#62: Gohrisch und Bastei 2.0

Weil die Tour #61: 13 Stunden Sächsische Schweiz so schön war, ging es eine Woche später gleich nochmal hin 😂 Diesmal aber nicht alleine, sondern mit Niklas. Eigentlich darf man es keinem erzählen, wie oft ich in letzter Zeit in die Sächsische Schweiz war, aber im Sommer ist es einfach zu schön dort. Der Harz reizt mich in den kalten Jahreszeiten mehr, die Sächsische in den Warmen.

Los gehts zum Gohrisch

Freitag 17 Uhr ging es also los. Ich kaufte vorher ein wenig Proviant und holte ihn dann von zu Hause ab. Wir hatten an dem Tag 36 Grad und uns standen 2 Stunden Autobahn bevor – mehr als eklig. Aber so ist es im Sommer nun mal.

Selbst als wir 19:00 Uhr ankamen, hat es sich nicht merklich abgekühlt. Die 10 – 15 minütige Wanderung nach oben reichte aus, um uns ordentlich ins Schwitzen zu bringen. Oben angekommen holten wir erstmal unsere gekühlten Radler aus dem Rucksack und genossen die Aussicht 🍻

Jetzt waren wir innerlich und äußerlich akklimatisiert, es kann also mit den ersten Fotos losgehen 📸 Diesmal wollte ich mich etwas mehr bewegen. Beim ersten Mal war ich so beeindruckt von der Aussicht, dass ich kaum nach links und rechts geschaut habe. Das sollte heute anders werden. Ich blieb nicht den gesamten Sonnenuntergang an dem bekannten Aussichtspunkt, sondern versuchte auch mal andere Perspektiven aus.

Und ich muss sagen, das war die richtige Entscheidung 🤩 Wir waren die einzigen Fotografen, die dort oben nur herumgehüpft sind. Die meisten standen mit ihrem Stativ an ein und derselben Stelle und bewegten sich keinen Zentimeter.

Die Sonne war verschwunden und vor uns lag der Weg nach unten. Unglaublich, wie warm es auch nach 21:00 Uhr noch war. Wir peilten unseren Stellplatz für die Nacht an. Fällig war wieder mal die Basteibrücke. Auch wenn es nicht die perfekte Zeit für Milchstraßenfotos war, wollten wir unser Glück probieren.

Milchstraße an der Basteibrücke

Was soll ich sagen ihr lieben, wir hatten mal wieder mehr als Glück. Wir liefen zu den zwei bekannten Aussichtsplattformen. An der ersten hatten wir unsere Ruhe und an der zweiten stand ein weiter Fotograf mit seiner Frau. An sich kein Problem, allerdings hat der sich breit gemacht, wie 3 Fotografen. Eine Frage, ob wir eventuell für zwei bis drei Bilder kurz nach vorne möchten, blieb natürlich aus. Egoistische Menschen gibts halt überall 😂

Als es uns dort oben zu blöd und langweilig wurde, entschieden wir uns, direkt auf die Brücke zu gehen. Und das war genau die richtige Entscheidung. Weit und breit keine Menschenseele. Außerdem bekam ich so noch eine andere Aufnahme von der Milchstraße. Wie der ein oder andere vielleicht schon bemerkt hat, bin ich kein Fan von dem Foto, was jeder macht 🤪 Ich finde, das Bild von der Milchstraße könnte glatt in Arizona entstanden sein 😂

Schlafenszeit im Elbsandsteingebirge

Die Stunden verflogen wie im Flug. Mittlerweile war es kurz vor 24:00 Uhr, Schlafenszeit. Wir liefen zurück zum Auto, tranken noch ein Radler und aßen Abendbrot. Diesmal musste ich nicht alleine in meinem „riesigen“ Auto Platz finden. Die Rücksitzbank war also tabu, blieb uns nur, die Lehne der vorderen Sitze nach hinten zu stellen. 4 Stunden blieben uns, bis der Wecker klingelte. Mit der beruhigenden Stimme von Dieter Nuhr auf Spotify dösten wir vor uns hin 😴

Geschlafen habe ich nicht wirklich, aber ich war fitter, als beim letzten Mal. Der Wecker klingelte und ich sprang putzmunter aus dem Auto. Niklas brauchte ein paar Minuten länger, um klar zukommen 🙃

Dem Sonnenaufgang entgegen

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Nach ein paar Minuten waren wir startklar für den Ort, den ich vor einer Woche bereits besuchen wollte. Der Start des Weges befindet sich hinter einem Gebüsch. Kein Wunder das ich bis jetzt noch nicht zufällig dort vorbeikam. Da muss man erstmal drauf kommen. Hätte ich die Wander-App nicht mit am Start gehabt, wäre ich nie auf die Idee gekommen, überhaupt dort reinzulaufen.

Knapp 10 Minuten später waren wir an unserem Spot. Wir schossen ein paar Bilder und suchten eine weitere Aussicht. Es wäre keine Tour mit Niklas, wenn alles einfach gelaufen wäre. Immer wieder sagte ich zu ihm, hier kommen wir im Leben nicht hoch… und trotzdem liefen wir weiter. Es flogen Sätze von mir wie „Das kannste hier echt vergessen…“, „Ich glaube hier kommen wir doch irgendwie weiter…“ oder „…wenn du da hoch willst, gehst du bitte vor…“. Und was soll ich sagen, wir haben es wieder geschafft. Gedanken darüber, dass wir irgendwie wieder runtermüssen, machte ich mir erstmal nicht 🥴

Zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit ärgerte ich mich darüber, dass das 10 mm zu Hause lag. Aber was soll’s, es geht natürlich auch ohne. Man hat hier im 180 Grad Winkel ein fantastisches Panorama. Links lag die Bastei und der Lilienstein und direkt vor uns die Felsenklippen. Wären die nervigen Wespen nicht gewesen, hätte man die Szenerie auch in Ruhe genießen können 😂 Aus der Ferne sah es sicherlich so aus, als würde uns ein Geist verfolgen.

Der Sonnenaufgang ließ extrem lange auf sich warten. Ich vermute, die Sonne hing hinter einem Wolkenband fest. Aber auch als Klärchen dann endlich die volle Kraft erreichte, waren die Farben eher mau. Wieder mal gab es kein Nebelmeer, was mich erwartete, dafür ist es vermutlich einfach zu warm. Ich werde mein Glück nochmal im Herbst probieren… oder vielleicht auch schon eher 😋

Ich hoffe, euch hat der kleine Ausflug gefallen. Der Wetterbericht für den nächsten Samstag sieht gut aus. Regen, Regen, Regen. Und das auch im Harz. Ich glaube, es ist mal wieder Zeit für eine Schmuddelwetter – Tour. Ihr dürft gespannt sein. Wenn ihr das nicht verpassen wollt, folgt gern meinem Blog. Ich freue mich auf euch 😃

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12 Kommentare zu „#62: Gohrisch und Bastei 2.0“

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