#35: Sonnenaufgang im Basteigebiet

Auf dieser Tour stand ausnahmsweise mal nicht die Fotografie im Vordergrund, sondern der 10. Jahrestag von meinem Mann und mir. Da wir den nicht irgendwie verbringen wollten, entschieden wir uns zum Sonnenaufgang in die sächsische Schweiz zu fahren. 04:30 Uhr ging es los – ich bin bis heute überrascht, dass er das freiwillig mitgemacht hat 🙂

Ankunft Bastei

Kurz vor 07:00 Uhr parkten wir unser Auto und schlenderten gemütlich zur Brücke. Wie immer standen fast alle Fotografen auf dieser kleinen Aussichtsplattform – wer bereits vor Ort war wird wissen, welche ich meine. Das Gerangel mit den Stativen ist mir persönlich jedoch zu blöd, weshalb wir dort erst nach dem ganzen Trubel hin sind.

Wir nutzten lieber die Zeit und genossen das Spektakel von den anderen Aussichtspunkten. Ich war bereits, im Gegensatz zu Tobi, zweimal hier und wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Ein riesiges Nebelmeer lag uns zu Füßen, die Sonne tauchte alles in ein weiches Licht, es war atemberaubend. Aber ich kann ja viel erzählen, schaut es euch selbst an 🙂

Ich werde von so einem Licht wohl nie genug bekommen. Ursprünglich dachte ich erst, dass wir den Sonnenaufgang verpasst haben und war etwas geknickt. Nur gut, dass ich mich geirrt habe 🙂

Die Wehlnadel – Aussichtspunkt kleine Gans

Als ich das erste Mal in der Bastei war, kraxelten wir im Dunkeln irgendwo durch den Wald und kamen an einem Aussichtspunkt an, der einfach großartig war. Genau hier wollten wir den Morgen ausklingen lassen und dank Wanderkarte auf dem Handy, dauerte die Suche nicht lange.

Der Blick in den Wehlgrund ist gigantisch und vor allem tief. Zeit für ein paar Portraitbilder der besonderen Art 😉 Keine Sorge, es sieht gefährlicher aus, als es in Wirklichkeit war – ihr wisst: safety first.

Auf der anderen Seite konnten wir zuschauen, wie sich immer mehr Leute auf der Brücke tummelten. Zeitlich haben wir alles richtig gemacht. Meist trudeln so gegen 08:00 Uhr die ersten Reisebusse ein und dann ist es dort alles andere als schön 😉

Futtern in Hrensko

Wer lange unterwegs ist, bekommt natürlich irgendwann Hunger. Wir schauten einen Tag vorher zu Hause nach, wo man lecker Essen gehen könnte und siehe da, dass alte Gaswerk in Hrensko erschien in den Suchergebnissen. Bis jetzt kenne ich es nur von außen, Zeit mal hereinzuschauen.

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Innen sah es echt super aus (soweit ich das auf die schnelle erkennen konnte), allerdings bietet die Küche erst ab 11:00 Uhr warme Speisen an. Für die Frühstücksmenschen unter euch habe ich gute Nachrichten, das gibt es trotzdem. Ein kurzer Blick auf die Uhr, noch knapp zwei Stunden. Für uns kein Problem, die Tore des Tschechenmarkts waren bereits geöffnet. Der ist zwar in dem Städtchen nicht so groß, aber die Zeit bekommt man trotzdem gut rum.

Der Magen knurrte hörbar, als wir halb 11 entschieden, zurück zum Gaswerk zu laufen. Ich war positiv überrascht, wie schön es innen aussah. Etwas rustikal und doch modern. Der Platz direkt neben dem Kamin war wie für uns gemacht.

Wenn man der einzige Gast ist, darf man scheinbar schon vor um 11 bestellen – perfekt. Als Vorspeise gab es eine klassische Knoblauchsuppe. Was mir sehr gut gefallen hat war, dass einem Brot, Käse und Schinken extra serviert wurden. Normalerweise befindet sich alles schon in der Suppe, aber ich liebe es, selbst zu variieren. Sehr cool.

Der Koch lugte aus der Küche gelegentlich zu uns rüber. Ich vermute das er prüfen wollte, ob wir noch Essen. Denn kaum war der Teller geleert, kam auch schon der gebackene Camembert mit Preiselbeersauce und einer Portion Pommes. Beim Anblick lief uns schon das Wasser im Mund zusammen, die Portion war gigantisch.

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Genauso fühlte ich mich 15 Minuten später auch – gigantisch. Nach Knoblauch stinkend rollten wir vollgefuttert zu unserem Auto und fuhren nach Hause. Die kleine Pause vom Alltag hat sich mehr als gelohnt.

Wenn wir das nächste Mal in Hrensko sind, werden wir uns im Gaswerk definitiv ein Zimmer mieten und uns die Umgebung genauer ansehen. Das Restaurant war schon super, da kann die Pension nur perfekt sein.

Wenn ihr nichts verpassen wollt, folgt gerne meinem Blog. Keine Sorge, ich bombardiere niemanden mit Mails zu. Für dieses Jahr steht noch einiges auf dem Plan und ich freue mich, wenn ihr mich begleitet :o)

6 Kommentare zu „#35: Sonnenaufgang im Basteigebiet“

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