelstein, aber ich glaube nicht ein Teilnehmer wollte sich diesen Nebel entgehen lassen. Gleich um die Ecke gab es einen kleinen Teich in einem Waldgebiet. Perfekt – was will man mehr.

Unterer Floßteich:

Genau jetzt wurde der Tag übel genial. Bereits auf dem Weg wirkte alles still und friedlich. Ich finde, Nebel strahlt immer eine unglaubliche Ruhe aus und so wirken die Bilder dann auch. Aber was erzähle ich euch, ich haue jetzt einfach mal ein paar Shots raus, denn genau hier verbrachten wir den Tag bis zum Einbruch der Dunkelheit. Motive gab es en masse.

Gemeinsam mit Robert lief ich den Wanderweg immer weiter, in der Hoffnung, noch ein paar andere coole Ecken zu finden. Und so kam es dann auch. Das gesamte Waldstück ist so verdammt fotogen gewesen, dass man einfach nur die Kamera irgendwo draufhalten musste und zack, war das Bild im Kasten und sah auch noch geil aus.

Bevor es zurück zum Auto ging, zeigte uns Jürgen ein kleines Tal, wo wir uns mit bei paar Langzeitbelichtungen austoben konnten. Der Weg war zwar teilweise echt der Hass (schlammig und rutschig), aber es hat sich trotzdem gelohnt. Die ganze Ecke ist einen Besuch Wert und bei passendem Wetter, könnt ihr euch hier den ganzen Tag aufhalten.

Mittlerweile war es 16:30 Uhr und die Dunkelheit brach herein. Zeit, die Heimreise anzutreten, immerhin warteten zwei Stunden Autofahrt auf mich. Die wurde auf den letzten Kilometern nochmal mit einer ordentlichen Regenhusche versüßt. Autofahren, während es im Dunkeln regnet, immer wieder spaßig…

Nun sind wir am Ende angekommen und ich hoffe die Runde hat euch genauso gefallen wie mir. Beim nächsten Mal wird es endlich winterlich. Ich war in Schierke unterwegs und habe euch ein paar Leckerbissen mitgebracht. Ich sag nur Schnee, Nebel und Brockenbahn. Lasst gern Abo da, um das nicht zu verpassen. Aber bis dahin wünsche ich euch erstmal ein schönes Weihnachtsfest, bleibt gesund.

9 Kommentare zu „#120: Wandern in Grünbach und Mühlleithen“

  1. Wow, wunderschöne Bilder. Und dann deine Begeisterung, die du so toll rüber bringst.
    Da bekomme ich auch Lust, loszuziehen.
    Ich bin gespannt auf deinen nächsten Beitrag.
    Liebe Grüße Andrea

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s