#67: Uttewalder Grund

Willkommen zum zweiten Teil meines kleinen Abenteuers in der Sächsischen Schweiz. Diesmal zeige ich euch den Uttewalder Grund. Wer den ersten Teil verpasst hat, bitte hier entlang.

Ankunft Uttewalde

Bereits auf der Fahrt von Bad Schandau nach Uttewalde regnete es in Strömen. Die Scheibenwischer liefen auf Hochtouren, während ich meinen Latte Macchiato trank. In Uttewalde angekommen ließ das kühle Nass von oben nicht nach. Ich verstaute alles regensicher, zog die Schuhe fest und die Kapuze tief ins Gesicht. Knapp 300 Meter später ging es dann endlich in den Wald und einige Stufen nach unten. Der Regen ließ zwar nicht nach, aber die Blätter der Bäume gaben mir etwas Schutz.

Die Umgebung erinnerte mich an die Schwedenlöcher. Leider bin ich hier ein paar Wochen zu früh, im Herbst ist die Natur sicherlich noch interessanter.

Gasthaus Waldidylle

Nach ein paar hundert Metern kam eine kleine idyllische Gaststätte. Am liebsten hätte ich mich hier für ein paar Minuten aufgewärmt und getrocknet. Der Regen an diesem Tag war echt heftig. Die Hütte war verriegelt, also musste sie wenigstens als Fotomotiv herhalten 😀

Der Herbst wollte sich noch nicht so richtig blicken lassen, zumindest farblich. Wenn man aber mit offenen Augen durch die Natur läuft, findet man trotzdem ein paar kleine herbstliche Details.

Nicht nur das Wetter verlangte mir an diesem Tag einiges ab, auch die Lichtverhältnisse stellten mich auf die Probe. Durch die vielen Wolken und den ganzen Regen war es verdammt düster im Wald. Der ISO Wert war kurz vor Anschlag und die Verschlusszeit teilweise hart an der Grenze, um noch aus der Hand fotografieren zu können. Aber lieber ein verrauschtes Bild, als gar keins 😉

Während ich einsam durch den Uttewalder Grund lief, bellte etwas in unmittelbarer Nähe. Ich habe zwar selber einen Hund, aber so ganz wohl war mir nicht bei dem Gedanken, auf eine herrenlose Fellnase zu treffen. Ich wagte einen Blick um die Kurve und erkannte zwar den Hund, aber keinen Besitzer. Hmm, zurücklaufen oder weitergehen? Ich entschied mich weiterzulaufen und atmete durch, als ich eine Wanderin unter einem Felsvorsprung entdeckte, die sich nach ihrer Pause wieder auf den Weg machte.

Ich beneidete die Wanderin, wie sie mit ihrem Regenponcho durch den Wald zog. Meine Hose war nach 2 Stunden komplett durchgeweicht. Sie ist zwar wasserabweisend, was einem bei Dauerregen jedoch nicht hilft. Wieder was Neues für die Einkaufsliste bei Amazon 😉

Die letzten anderthalb Kilometer versuchte ich möglichst schnell hinter mich zu bringen. So schön wie die Natur hier war, das Wasser lief bereits von oben in meine Schuhe rein. Meine Treter sind zwar wasserdicht, aber auch das bringt nichts, wenn es durch die Socke reinzieht. Nun war ich sprichwörtlich nass bis auf die Haut.

Drei Kreuze, dass Kamera + Objektiv spritzwassergeschützt sind. Die gesamte Technik hat an diesem Tag gezeigt, was sie aushält. Auch wenn ich von dem Tag echt satt war, gab es immer wieder den ein oder anderen Moment, in welchem ich eine Fotomotivation brauchte. Alles in allem war es eine echt coole Tour, die bei weniger Regen sicherlich noch mehr Spaß gemacht hätte.

Wer Bock hat, die Tour nachzulaufen, erhält hier alle wichtigen Infos. Und wenn ihr sonst Fragen habt, könnt ihr die jederzeit in den Kommentaren stellen. Sollte euch der Beitrag gefallen haben und ihr wollt zukünftig nichts verpassen? Dann folgt gern meinem Blog. Das nächste Mal nehme ich euch mit ins Vogtland. Dort durfte ich mit den German Roamers fotografieren 😍 Ihr dürft gespannt sein.

17 Kommentare zu „#67: Uttewalder Grund“

  1. Echte Fotokunst mal wieder, mit viel Mühen und Durchhaltevermögen entstanden. Die Bilder sind ja absolut der Stoff für Märchen …. also irgendwie haben deutsche Wälder was – was ich selbst in kanadischen Wäldern, so urig die auch sind nicht finden kann – und das genau zeigt sich hier wieder auf Deinen Bildern – es ist die Resonanz des Lichtes bei Regen – das etwas geheimnisvolle, unheimliche, magisch mystische … ich bin total begeistert –

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  2. Ja, in British Columbia, in den Rokies, vorm Mr. Sherman gestanden bei den Redwoods – alles traumhafte Wälder, aber ich könnte in dieser Urigkeit keinen Hänsel und keine Gretel verorten. Eher Urängste vor einer Naturgewalt, wie es sie hierzulande einfach nicht mehr gibt. In solchen Wäldern steht die Wachsamkeit ständig auf Alarmstufe rot, da kommt der Sinn für Märchen und Romantik nicht so wirklich auf. Völlig andere Resonanzen. Das können grauslich finstere Wälder sein. Ich könnte mir vorstellen, dass Du da aus dem Fotografieren nicht mehr rauskommst und vor Erschöpfung umfallen wirst. Jeder Baumstumpf ist eine Urzeitlegende. Manchmal weis man nicht, was noch Baum, was schon Fels ist. Unsere deutschen Wälder sind dagegen was für die Spielzeugkiste, lieblich, friedlich, zum träumen.

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